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Wappen der Thumb von Neuburg

Die Thumb von Neuburg (auch Thumb von Neuenburg) sind ein Adelsgeschlecht, das während der Zeit des Heiligen Römischen Reichs zur Reichsritterschaft gehörte. Es war seit dem 13. Jahrhundert in Vorarlberg und Graubünden und seit 1430 im schwäbischen Raum ansässig.

Die welfischen Ministerialen Adalbero und sein Bruder Kiso waren die ersten bekannten Vorfahren der Thumb von Neuburg. Erstmals werden sie als Zeugen in einer Urkunde des Herzogs Welf VI. für das Kloster Ittingen am 2. Juli 1152 erwähnt.

Im Jahre 1188 scheint ein Hainricus Tumbo in einer Urkunde auf. Er bezeugt darin eine Schenkung des Herzogs Friedrich von Schwaben an das Kloster Steingaden. Alle Nachkommen dieses Heinrich führten dann in männlicher Linie den Beinamen Thumb, in lateinisch verfassten Urkunden auch Stultus. Die sichere Stammreihe beginnt mit dem vor 1240 gestorbenen Albertus Tumbin.

Sie waren schon zur damaligen Zeit reich begütert, denn der jüngere Bruder Heinrich nannte sich bereits 1244 miles de Biunthe (nach der heutigen Gemeinde Baindt bei Ravensburg) und 1246 miles de Stadeln (nach Stadel bei Niederglatt).

Um 1230 wurden sie mit der Neuburg bei Koblach in Vorarlberg belehnt, nach der sich die Brüder Friedrich und Heinrich Thumb ab dem Jahre 1240 "Thumb von Neuburg" nannten.