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Jahrestage von Persönlichkeiten:

Vinzenz I. Gonzaga (1562-1612)

Vinzenz I. Gonzaga wurde am 22. September 1562 in Mantua geboren. Er regierte vom 14. August 1587 bis 9. Februar 1612 als Herzog von Mantua und von Montferrat.

Herzog Vincenzo war der bedeutendste Vertreter seines Geschlechtes. Er war einer der großen Renaissancefürsten. Unter seiner Regentschaft wurde Mantua ein Zentrum der Kunst in Italien. Er befreite den Dichter Tasso aus der Gefangenschaft und holte den jungen Claudio Monteverdi an seinen Hof. Obwohl die finanzielle Unterstützung von Seiten Vincenzos sehr begrenzt war, entwickelte Monteverdi sich am Hofe des Herzogs zum größten Komponisten seiner Zeit. Monteverdi lebte bis zum Tode des Herzogs 25 Jahre am Hofe in Mantua. Hier entstand neben Madrigalen und Motetten der italienischen Renaissance auch seine erste Oper L'Orfeo. Seine ebenfalls hier uraufgeführte zweite Oper L'Arianna mit dem berühmten Lamento ist verschollen. Sie wurde von den Zeitgenossen mit überwältigendem Begeisterungssturm aufgenommen. Für seine Repräsentationsaufführungen baute der Herzog eigens einen Theaterbau für über 1000 Zuschauer. Das Gebäude wurde im Mantuanischen Erbfolgekrieg zerstört (Sacco di Mantova). Vincenzo entdeckte während einer Reise nach Flandern den jungen Peter Paul Rubens und brachte ihn nach Mantua mit. Hier erhielt Rubens seine ersten großen Malaufträge und führte seine erste diplomatische Mission an den spanischen Hof aus. Vincenzo hatte, aufgrund seiner mütterlichen Abstammung, von den Habsburgern Ambitionen auf die Kaiserkrone, die jedoch völlig unrealistisch waren. Für dieses Ziel und seinen Repräsentationsanspruch verschuldete er sein kleines Land bis zum Ruin.

Familie

Er heiratete 1581 Margherita Farnese (* 7. November 1567, + 13. April 1643), Tochter des Herzogs Alessandro Farnese von Parma. Die Ehe wurde bereits im Jahr darauf geschieden und blieb kinderlos.

In zweiter Ehe heiratete er am 29. April 1584 Eleonora de' Medici (* 1. März 1566, + 9. September 1611), Tochter des Großherzogs Francesco I. der Toskana. Mit ihr hatte Vincenzo Gonzaga sechs Kinder.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Salome Alt von Altenau (1568-1663)

Salome Alt (ab 1609 Alt von Altenau) wurde am 21. September 1568 als Tochter des  wohlhabender Kaufmanns und Ratsherrn in der fürsterzbischöflichen Stadt Salzburg, Wilhelm von Alt geboren. Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau ist von der Schönheit der Kaufmannstochter Salome Alt so angetan, dass er sie zu seiner Lebensgefährtin macht. Das Gerücht, er hätte sie auch geheiratet, kann bis heute nicht bewiesen werden. Sie wird von Chronisten als groß gewachsen, mit rotbraunem Haar, klaren grauen Augen, breiter Stirn und als die Schönste der Stadt beschrieben. Salome Alt von Altenau schenkt dem Erzbischof 15 natürliche Kinder, von denen fünf früh sterben, zwei der Söhne verheiraten sich und zwei werden Mönche.

Ihre Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Diözesanbischof DDR. Klaus Küng

Klaus Küng (* 17. September 1940 in Bregenz, Vorarlberg) ist ein österreichischer Geistlicher und römisch-katholischer Bischof. Von 1989 bis 2004 war er Bischof der Diözese Feldkirch und von 2004 bis 2018 Bischof der Diözese St. Pölten.

Leben

Klaus Küng, jüngstes von vier Kindern des Stadtarztes Josef Küng und Renelde Küng, verbrachte seine Jugend in Feldkirch. Er maturierte 1958, unter anderem mit Erwin Kräutler, am Bundesgymnasium Feldkirch und studierte zunächst Medizin an der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck und an der Universität Wien, wo er 1964 zum Dr. med. promoviert wurde.

In Wien lernte er die katholische Organisation Opus Dei kennen, eine Personalprälatur der römisch-katholischen Kirche, der hauptsächlich Laien angehören. 1961 oder im Alter von 22 Jahren trat er dem Opus Dei als Numerarier (zölibatäres Mitglied) bei. Nach seiner Promotion war Küng als Sekundararzt im Kaiserin-Elisabeth-Spital und als Leiter des neu errichteten Opus-Dei-Studentenheimes Birkenbrunn im 19. Wiener Gemeindebezirk tätig.

