Jahrestage von Persönlichkeiten:
Dr. Karl Bohle (1920-1987)

Karl Anton Friedrich Bohle (* 16. Juli 1920 in Dornbirn; † 31. Jänner 1987 ebenda) war ein österreichischer Politiker (ÖVP). Bohle war von 1965 bis 1983 Bürgermeister der Stadt Dornbirn im österreichischen Bundesland Vorarlberg. Mit einer Amtszeit von 19 Jahren ist er der am drittlängsten amtierende Bürgermeister in der Geschichte Dornbirns.

Leben

Karl Bohle wurde am 16. Juli 1920 als Sohn des Buchhalters und städtischen Bediensteten Anton Bohle und dessen Frau Anna Maria in Dornbirn geboren. Während seiner Schulzeit war Bohle Mitglied der KMV Siegberg. Nach Absolvieren der Matura studierte er Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck, ehe er als Soldat für die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg eingezogen wurde. Im Jahr 1943 erlitt er im Kriegsgeschehen eine schwere Verletzung infolge derer er zurück nach Hause gebracht wurde. Bereits 1947 promovierte Karl Bohle dann an der Universität Innsbruck zum Doktor der Rechtswissenschaften.

Im selben Jahr noch wurde er Leiter der Rechts-, Presse- und Lehrlingsabteilung der Vorarlberger Handelskammer in Feldkirch.

Am 2. Oktober 1948 heiratete er in seiner Heimatstadt Helene Herlinde Grabher.

1949 trat er in den Dienst der Dornbirner Gemeindeverwaltung ein und wurde vier Jahre später als Stadtamtsdirektor zu deren Leiter bestellt.

Bei den Gemeindevertretungs- und Bürgermeisterwahlen 1965 wurde Karl Bohle von der Dornbirner Volkspartei als Spitzenkandidat für das Amt des Bürgermeisters aufgestellt. Nach der erfolgreichen Wahl, bei der die ÖVP 25 von 36 Mandaten in der Gemeindevertretung erreicht hatte, übernahm er das Amt des Bürgermeisters der größten Stadt des Landes von seinem Parteikollegen Günther Anton Moosbrugger. Auch in zwei weiteren darauf folgenden Wahlen wurde Bohle als Bürgermeister der Stadt bestätigt. 1983 trat er schließlich nach 19 Jahren vom Bürgermeisteramt zurück und übergab dieses an seinen Nachfolger Rudolf Sohm.

Am 2. Dezember 1983 wurde Karl Bohle die Ehrenbürgerschaft der Stadt Dornbirn verliehen. Etwas mehr als drei Jahre danach, am 31. Jänner 1987, starb Bohle im Alter von 66 Jahren in Dornbirn.

Quellen: Wikipedia, Kirchenbücher
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Ortsfamilienbuch Dorbirn.
Dr. Christoph Vallaster (1950-2001) Historiker

Dr. Christoph Vallaster kam am 12. Juli 1950 als Sohn des Georg Friedrich Vallaster und dessen Gattin Martha geb. Neuner in Rankweil zur Welt. Er war ein österreichischer Historiker und Autor. Er gehört zur Vallaster-Sippe mit dem Hausnamen "Stinabuab" die in Bartholomäberg, Montafon beheimatet sind.

Nach seiner Gymnasialzeit studierte er Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck. 1978 schloss er mit dem Studium mit einer Dissertation über die Wirtschafts- und Sozialgeschichte Feldkirchs im 18. Jahrhundert ab.

Als freischaffender Historiker und Schriftsteller veröffentlichte er hunderte Artikel in verschiedenen Printmedien. Bekannt wurde Dr. Vallaster auch durch seine Monographien zur Landesgeschichte. Sein erstes Werk war ein Buch über die Marktgasse 1976. Von ihm stammen auch die Bücher "ins Reich des Sonnenkönigs" und "Die Montafoner Künstlersippe Vallaster-Walaster", Vorarlberger Heilbäder, Schützenscheiben, Pressegeschichte und die Vorarlberger Bischöfe.

Mit der Herausgabe des Reiseführers "Entdecken Sie Feldkirchs Vergangenheit" 1993 schloss er eine Marktlücke. In den neunziger Jahren wandte er sich vermehrt der Aufarbeitung der eigenen Familiengeschichte zu. 1991 erschien das Werk "Nachthaubenzeit" und 1996 sein erster Roman "Die Tuchhändlerin". 

