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Jahrestage von Persönlichkeiten:

Alfred Gebhard Salzgeber (1923-2015)

Alfred Gebhard Salzgeber erblickte am 22. März 1923 in Gantschier (Montafon) das Licht der Welt. Schon in früher Jugend fand Alfred Freude am Lesen von Büchern, die von Land und Leuten in nah und fern erzählten. Dadurch entstanden wertvolle Impulse für sein späteres literarisches Schaffen. Der Zweite Weltkrieg brachte für Alfred eine entscheidende Wende. 1941 wurde er zum RAD einberufen und kam im folgenden Jahr zur Wehrmacht. Herr Salzgeber wurde 1943 durch Splitter schwer verletzt und verlor zudem auch sein Augenlicht. Er resignierte nicht und meisterte sein Leben mit Mut und Tapferkeit. Er erlernte die Blindenschrift und absolvierte eine kaufmännische Ausbildung. Mit der Gattin eröffnete er das Tabakspezialitäten- und Zeitschriftengeschäft am Bahnhofsplatz in Schruns. Der kriegsblinde Alfred Gebhard Salzgeber war ein begeisterter Ahnenforscher und Historiker, der vier Bücher geschrieben hatte. Seine Werke über die Walser Salzgeber-Sippe sind weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt und geschätzt.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk.

Kaiser Maximilian I. (1459-1519)

Maximilian von Österreich, mit Beinamen "der letzte Ritter", kam am 22. März 1459 auf der Burg in Wiener Neustadt zur Welt. Er stammt aus dem Geschlecht der Habsburger und ist ein Sohn von Kaiser Friedrich III. und dessen Ehefrau Eleonore von Portugal. Maximilian war aufgrund Heirat ab 1477 Herzog von Burgund, ab 1486 römisch-deutscher König, ab 1493 Herr der Habsburgischen Erblande und vom 4. Februar 1508 bis zum 12. Januar 1519 römisch-deutscher Kaiser. Kaiser Maximilian I. (HRR) starb am 12. Januar 1519 auf der beschwerlichen Reise von Innsbruck zum Landtag nach Linz in der Burg von Wels. Wie andere Könige und Kaiser des Mittelalters inszenierte Maximilian seinen Tod. Nachdem er bereits seit vier Jahren stets seinen Sarg mitgeführt hatte, präsentierte er sich nun als außergewöhnlich demütiger und mit Schuld beladenener Sünder und Büßer. Nachdem er die Sterbesakramente empfangen hatte, übergab er das kaiserliche Siegel und verbot, ihn mit seinen Titeln anzureden. Er ordnete an, nach seinem Tod nicht einbalsamiert zu werden, sondern verfügte stattdessen, dass sein Leichnam gegeißelt werde und dass seine Haare geschoren und die Zähne ausgebrochen werden. Leichenhemd und Beinkleid ließ er sich (angeblich aus Scham) kurz vor dem Tod bringen, zog sich selbst noch an und verfügte, dass er so in den Sarg gelegt werden solle.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

Franz Herkules von Frankreich (1555-1584)

Franz Herkules von Frankreich kam 18. März 1555 als jüngster Sohn des Königs Heinrich II. und der Katharina von Medici in Saint-Germain-en-Laye zur Welt. Er hatte zahlreiche Titel, wie Prinz von Frankreich, Herzog von Alençon und Château-Thierry, Graf von Le Perche, Mantes, Meulan, Herzog von Évreux, Graf von Dreux, Graf von Maine, Herzog von Anjou, Touraine und Berry, Graf von Flandern, sowie sieben-facher Pair von Frankreich. Er wurde jedoch nicht König. 1579 wurde er von Wilhelm dem Schweiger dazu animiert, die Vereinigten Niederländischen Provinzen als Erbsouverän zu führen. Es gelang dem katholischen Franz Herkules nicht, unter den protestantischen Bewohnern große Sympathie oder gar Popularität zu gewinnen und Zeeland und Holland weigerten sich weiterhin, ihn als ihren Souverän anzuerkennen.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

Josef Felder (1804-1884)