Von 1965 bis 1969 studierte er Katholische Theologie an der Päpstlichen Lateranuniversität in Rom und wurde mit der Arbeit "Das sakramentale Mysterium bei Mathias Joseph Scheeben" zum Dr. theol. promoviert. 1969 war er Arzt an der IV. Medizinischen Abteilung des Landeskrankenhauses Graz und baute in der Stadt das dortige Opus Dei auf. Klaus Küng empfing am 23. August 1970 in Madrid die Priesterweihe und war als Kaplan in der Wiener Peterskirche tätig. Von 1976 bis 1989 leitete er als Regionalvikar das Opus Dei Österreich.

Am 21. Januar 1989 wurde er von Papst Johannes Paul II. zum Bischof von Feldkirch ernannt. Die Bischofsweihe in Feldkirch spendete ihm sein Amtsvorgänger Bruno Wechner am 5. März 1989; Mitkonsekratoren waren Georg Eder, Erzbischof von Salzburg, und Reinhold Stecher, Bischof von Innsbruck. Sein bischöflicher Wahlspruch ist "Serviam" (dt.: Ich will dienen).

Am 20. Juli 2004 wurde er zum Apostolischen Visitator in der Diözese St. Pölten bestellt, um die Situation in der Diözese und im Priesterseminar zu klären, nachdem Vorwürfe der Kinderpornografie und praktizierter Homosexualität bekannt geworden waren. Am 7. Oktober 2004 wurde Küng durch Papst Johannes Paul II. zum Bischof von St. Pölten und damit als Nachfolger von Bischof Kurt Krenn ernannt. Die feierliche Amtseinführung von Bischof Küng fand am 28. November 2004 statt. Am 28. Januar 2008 bestätigte Papst Benedikt XVI. die von Bischof Küng gegenüber den früheren Seminarausbildnern Ulrich Küchl und Rothe verhängten Kirchenstrafen und sämtliche getroffenen seelsorglichen Sicherungsmaßnahmen definitiv.

Bischof Küng ist Mitglied der Kongregation für den Klerus und Konsultor des Päpstlichen Rates für die Familie.

Er gilt als entschiedener Gegner der aktiven Sterbehilfe, der Abtreibung und Empfängnisverhütung, aber auch als "Familienbischof". Als solcher hat er die Bewegung Hauskirche initiiert und die Initiative Christliche Familie gegründet. Seit 2004 ist er in der Österreichischen Bischofskonferenz der Vorsitzende der Finanzkommission.

Sein zum 75. Geburtstag eingereichtes Rücktrittsgesuch "nunc pro tunc" ("jetzt für später") nahm Papst Franziskus im Dezember 2015 an und verlängerte zugleich die Amtszeit um ein Jahr. Am 17. Mai 2018 nahm der Papst seinen altersbedingten Rücktritt an und ernannte den bisherigen Bischof von Gurk-Klagenfurt, Alois Schwarz, zu Küngs Nachfolger.

Ehrungen und Auszeichnungen

  • Goldenes Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg (2005)
  • Großes Goldenes Ehrenzeichen mit dem Stern für Verdienste um die Republik Österreich (2006)
  • Goldenes Komturkreuz mit dem Stern des Ehrenzeichens für Verdienste um das Bundesland Niederösterreich (2008)
  • Ehrenring der Stadt St. Pölten (2016)

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk.

Heinrich V. von England (1387-1422)

Heinrich V. (englisch Henry V, auch Harry of Lancaster; * 16. September 1387 in Monmouth Castle, Wales; + 31. August 1422 im Schloss Vincennes) war von 1413 bis 1422 König von England, der zweite aus dem Haus Lancaster. Er war der älteste überlebende Sohn von Heinrich IV. und Mary de Bohun.

Leben

Jugend

Als Enkel des mächtigen John of Gaunt, 1. Duke of Lancaster genoss Heinrich eine hervorragende Ausbildung. Während des Exils seines Vaters 1398 nahm Richard II. ihn als seinen Schützling auf. Im darauffolgenden Jahr wurde Heinrich V. durch die Machtergreifung seines Vaters zum Erben des englischen Throns. Die Darstellungen William Shakespeares von Heinrichs ausschweifender Jugend lassen sich nicht eindeutig beweisen. Heinrichs eigene Aufzeichnungen über seine Jugend sprechen gegen diese Überlieferung. Der berühmteste Vorfall, sein Streit mit dem Präsidenten des Obersten Gerichtshofs, hat keinen zeitgenössischen Beleg und wurde zuerst 1531 von Sir Thomas Elyot erwähnt.