Publikationen

  • mit Andreas Ulmer: Bedeutende Feldkircher. Von Hugo von Montfort bis zur Gegenwart. Russ Verlag, Bregenz 1975
  • Die Feldkircher Marktgasse. Beiträge zu ihrer Geschichte. Rheticus-Gesellschaft, Feldkirch 1976
  • Handel in Feldkirch 1721–1850. Historische Notizen mit besonderer Berücksichtigung des Textilhandels, in: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, 98. Jg. 1980, S. 147–180 (Digitalisat)
  • Entdecken Sie Feldkirchs Vergangenheit. Heimatpflege- und Museumsverein Feldkirch, Feldkirch 1981
  • Schattenburg. Museumsführer. Heimatpflege- und Museumsverein Feldkirch, Feldkirch 1984
  • Kleines Vorarlberger Heilbäderbuch. Verlag Buch Spezial, Dornbirn 1984
  • Kleines Vorarlberger Schützenscheibenbuch. Verlag Buch Spezial, Dornbirn 1984
  • Schlagzeilen. Vorarlberger Pressegeschichte. Verlag Buch Spezial, Dornbirn 1985
  • Stella Matutina. 1856 - 1979. Russ Verlag, Bregenz 1985
  • Das Vorarlberger Tabakbuch. Vorarlberger Verlags-Anstalt, Dornbirn 1985, ISBN 3-85430-053-0
  • Ehrenbürger der Vorarlberger Städte und Marktgemeinden. VN Buch, Russ Verlag, Bregenz 1986
  • Schauplatz Feldkirch. Schattenburgmuseum, Schloßwirtschaft, Trachtengruppe, Tostnerburg, Altstadt. 75 Jahre Heimatpflege - und Museumsverein Feldkirch. 1912 - 1987. Heimatpflege - und Museumsverein Feldkirch, Feldkirch 1987
  • ... ins Reich des Sonnenkönigs. Die Montafoner Künstlersippe Vallaster-Walaster. Verlag Buch Spezial, Dornbirn 1987
  • Die Bischöfe Vorarlbergs. Vorarlberger Verlags-Anstalt, Dornbirn 1988, ISBN 3-85430-095-6
  • Nachthaubenzeit. Eine Liebes- und Alltagsgeschichte aus dem 19. Jahrhundert. Verlag Thorbecke, Sigmaringen 1991, ISBN 3-7995-4145-4
  • Die Tuchhändlerin. Roman. Belletristische Darstellung zu Josepha Leibinger, Benziger Verlag, Zürich 1996, ISBN 3-545-34143-7, ISBN 3-8311-1859-0
  • Im Schaufenster. Roman. Books on Demand, Feldkirch 2001, ISBN 3-8311-1657-1
Quellen: Wikipedia, Kirchenbücher, Austria-Forum
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk.
Therese Königin von Bayern (1792-1854)

Therese Charlotte Luise Friederike Amalie von Sachsen-Hildburghausen (auch Therese von Bayern; * 8. Juli 1792 in Seidingstadt; + 26. Oktober 1854 in München) war eine Prinzessin von Sachsen-Hildburghausen und durch ihre Heirat mit Ludwig I. seit 1825 Königin von Bayern.

Therese, evangelisch aufgewachsen in der "großzügigen, europäisch orientierten Gesellschaft des alten Reiches", heiratete, beinahe Gemahlin Napoleons, 1810 den bayerischen Kronprinzen Ludwig. Trotz der Repressalien gegen die evangelische Kirche während des Ultramontanismus in ihrer neuen Heimat blieb sie bis zu ihrem Lebensende ihrer Konfession treu.

Aus Anlass ihrer Hochzeit begeht man bis heute das Oktoberfest auf der Theresienwiese in München.

Die politisch kluge Therese war ihrem Mann und auch ihrem Lieblingssohn Otto, König von Griechenland eine wichtige Ratgeberin. Idealisiert zur mustergültigen, fügsamen Gattin und guten Mutter sowie zur tugendhaften Königin, die sich der Wohlfahrt widmete, war Therese bei der bayerischen Bevölkerung äußerst beliebt.