Josef Felder wurde am 17. März 1804 in Au, Bregenzerwald geboren. Nach acht Jahren Militärdienst in Venedig kam er mit viel Notenmaterial in seine Heimat Au zurück. In Au sammelte er musikbegabte Männer um sich und wurde so der Gründer der Auer Bürgermusik. Drei seiner Söhne, Enkel und Urenkel waren später in führenden Funktionen der Bürgermusik Au aktiv. Unter diesen sechs Mitwirkende aus der Familie Marinelli. Ab dem Jahre 1850 war Josef Felder auch Organist in der Pfarrkirche St. Leonhard in Au. In der Festschrift zum 100-jährigen Gründungsfest der Bürgermusik Au (26. bis 28. Juli 1963) wurde seine Geschichte im Zusammenhang mit der Bürgermusik Au festgehalten.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk.

Philipp von Spanien (1720-1765)

Philipp von Spanien kam 15. März 1720 in Madrid zur Welt. Er war Infant von Spanien und seit 1738 Graf von Chinchón, ein Titel, den er im Jahre 1761 an seinen jüngeren Bruder Luis de Borbón y Farnesio übergab. Im Jahre 1748 wurde er zum Herzog von Parma sowie zum Herzog von Piacenza und Guastalla bestimmt. Philipp war der dritte Sohn von König Philipp V. von Spanien und seiner zweiten Gemahlin Elisabetta Farnese. Im Gegensatz zu seiner Mutter Elisabetta, die ein großes politisches Talent besaß und ihren Mann bei den Regierungsgeschäften beriet, war Philipp eher künstlerisch begabt und interessierte sich für Musik, Literatur, Poesie und Sprachen. Am 25. Oktober 1739 heiratete Philipp die französische Prinzessin Louise Elisabeth von Frankreich, erste Tochter von König Ludwig XV. von Frankreich. Ziel dieses Eheprojekts, die Verheiratung der zwölfjährigen Prinzessin mit ihrem achtzehnjährigen Cousin, war eine Festigung der Beziehungen zwischen den französischen und spanischen Bourbonen.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch "Adel".

Joseph II. von Österreich (1741-1790)

Erzherzog Joseph II. von Österreich wurde am 13. März 1741 als Sohn der Kaiserin Maria Theresia und deren Gemahl Franz Stephan von Lothringen geboren. Ab 1760 erhielt Joseph die Möglichkeit, an den Sitzungen der obersten kollegial organisierten Verwaltungsbehörden und des Staatsrates teilzunehmen. Von 1765 bis 1780 amtierte Joseph, den die Kaiserwürde alleine nur titularisch aufwertete, als Mitregent seiner Mutter Maria Theresia in den Ländern der Habsburgermonarchie, ab 1780 übte er die Herrschaft als Erzherzog von Österreich allein aus. Aus politischen Gründen beschlossen Kaiserin Maria Theresia und Ludwig XV. von Frankreich die dynastische Verbindung der Habsburger mit den Bourbonen. Zur Stärkung des Bündnisses arrangierten sie die Vermählung Josephs mit Isabella von Bourbon-Parma, einer Enkelin des französischen Königs. Nach dreijähriger Ehe starb Isabella an Pocken. In der Folge war man von verschiedenen Seiten bemüht, Joseph erneut zu verheiraten. Joseph beugte sich dem Willen der Mutter und entschied sich für seine Cousine zweiten Grades Maria Josepha von Bayern. Die Ehe Josephs mit der zwei Jahre älteren Maria Josepha galt als unglücklich. Er mied das gemeinsame Schlafzimmer und ließ sogar den gemeinsamen Balkon in Schönbrunn abteilen, um seine Frau nicht sehen zu müssen. Der Kaiser beschrieb seine Gemahlin als "kleine und dicke Gestalt" mit "hässlichen Zähnen". Maria Josepha verstarb am 28. Mai 1767 an den Pocken, Joseph blieb dem Begräbnis seiner zweiten Ehefrau fern. Nach diesen negativen Erfahrungen weigerte sich Joseph in der Folge beharrlich, eine dritte Ehe einzugehen.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch "Adel".