Machtübernahme

Heinrich wurde am 15. Oktober 1399 nach der Krönung seines Vaters zum vierten Prince of Wales und dritten Duke of Cornwall ernannt und wurde von Oktober 1400 an mit der Herrschaft über Wales beauftragt. Weniger als drei Jahre später war er Kommandant der englischen Armee und kämpfte 1403 bei Shrewsbury gegen den aufständischen Lord Henry Percy. Damals wäre der sechzehnjährige Prinz fast von einem Bogenschützen getötet worden, der ihn mit einem Pfeil im Gesicht traf. Ein normaler Soldat wäre mit einer solch schweren Verletzung wahrscheinlich gestorben, aber Heinrich wurde dank der bestmöglichen ärztlichen Behandlung, die ihm als Sohn des Königs zur Verfügung stand, gerettet. Nach einigen Tagen stellte der königliche Arzt ein spezielles Werkzeug her, um die Spitze des Pfeils ohne weiteren Schaden aus Heinrichs Kopf zu entfernen. Die Operation war erfolgreich, hinterließ aber Narben, die ein bleibendes Zeugnis seiner Kampferfahrung waren. Die Rebellion von Owain Glyndwr in Wales beschäftigte Heinrich bis zu ihrer Niederschlagung 1410. Die militärischen Erfolge des jungen Prinzen wurden von den Zeitgenossen mit Bewunderung aufgenommen. Als Vorsitzender des Kronrats und als Lord Warden of the Cinque Ports nahm er starken Einfluss auf die Politik seines Vaters, der bereits seit 1405 schwer krank war. Um 1410 scheint er seinen Vater bedrängt zu haben, sich angesichts seines schlechten Gesundheitszustands aus der aktiven Politik zurückzuziehen. Heinrich IV. reagierte heftig und enthob seinen Sohn seiner Ämter, nahm ihn aber kurz vor seinem Tod 1413 wieder in seine Gnade auf. Am 20. März 1413 folgte Heinrich V. seinem Vater auf den Thron. In den ersten Regierungsjahren profitierte er von den außerordentlich günstigen Rahmenbedingungen, die sein Vater geschaffen hatte. Das königliche Schatzamt nahm zum ersten Mal seit langer Zeit mehr Geld ein, als es ausgab. Der langjährige Kriegsgegner Frankreich war vom Bürgerkrieg heimgesucht, so dass er vorübergehend kaum eine Bedrohung darstellte. Unmittelbar nach seinem Regierungsantritt begann Heinrich V. mit einer Versöhnungspolitik, die vor allem die Gräben in der englischen Gesellschaft und im Adel beseitigen sollte, die die Machtergreifung seines Vaters aufgeworfen hatte. Richard II. wurde in seinem Andenken als ehemaliger König rehabilitiert und in der Westminster-Abtei beigesetzt. Die Adelsfamilien York, Mortimer, Percy und Holland, die immer wieder gegen die Herrschaft der Lancasters aufbegehrt hatten und deshalb enteignet worden waren, setzte Heinrich V. wieder in ihre Rechte ein.

Lollardenverfolgung und erste Hofintrigen

Zur ersten ernsthaften Bedrohung für Heinrichs Herrschaft wurden die bereits unter Heinrich IV. verfolgten Lollarden. In seiner Zeit als Fürst von Wales hatte Heinrich 1410 noch versucht, die ersten Hinrichtungen von Lollarden als Ketzer zu verhindern. Um sich gegen die seitdem immer heftiger gewordene Verfolgung zu wehren, begannen die Lollarden eine Verschwörung gegen den König zu inszenieren. John Oldcastle, ein alter Verbündeter Heinrichs aus der Zeit der Waliserkriege und vermutlich eine Vorlage für Shakespeares Falstaff, war die zentrale Figur dieser Intrige. Er war als Lollarde wegen Ketzerei verurteilt worden, konnte aber entkommen und versuchte, den König und seine Brüder in seine Gewalt zu bekommen. Das sollte der Beginn einer groß angelegten Revolte sein, deren Ziel die Rehabilitierung der Lollarden war. Der Plan wurde allerdings verraten und vereitelt, Oldcastle konnte zunächst fliehen, wurde aber einige Jahre später hingerichtet. Die Lollardenverfolgung betrieb Heinrich V. energisch weiter, so dass diese Bewegung nach 1415 zwar nicht ausgelöscht, aber zukünftig unbedeutend war. Die nächste Verschwörung ging von einer Gruppe aus den Reihen des Hochadels aus, die 1415 Heinrich absetzen und an seiner statt Edmund Mortimer, 5. Earl of March, zum König machen wollte. Dieser verriet jedoch die Verschwörer an den König. Die Hauptverantwortlichen, unter ihnen Mortimers Schwager Richard of Conisburgh, 1. Earl of Cambridge und Großvater der späteren Könige Eduard IV. und Richard III., wurden daraufhin hingerichtet.