Herkunft und Familie

Therese stammt aus dem Haus der Herzöge von Sachsen-Hildburghausen, einer ernestinischen Nebenlinie der Wettiner. Diese hatten Hildburghausen 1680 zur Residenz gewählt und das Land in den kommenden vier Generationen finanziell so heruntergewirtschaftet, dass 1769 eine kaiserliche Debitkommission zur Untersuchung der Forderungen der Gläubiger und Regulierung der Einnahmen und Ausgaben gebildet werden musste. Als diese 1806, in Thereses vierzehntem Lebensjahr, ihre Arbeit beendete, waren die Verhältnisse immer noch nicht vollständig geordnet.

Therese war das sechste Kind des Herzogs Friedrich von Sachsen-Hildburghausen (1763-1834) und dessen Ehefrau Prinzessin Charlotte (1769-1818), Tochter des Herzogs Karl II. von Mecklenburg-Strelitz. Über ihre Mutter war sie eine Nichte der Königinnen Luise von Preußen und Friederike von Hannover. Die nachmaligen Könige von Preußen Friedrich Wilhelm IV. und Wilhelm I., König Georg V. von Hannover sowie die Zarin Alexandra Fjodorowna waren Cousins und Cousine der Prinzessin.

Ferdinand Maximilian von Österreich (1832-1867)

Erzherzog Ferdinand Maximilian Joseph Maria von Österreich wurde am 6. Juli 1832 als Sohn von Erzherzog Franz Karl von Österreich und der Prinzessin Sophie von Bayern in Schloss Schönbrunn in Wien geboren. Er war der jüngere Bruder von Kaiser Franz Joseph aus dem Haus Habsburg. Während der Mexikanischen Interventionskriege wurde er von 1864 bis 1867 auf Betreiben Kaiser Napoleon III. von Frankreich als Kaiser von Mexiko inthronisiert.

Ferdinand Maximilian erhielt die für einen Erzherzog übliche Erziehung. Neben der militärischen Ausbildung bestand sein Unterricht aus Fremdsprachen (Französisch, Italienisch, Englisch, Ungarisch und Tschechisch), Philosophie, Geschichte und Kirchenrecht. Das vorgeschriebene Exerzierprogramm war ihm schon in jungen Jahren ein Gräuel. Er galt als phantasiebegabt, malte und dichtete gerne. Schon früh interessierte er sich sehr für Literatur und Geschichte, besonders für die seiner eigenen Familie. Er war aufgrund seines Charmes am Wiener Kaiserhof sehr beliebt und auch der Liebling seiner Mutter Sophie. Seine Eltern machten sich auch nicht weiter Gedanken darüber, welches Aufgabengebiet der jüngere Sohn später einmal übernehmen solle. Das Verhältnis zu seinem älteren Bruder Franz-Josef war freundschaftlich, wobei er aber mit zunehmendem Alter von seinem Bruder misstrauisch beobachtet wurde, da er aufgrund seines unkomplizierten und freundlichen Wesens auch bei der Wiener Bevölkerung sehr beliebt war.

Johann Ernst von Thun und Hohenstein (1643-1709)

Johann Ernst, Graf von Thun und Hohenstein, genannt "der Stifter", kam am 3. Juli 1643 als Sohn des Grafen Johann Sigmund von Thun und Hohenstein und dessen Gemahlin Margaretha Anna von Oettingen-Baldern in Graz zur Welt.

Johann Ernst wurde 1677 zum Priester geweiht und am 29. Dezember 1679 zum Bischof von Seckau gewählt. Die Bischofsweihe spendete ihm im darauffolgenden Jahr der Salzburger Erzbischof Maximilian Gandolph von Kuenburg. Mit seiner Wahl am 30. Juni 1687 wurde er zum 58. Erzbischof und zugleich 63. geistlichen Regenten von Salzburg.

Johann Ernst baute Salzburg zu einer prachtvollen Barockstadt aus. Von Johann Bernhard Fischer von Erlach ließ er die Kollegien-, Ursulinenkirche und Dreifaltigkeitskirche mit dem Priesterhaus, sowie Schloss Klessheim bauen. Neben zahlreichen kleineren Bauten kaufte er das Salzburger Glockenspiel und errichtete die Domorgel. Außerdem legte er den Grundstein für den Bau des heutigen Landeskrankenhauses. Auch die bekannte Schneckenstiege im Dom, die Neue Türnitz, eine einstige Kaserne bei Schloss Mirabell, der Marienbrunnen am heutigen Anton-Neumayr-Platz, die Statuen der Apostel Petrus und Paulus vor dem Domportal und die heutige Gestalt des Karabinierisaales der Residenz stammen von diesem Erzbischof. Bei Lofer ließ er die Wallfahrtskirche Maria Kirchenthal errichten. Johann Erst von Thun und Hohenstein stiftete zudem ein Kapital von 70.000 Gulden das Virgilianische Collegium, 12.000 Gulden für das Siebenstädter Collegium und 100.000 Gulden für die Schule der Ursulinen sowie für den St.-Rupert-Ritterorden.