Luitpold von Bayern (1825-1912)

Luitpold Karl Joseph Wilhelm von Bayern wurde am 12. März 1821 in Würzburg geboren. Luitpolds Militärlaufbahn begann schon mit 14 Jahren. Sein Vater machte ihn 1835 zum Hauptmann der Artillerie. Er brachte es in den folgenden Jahren zum Generalmajor und Feldzeugmeister. Nachdem der "Märchenkönig“ Ludwig II. am 9. Juni 1886 entmündigt worden war, übernahm Luitpold am 10. Juni die Herrschaft im Königreich Bayern und führte die Staatsgeschäfte anstelle Ludwigs als Prinzregent. Als Ludwig II. drei Tage später im Starnberger See ertrank, folgte ihm sein jüngerer Bruder Otto I. offiziell auf den bayerischen Thron. Da Otto aber seit seiner Jugend geisteskrank und damit regierungsunfähig war, übte Prinzregent Luitpold auch für ihn die Regentschaft aus. Am 28. Juli leistete er den Regierungseid als "des Königreichs Bayern Verweser“. Im Laufe seiner fünfundzwanzigjährigen Regentschaft verstand es der Prinzregent durch Bescheidenheit, Tüchtigkeit und Volkstümlichkeit, das anfängliche Unbehagen seiner Untertanen zu überwinden. Diese Prinzregentenjahre wurden schließlich zu einem goldenen Zeitalter Bayerns, auch wenn man dem Ludwig II. weiterhin nachtrauerte, was in einer folkloristischen nostalgischen Weise bis heute geschieht.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

Karl Ludwig von Habsburg-Lothringen (1918-2007)

Karl Ludwig von Habsburg-Lothringen kam am 10. März 1918 in Baden bei Wien zur Welt. Er war ein Sohn des letzten österreichischen Kaisers und Königs von Ungarn Karl I. (1887-1922) und dessen Gattin, als Prinzessin Zita von Bourbon-Parma (1892-1989). 1943 trat er in die US-Armee ein und führte für Präsident Franklin D. Roosevelt im neutralen Portugal geheime Verhandlungen mit Ungarn, die jedoch scheiterten. Als US-Offizier beteiligte er sich 1944 an der alliierten Landung in der Normandie. 1947 wurde er im Rang eines Majors aus dem Militärdienst entlassen. In New York begann er im Auftrag einer belgischen Gesellschaft zu arbeiten.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

Wappen der Bretagne seit Johann III.

Herzog Jean III. de Bretagne kam am  8. März 1286 zur Welt. Er lebte in zerstrittenen Familienverhältnissen. Seinem Bruder Guido nahm er 1317 die Vizegrafschaft Limoges ab, um diese seiner zweiten Frau zu schenken, als Ausgleich gab er seinem Bruder die Grafschaft Penthièvre. Vor allem aber hasste er seinen Halbbruder Johann von Montfort, den er vergeblich für illegitim zu erklären versuchte. Nach Guidos Tod 1331 ernannte Johann dessen Tochter Johanna zu seiner Erbin, ohne dabei aber die Zustimmung seitens der bretonischen Stände zu erlangen. Nach dem Tod seines Onkels John erbte er die englische Grafschaft Richmond, für die er König Eduard III. von England huldigte, dennoch blieb Johann beim Beginn des Hundertjährigen Krieges 1337 Frankreich treu. Johann III. starb am 30. April 1341 bei Caen (Normandie) während eines Feldzuges. Da seine Nachfolgeregelung keine Akzeptanz gefunden hatte, löste sein Tod den bretonischen Erbfolgekrieg (1341-1364) aus.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

Aloys Graf von Harrach (1669-1742)

Aloys Thomas Raimund Graf von Harrach kam am 7. März 1669 als Sohn des Ferdinand Bonaventura I. Graf Harrach in Wien zur Welt. Er war ein österreichischer Staatsmann, Diplomat und Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies. Von 1715 bis 1742 wirkte Aloys von Harrach als Landmarschall in Niederösterreich, 1728 bis 1733 als Vizekönig in Königreich Neapel, wo er viele Kunstwerke erwarb, die heute in der Galerie in Schloss Rohrau ausgestellt sind. Von 1734 bis zu seinem Tod war Graf Harrach Mitglied der Geheimen Staatskonferenz in Wien. Aloys Thomas Raimund Graf von Harrach verstarb am 7. November 1742 im Alter von 73 Jahren.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.