Der Krieg gegen Frankreich

Nachdem seine Herrschaft innenpolitisch stabilisiert war, konnte Heinrich sich außenpolitischen Angelegenheiten widmen. Das Hauptthema seiner Politik sollte die Wiederaufnahme des unter seinen Vorgängern eingeschlafenen Kriegs gegen Frankreich sein. Formal bestand immer noch der englische Anspruch auf den französischen Thron. Bereits Heinrichs Vorgänger hatten mit den jeweiligen französischen Regenten über die Bedingungen für die Niederlegung dieses Anspruchs verhandelt. Heinrich V. nahm die diplomatischen Gespräche scheinbar wieder auf, schraubte die Forderungen jedoch in für Frankreich inakzeptable Höhen. Im Prinzip verlangte er die komplette Wiederherstellung des Angevinischen Reiches, einschließlich der Normandie. Zeitgleich begann Heinrich, sein Heer für den kommenden Feldzug bereitzustellen. Heinrich dürfte aus mehreren Gründen Krieg gewollt haben: Erstens war Frankreich angesichts des geistesgestörten Königs Karl VI. und der Auseinandersetzungen zwischen den Häusern Burgund und Orleans geschwächt. Zweitens war Schottland als der langjährige französische Verbündete weitestgehend neutralisiert, da sich der schottische König Jakob I. seit 1406 in englischer Gefangenschaft befand. Darüber hinaus mag Heinrich V. versucht haben, die immer noch bestehenden Adelsstreitigkeiten in England durch den Krieg gegen einen äußeren Feind zu überbrücken.

Im Sommer 1415 waren die Verhandlungen mit Frankreich aufgrund von Heinrichs Forderungen endgültig gescheitert. Bereits im August desselben Jahres landete ein aus rund 12.000 Soldaten bestehendes Invasionsheer an der normannischen Küste. Der Feldzug begann jedoch äußerst ungünstig. Krankheiten, kleinere Scharmützel und lange Märsche im Regenwetter schwächten das englische Heer. Dennoch gelang mit Hilfe einer weitgehend defensiven Taktik und durch den Einsatz englischer Langbogenschützen in der Schlacht von Azincourt am 25. Oktober ein entscheidender Sieg über einen zahlenmäßig überlegenen Gegner. Nicht zuletzt bedeutete der militärische Erfolg einen innenpolitischen Durchbruch für Heinrich V. Er kehrte im Triumph mit dem Herzog Karl von Orléans als wichtigstem Gefangenen nach England zurück. Die Nachricht vom Erfolg bei Azincourt verbreitete sich schnell. Der deutsche König Sigismund begab sich im Frühjahr 1416 auf eine Vermittlungsreise, die den Krieg zwischen England und Frankreich beenden sollte. Heinrich gelang es, Sigismund weitgehend von seiner Position zu überzeugen, der daraufhin eine englandfreundliche Politik betrieb. Frankreich lehnte seinerseits die Bestrebungen Sigismunds ab, worauf der spätere deutsche Kaiser seine neutrale Rolle endgültig aufgab und im August 1416 im Vertrag von Canterbury sogar ein Waffenbündnis mit Heinrich V. gegen Frankreich schloss.

Im Sommer 1417 landete Heinrich wieder in Frankreich. Die niedere Normandie wurde durch die Engländer schnell erobert, Rouen von Paris abgeschnitten und belagert. Heinrich spielte die streitenden französischen Adelsparteien gegeneinander aus, ohne die Kampfkraft seines Heeres zu vermindern. Im Januar 1419 fiel Rouen, und im August 1419 standen die Engländer vor den Toren von Paris. Die Intrigen des französischen Adels führten zur Ermordung von Johann von Burgund im Auftrag des französischen Kronprinzen bei Montereau am 10. September 1419. Philipp, der neue Herzog von Burgund, und der französische Königshof arbeiteten Heinrich zu. Nach sechsmonatigen Verhandlungen wurde Heinrich im Vertrag von Troyes als Erbe und König von Frankreich anerkannt, am 2. Juni 1420 heiratete er Katharina von Valois, die Tochter des bisherigen französischen Königs. Heinrich V. war nun auf dem Höhepunkt seiner Macht angelangt: Die Aussicht, Frankreich mit dem englischen Königreich zu vereinen, schien gewiss. Zusammen mit dem deutschen König Sigismund konnte er von sich behaupten, das große Schisma durch die Wahl von Papst Martin V. beendet zu haben. Alle Staaten Westeuropas waren ihm in irgendeiner Weise diplomatisch verpflichtet. Der französische Kronprinz Karl erkannte den Vertrag von Troyes nicht an und führte aus der französischen Provinz Poitou (Zentralfrankreich) den Widerstand fort.

Nach einem Aufenthalt in England im Jahr 1421 musste Heinrich V. wegen der Niederlage seines Bruders Thomas of Lancaster, 1. Duke of Clarence in der Schlacht von Baugé zurückkehren. Die bittere Not der Engländer nach der langen Belagerung der Stadt Meaux griff schließlich Heinrichs Gesundheit so stark an, dass er am 31. August 1422 im Schloss Vincennes in der Nähe von Paris an der Ruhr verstarb.