Während jahrelanger Kompetenzstreitigkeiten mit dem Domkapitel, letztlich entschieden durch Papst Innozenz XII., behauptete er sich gegenüber den Domherren und festigte seinen Einfluss. Um diesen Einfluss auch in Zukunft zu sichern, setzte er gegen den Willen des Domkapitels am 19. Oktober 1705 Franz Anton Graf von Harrach als Koadjutor ein, der nach seinem Tod dann auch sein Nachfolger wurde. Meinungsverschiedenheiten gab es auch mit dem Bischof von Chiemsee und dem Bistum Passau, die Johann Ernst, ebenfalls erst nach langen Turbulenzen, sämtlich für sich entscheiden konnte. In seinen Ländern wurde der geheime Protestantismus mit Härte verfolgt. Einen menschlichen Eindruck hinterließ Erzbischof Johann Ernst im Umgang mit den Anführern des bayerischen Volksaufstandes. Während die Verfahren von der Kaiserlichen Administration in Bayern durchgeführt wurden, hat er sich bei Kaiser Joseph I. für Bürgermeister Franz Dürnhardt und den Kupferschmied Andreas Thanner von Braunau am Inn mit Erfolg eingesetzt. Johann Georg Meindl hat er sogar in seine Leibgarde aufgenommen.

Fürsterzbischof Johann Ernst, Graf von Thun und Hohenstein, verstarb am 20. April 1709 im Alter von 65 Jahren in Salzburg. Er wurde in der Krypta des Salzburger Doms beigesetzt.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

 

Karl von Lothringen (1567-1607)

Karl von Lothringen kam am 1. Juli 1567 als Sohn von Herzog Karl III. von Lothringen und dessen Gemahlin Claudia von Valois in Nancy zur Welt. Er war Bischof von Metz und Straßburg sowie Kardinal der römisch-katholischen Kirche.

Bischof von Metz und Kardinal

Bereits als Kind ernannte man Prinz Karl von Lothringen am 18. Juli 1578 zum Bischof von Metz, was jedoch wegen seines Alters nur eine Titulatur bedeutete; die Priester- und Bischofsweihe erhielt er erst Jahre später. Bis zum Erreichen des kanonischen Weihealters verfügte der Papst die Verwaltung des Bistums durch Bischof Nikolaus Bosmard von Verdun. Am 22. August 1585 übertrug der Hl. Stuhl dem Prinzen Karl die Leitung der weltlichen und 1586 auch der geistlichen Angelegenheiten.

Mit Hilfe des Jesuitenordens setzte Karl sich in Metz für eine kirchliche Erneuerung im Sinne des Konzils von Trient ein, hielt 1588 eine Diözesansynode ab und siedelte in seinem Sprengel Kapuziner sowie Paulaner an. Papst Sixtus V. erhob Karl von Lothringen im Konsistorium vom 20. Dezember 1589 zum Kardinal, Gregor XIV. ernannte ihn am 5. April 1591 während einer Romreise zum Kardinaldiakon mit dem Titel von Sant' Agata in Suburra. Zugleich bestellte er ihn zum Apostolischen Legaten für die Herzogtümer Lothringen und Bar sowie die Drei Bistümer. Während der Abwesenheit seines Vaters übernahm Prinz Karl mehrfach die Verwaltung der beiden Herzogtümer Lothringen und Bar. Der Vater versuchte beim Papst ein Bistum in Nancy für ihn zu errichten, was aber scheiterte.

Bischof von Straßburg

Karl von Lothringen wurde 1592 zum Bischof von Straßburg gewählt, konnte sein Amt aber erst nach längeren Streitigkeiten antreten. Der Kölner Fürstbischof und Kurfürst Gebhard Truchseß von Waldburg, der zum protestantischen Bekenntnis übergetreten war und Gräfin Agnes von Mansfeld geheiratet hatte, zog sich nach seiner Vertreibung in das Stift Straßburg zurück, wo er als Domherr starb. Mit ihm kamen auch andere protestantische Domkapitulare aus Köln, da sie am hiesigen Domstift Pfründen besaßen. Durch die Unterstützung der mehrheitlich protestantischen Bürger Straßburgs konnten sie das Domkapitel unter ihre Kontrolle bringen.