Sein Nachfolger wurde sein einziger Sohn Heinrich VI., der zu diesem Zeitpunkt allerdings erst acht Monate alt war. Heinrich V. liegt neben vielen englischen Königen in der Westminster Abbey begraben. Seine Grabstätte wurde während der Reformation ihrer Verzierungen beraubt. Sein Schild, Helm und Sattel, die Teil der ursprünglichen Grabbeigaben waren, hängen immer noch über dem Grab. Seine Büste ist jedoch ersetzt worden.

Das Drama Heinrich V. ist William Shakespeares Version vom Leben dieses Königs mit dem zentralen dramatischen Thema der Geschehnisse um die Schlacht von Azincourt.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Dr. Johann "Georg" Waibel (1828-1908)

Johann "Georg" Waibel (* 28. August 1828 in Dornbirn; † 22. Oktober 1908 ebenda) war ein österreichischer Politiker, Arzt und Langzeitbürgermeister der Stadt Dornbirn. Waibel war von 1878 bis 1897 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses des österreichischen Reichsrats, von 1890 bis 1908 Abgeordneter zum Vorarlberger Landtag und von 1869 bis zu seinem Tod Bürgermeister seiner Heimatstadt.

Leben und Wirken

Johann "Georg" Waibel wurde am 28. August 1828 als Sohn Gastwirts und Gemeindekassiers Andreas Waibel und seiner Frau Maria Regina geboren. Nach dem Besuch der öffentlichen Volksschule in seiner Heimatstadt besuchte er die ebenfalls dort angesiedelte private Fortbildungsschule des Lehrers Franz Martin Kalb, wechselte anschließend an das Gymnasium in Feldkirch und studierte in den Jahren von 1846 bis 1848 am Lyzeum in Salzburg. Anschließend wechselte er nach München, wo er sich zunächst philosophisch-naturwissenschaftlichen Studien widmete und ab 1849 schließlich Medizin studierte. Nach Studienaufenthalten in Berlin und Wien promovierte er schließlich am 5. Februar 1856 in der österreichischen Hauptstadt zum Doktor der Humanmedizin.

Beruflich war er zunächst als Arzt am Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien beschäftigt, ehe er 1859 eine eigene Praxis in Höchst eröffnete. Ab 1861 war er in weiterer Folge als Gemeindearzt in Tschagguns tätig. 1863 übersiedelte er mit seiner Praxis zurück in seine Heimatgemeinde Dornbirn und wurde dort in den Jahren 1866 bis 1869 Gemeinde- und Gerichtsarzt. Ab 1869 bis zu seinem Tod fungierte er als Dornbirner Bürgermeister. Am 19. Oktober 1908 erlitt er als amtierender Bürgermeister einen Schlaganfall, an dessen Folgen er drei Tage später, am 22. Oktober, verstarb.

Dr. Johann
Dr. Johann "Georg" Waibel (1828-1908)

Im Jahr 1867 wurde Johann "Georg" Waibel erstmals für die Liberalen in den Dornbirner Gemeindeausschuss gewählt, während sein Parteikollege Arnold Rüf Bürgermeister wurde. Zwei Jahre danach bestritt er selbst erfolgreich für die Liberalen die Gemeindewahl und wurde am 19. Februar 1869 zum Dornbirner Bürgermeister gewählt. Dieses Amt übte er anschließend bis zu seinem Tod über 39 Jahre lang aus. In seine Amtszeit als Bürgermeister fielen unter anderem die Stadterhebung Dornbirns im Jahr 1901 sowie die Eröffnung der Elektrischen Bahn Dornbirn-Lustenau ein Jahr später.

Neben der Gemeindepolitik vertrat Johann "Georg" Waibel die Liberale Partei auch auf nationaler Ebene. Im Jahr 1878 wurde er als liberaler Vertreter der Städte Mitglied des Abgeordnetenhauses des Reichsrats der österreichisch-ungarischen Monarchie. Als solcher folgte er dem Vorarlberger Abgeordneten Rudolf Ganahl nach und schloss sich zunächst dem deutsch-österreichischen Klub an. Anschließend wechselte er zu den Vereinigten Linken und war Abgeordneter der liberalen Fortschrittspartei. Seine Reden im Reichstag behandelten hauptsächlich volkswirtschaftliche Thematiken sowie die Verkehrs- und Handelspolitik von Vorarlberg.

Von 1890 bis zu seinem Tod war Waibel zudem als Abgeordneter der Vorarlberger Handels- und Gewerbekammer Mitglied des Vorarlberger Landtags während dessen siebter, achter und neunter Legislaturperiode. In den Jahren 1867 bis 1869 war er zudem Vorstand des Vereins der Ärzte in Vorarlberg und daneben Mitglied zahlreicher anderer Vereine, bei denen er teilweise auch Gründungsmitglied (Dornbirner Turnverein, Verein der Verfassungsfreunde in Vorarlberg) war. Als Bürgermeister war er auch bei der Gründung des Vorarlberger Landesfeuerwehrverbandes im Jahr 1875 als Delegierter anwesend. Dabei wurde er anschließend in die Funktion des ersten Verbandsobmannes gewählt. Diese hatte er bis 1891 inne.

Im Jahr 1884 wurde Johann "Georg" Waibel mit dem Komturkreuz des Kaiserlich-Österreichischen Franz-Joseph-Ordens ausgezeichnet, ebenfalls erhielt er den Orden der Eisernen Krone III. Klasse (jedoch ohne eine Erhebung in den Adelsstand). Am 1. März 1894 wurde er zum Ehrenbürger von Dornbirn ernannt, nach seinem Tod wurde ihm im Jahr 1910 von der Stadt ein Denkmal vor dem Rathaus gestiftet. Heute wird außerdem ein Teil der Bödelestraße im Dornbirner Gemeindegebiet – von ihrem Beginn beim alten Rathaus bis zur Einmündung der Wingatstraße - im örtlichen Straßennetz als Dr.-Waibel-Straße bezeichnet.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk.

Ludwig I. Karl August von Bayern (1786-1868)

Ludwig I. Karl August von Bayern kam am 25. August 1786 in Straßburg zur Welt. Er war ein deutscher Fürst aus dem Geschlecht der Wittelsbacher. Er folgte seinem Vater Maximilian I. nach dessen Tod im Jahre 1825 auf den bayerischen Thron und dankte im Revolutionsjahr 1848 zugunsten seines Sohnes Maximilian II. ab. Er studierte bei Johann Michael Sailer an der Universität Landshut und anschließend an der Universität Göttingen. Außer in Alter Geschichte bildete er sich vorwiegend in französischer, italienischer und spanischer Literatur, später erlernte er zudem die russische Sprache. Am 12. Oktober 1810 heiratete er als bayerischer Kronprinz die Prinzessin Therese von Sachsen-Hildburghausen (Prinzenhochzeit). Damit wurde die Tradition des Münchner Oktoberfestes begründet. Der Veranstaltungsort wird nach der Prinzessin Theresienwiese genannt.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Kaspar Albrecht (1889-1970)

Kaspar Albrecht (* 22. August 1889 in Au, Rehmen; † 25. März 1970 ebenda) war ein österreichischer Architekt und Bildhauer.

Biografie

Kaspar Albrecht wuchs in eher ärmlichen Verhältnissen in einer kinderreichen Familie in Au-Rehmen im Bregenzerwald auf. Mit dem Besuch der Staatsgewerbeschule in Innsbruck in den Jahren 1906 bis 1910 begann seine künstlerische Ausbildung. Danach studierte er in München an der Städtischen Gewerbeschule und in Wien bei Josef Müllner an der Akademie der Bildenden Künste. Neben der bildhauerischen Arbeit war er auch baukünstlerisch tätig.

Als Architekt war sein größter Auftrag das Wälderhaus in Kohler Village, Wisconsin (USA). Johann Michael Kohler, der Vater des Industriellen Walter Jodok Kohler stammte ebenfalls aus dem Bregenzerwald (* 1844 in Schnepfau). Ab 1951 war er Mitglied der National Geographic Society (USA). Nach seinem Aufenthalt 1929–1931 in Kohler Village, erfolgte 1957/58 ein weiterer Aufenthalt in den USA für die Einweihung einer Bronzetafel im Kohler Memorial Theater. 1961 erhielt er die Ehrengabe und 1968 das silberne Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg.

Werke

1922: Kaiserjägerdenkmal in Bregenz, Fluher Straße in Bregenz, Steinreliefs
1924: Kriegergedächtniskapelle Bezau, Kapellengebäude sowie Holz- und Tonreliefs
1927: Kriegerdenkmal Gedächtnisportal bei der Nikolauskirche am Friedhof in Egg; Kriegerdenkmal, in der Friedhofsmauer von Bizau; Grabmäler im Städtischen Friedhof zum Taxispark in Bregenz
1929: Wälderhaus in Kohler Village, Wisconsin, USA (Eröffnung am 26. Juli 1931)
1932: Theresiakapelle in Ratzen, Schwarzenberg, Kreuzigungsgruppe
1934: Kriegerdenkmal in Au
1935: Kuratienkirche Hl. Josef im Ortsteil Rehmen in Au, Kruzifixus
1946: Kapelle Bengat in Mellau, Kapellengebäude und Ausstattung
1956/57: Pfarrkirche Hll. Philippus und Jakobus in Schoppernau, Vergrößerung der Kirche und Einbau einer Orgelempore; Gedenkstein mit Portraitbüste zu Dr. Jakob Felder (+ 1924)
1957: Gedenktafel an die Auer Zunft in Au
1964: Pfarrkirche Hl. Sebastian in Langen bei Bregenz, Entwurf der Kommunionbank; Pfarrkirche Hl. Nikolaus in Altach, Taufstein und Weihwasserbecken mit Reliefs

Quelle: Wikipedia

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Rudolf von Österreich (1858-1889)

Kronprinz Rudolf von Österreich und Ungarn wurde am 21. August 1858 als Sohn von Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth im Neuen Schloss Laxenburg geboren.

Der junge Kronprinz war sehr sensibel und sollte auf Wunsch des Vaters eine harte militärische Ausbildung erhalten. Der Sohn sollte ein guter Soldat, begeisterter Jäger und braver Katholik werden. Generalmajor Leopold Graf Gondrecourt wurde als Erzieher bestimmt. Er ließ das Kind stundenlang in Regen und Kälte exerzieren, weckte ihn auch gelegentlich mit Pistolenschüssen und ließ ihn in den Wäldern des Lainzer Tiergartens plötzlich alleine, das Kind in Panik versetzend.

Erst auf Druck seiner Mutter wurde diese Art der Ausbildung beendet und es wurden seine naturwissenschaftlichen Neigungen gefördert, da sie Joseph Graf Latour von Thurmburg zu seinem Erzieher bestimmte. So kam beispielsweise der deutsche Tierforscher Alfred Brehm an den Hof, um ihn zu unterrichten.

Rudolf war ein wissbegieriges und lerneifriges Kind und von schneller Auffassungsgabe, hatte aber wenig Interesse an Lesen, Schreiben und Fremdsprachen.

Heirat mit Stephanie von Belgien

Auf Druck des Kaisers musste Rudolf 1881 Prinzessin Stephanie heiraten, Tochter des belgischen Königs Leopold II. Sie war die Cousine zweiten Grades von Rudolfs Vater Franz Joseph, da ihre Mutter Marie Henriette eine Enkelin von Kaiser Leopold II. war. Die Hochzeit fand in Wien statt. Das Paar lebte einige Zeit in Prag, wo es wiederholt zu Auseinandersetzungen kam. Nach der Geburt ihrer Tochter, Erzherzogin Elisabeth Marie 1883 in Laxenburg, kehrten sie nach Wien zurück.

Tod in Mayerling

Rudolf litt unter starken Stimmungsschwankungen. Vermutlich nahm er sich in der Nacht vom 29. auf den 30. Jänner 1889 in Schloss Mayerling durch einen Schuss in den Kopf das Leben. Die 17-jährige Baroness Mary Vetsera starb ebenfalls dort. Dem Bericht des Arztes zufolge war sie von Kronprinz Rudolf erschossen worden. Dass die Baroness tatsächlich durch einen Kopfschuss starb, ist inzwischen geklärt. Die Wiener Hofärzte obduzierten den Leichnam des Kronprinzen und attestierten aufgrund pathologischer Befunde des Gehirns, die Tat sei in einem "Zustande von Geistesverwirrung geschehen", wodurch der Kronprinz mit allen kirchlichen Zeremonien beigesetzt werden konnte. Baroness Mary wurde in das Stift Heiligenkreuz gebracht und auf dem Friedhof der Zisterzienserabtei beerdigt.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Philipp II. August von Frankreich (1165-1223)

Philipp II. August kam am 21. August 1165 in Gonesse zur Welt. Er war von 1180 bis 1223 König von Frankreich aus dem Haus der Kapetinger.

Philipp II. August war der einzige Sohn von König Ludwig VII. dem Jüngeren und dessen dritten Gemahlin Adele von Champagne. Philippe II. Auguste ist einer der bedeutendsten Könige in der mittelalterlichen Geschichte Frankreichs. Seine Herrschaft war bestimmt von dem Kampf gegen das Haus Plantagenet und das "angevinische Reich". Nach wechselvollen Auseinandersetzungen mit Heinrich II., Richard Löwenherz und Johann Ohneland konnte er letztlich über die Plantagenets siegen und ihnen den größten Teil ihrer französischen Territorien entreißen. Dies ermöglichte den Durchbruch des kapetingischen Königtums. Zugleich verhalf sein Sieg über Otto IV. in der Schlacht bei Bouvines 1214 dem Staufer Friedrich II. zum römisch-deutschen Königtum.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Markus Sittiskus III. von Hohenems (1533-1595)
Markus Sittikus III. von Hohenems wurde am 19. August 1533 als Sohn des Grafen Wolf Dietrich von Hohenems und dessen Gemahlin Clara de Medici auf Burg Alt-Ems geboren. Er war von 1561 bis 1589 Bischof von Konstanz, außerdem päpstlicher Legat sowie Kardinal.
 
Markus Sittikus III. von Hohenems ist der Erbauer des Hohenemser Palastes und des heutigen Rathauses (damals Gästehaus). Er ließ in Rom den Palazzo Altemps und in Frascati die Villa Mondragone erbauen.
 
Zunächst für den geistlichen Stand bestimmt, schlug Markus Sittikus nach kurzer Schulzeit in Überlingen die militärische Laufbahn ein.
 
Seit 1550 befand sich Markus Sittich von Hohenems in Begleitung seines Onkels Gian Giacomo de Medici, Marquis von Melegnano, einem der letzten gewalttätigen Condottieri der Renaissance: 1552 nahm er im Gefolge Karls V. an der Schlacht zur Rückgewinnung von Metz gegen Frankreich teil, 1554/55 beteiligte er sich an der Belagerung Sienas und wehrte vor der toskanische Hafenstadt Piombino einen Seeangriff der Türken ab, die von den Franzosen zur Entlastung Sienas geschickt worden waren.
 
Sein Onkel, Kardinal Giovanni Angelo de Medici wurde Ende 1559 zum Papst gewählt und erhielt am 6. Jänner 1560 als Pius IV. die Tiara. Seine zahlreichen italienischen und deutschen Neffen erhielten umgehend Benefizien um seine Macht am römischen Hof sicherzustellen. Die Familie Hohenems wurde am 27. April 1560 von Kaiser Ferdinand I. in den Reichsgrafenstand erhoben.
 
Markus Sittikus, der seinen Dienst 1560 als Hauptmann eines Fähnleins in Italien 1560 zugunsten einer geistlichen Karriere quittierte, erhielt am 29. Mai 1560 das Bistum Cassano (Kalabrien) als Administrator, ohne zuvor die kirchlichen Weihen empfangen zu haben. Der Versuch, 1560 mit päpstlicher Hilfe Koadjutor des erkrankten Bischof Christoph Metzler in Konstanz zu werden, scheiterte am Widerstand von Domkapitel, Stiftsadel und Eidgenossenschaft.
 
In einem zweiten Anlauf wurde Markus Sittikus 1561 dann doch auf Druck Roms und mit kaiserlicher Unterstützung als Nachfolger Metzlers vom Domkapitel gewählt. Zunächst päpstlicher Kammerkleriker, ernannte ihn der Papst 1561 trotz seiner mangelhaften theologischen und humanistischen Bildung zum Kardinaldiakon. Als Legat auf dem Konzil von Trient konnte Markus Sittikus seine Verbindungen zu deutschen Höfen und Fürsten und sein diplomatisches Geschick für die Kurie einsetzen. Als Kardinaldiakon hatte er u.a. grossen Einfluss auf die Papstwahlen Pius V., Gregor XIII. und Sixtus V. Am 2. Mai wurde er zum Statthalter der Mark Ancona befördert und anschließend als päpstlicher Legat an den kaiserlichen Hof nach Wien entsandt. Im Konsistorium vom 26. Februar 1561 erfolgte seine Kardinalserhebung und im März die Ernennung zum Kardinaldiakon der römischen Titelkirche Santi XII Apostoli, deren Kardinalpriester er 1563 wurde.
 
Da Markus Sittikus seine Energie hauptsächlich für den Aufbau einer eigenen Dynastie in Rom einsetzte, blieb ihm wenig Zeit, sich um seine Diözese - v.a. um die in den katholischen Kantonen der Schweiz wegen ihres Lebenswandels gemassregelten Geistlichen - zu kümmern. Auch die 1567 auf Druck Pius V. durchgeführte Diözesansynode brachte kaum Besserung. Kritik aus der Diözese an seiner Amtsführung und seine Weigerung, während seiner Abwesenheit Statthalter und Räte aus dem Domkapitel zu bestellen, sowie Loslösungspläne der Eidgenossen von Konstanz, führten 1589 zur Resignation des Markus Sittikus als Bischof. Nachdem er zuvor schon zahlreiche bedeutende Titelkirchen nacheinander innehatte, ernannte ihn Papst Gregor XIII. 1580 zum Kardinalpriester von Santa Maria in Trastevere. Markus Sittikus III. von Hohenems behielt seinen Einfluss im Konsistorium bis zu seinem Lebensende. Er war auf dem Konklave vom 10. bis 30. Januar 1592 (Clemens VIII.) einer der wesentlichen meinungsbestimmenden Kardinäle.
 
Markus Sittikus III. von Hohenems hatte mit Olivia Giganti zwei uneheliche Kinder. Einer der natürlichen Söhne des Kardinals, Roberto Altemps (+ 1586), verheiratet mit Cornelia Orsini, wurde zum Herzog von Gallese erhoben, seine Nachfahren starben erst 1964 mit Don Alessandro Duca Altemps aus.
 
Markus Sittikus III. von Hohenems starb zurückgezogen am 15. Februar 1595 im Alter von 61 Jahren in Rom. Er wurde in seiner letzten Titelkirche Santa Maria in Trastevere in der von ihm errichteten Cappella Altemps beigesetzt.
 
Quelle: Wikipedia
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.