Die katholischen Domherren zogen sich mit Bischof Johann IV. von Manderscheid-Blankenheim nach Saverne zurück und erklärten sich selbst für das einzig rechtmäßige Kapitel der Diözese Straßburg, was auch vom Hl. Stuhl bestätigt wurde.

Bischof Johann von Manderscheid starb 1592 und es kam zu einer Doppelwahl. Das protestantische Domkapitel erwählte den 15-jährigen Markgrafen Johann Georg von Brandenburg zum neuen Bischof, was jedoch vom Heiligen Stuhl nicht anerkannt wurde. Die katholischen Domherren wählten hingegen am 9. Juni 1592 den Bischof von Metz, Karl von Lothringen, zum neuen Straßburger Oberhirten. Die Wahl wurde am 1. Juli 1592 von Papst Clemens VIII. bestätigt. Karl von Lothringen konnte sein Amt jedoch nur bedingt ausüben, da der unmündige Gegenbischof Johann Georg von Brandenburg bzw. die hinter ihm stehende protestantische Fraktion das Bistum besetzt hielten.

Es kam zum sogenannten Straßburger Kapitelstreit mit bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen beiden Parteien, welche 1593 durch einen vorläufigen Kompromiss endeten, der Karl von Lothringen im linksrheinischen und Johann Georg im rechtsrheinischen Teil des Bistums die Vorherrschaft überließ. Letzterer führte in seinem Gebiet die Reformation ein, hob unter anderem die Klöster Allerheiligen und Ettenheimmünster auf und verpfändete sie an den Herzog Friedrich I. von Württemberg.

Schließlich beendete Kaiser Rudolf II. die politische Spaltung des Bistums 1599 mit einem Votum für Karl von Lothringen. Trotz päpstlicher und kaiserlicher Ablehnung verzichtete Johann Georg von Brandenburg erst am 22. November 1604 im Hagenauer Vertrag gegen Zahlung von 130.000 Goldstücken und einer lebenslangen Rente von 9.000 Gulden jährlich auf seine Ansprüche.

Bischof Karl von Lothringen konnte danach von seinem kompletten Bistum Besitz ergreifen. Der Prinz erneuerte die Diözese nachhaltig. Schon ab 1596 hatte er mit einer Klerusreform und Visitationen nach dem Vorbild des Heiligen Karl Borromäus begonnen, er förderte die Wallfahrten auf dem Odilienberg und in Marienthal, hielt 1605 eine Diözesansynode ab und unterstützte die Niederlassungen der Jesuiten.

Krankheit, Tod

Karl von Lothringen starb am 24. November 1607 in Nancy infolge eines schmerzhaften Rückenmarkleidens, an dem er seit seinem 25. Lebensjahr gelitten hatte. Er konnte zeitweise nicht mehr gehen, reiten oder fahren, sondern musste sich stets in einer Sänfte tragen lassen. Außerdem befiel ihn eine Lähmung, welche nur der Zunge Bewegung übrig ließ, dabei wurde er von starken Schmerzen geplagt. Ab 1602 befand er sich besser, war großteils frei von Schmerzen und konnte wenigstens die Hand zum Schreiben gebrauchen; dennoch blieb er ans Bett gefesselt. Trotz seiner Gebrechlichkeit und der ungünstigen Zeitumstände gelang es ihm jedoch, in zwei Diözesen die Reformen des Konzils von Trient umzusetzen.

Quelle: Wikipedia
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

 

Karl IX. von Frankreich (1550-1574)

Karl IX. von Frankreich kam am 27. Juni 1550 in Saint-Germain-en-Laye zur Welt. Er war von 1559 bis 1560 Herzog von Orleans und von 1560 bis 1574 König von Frankreich. Seine Regierungszeit war dominiert von Bürgerkriegen und dem berüchtigten Massaker an den französischen Protestanten in der Bartholomäusnacht.

Karl IX. war der zweite Sohn von Heinrich II. von Frankreich aus dem Haus Valois-Angoulême und dessen Gemahlin Katharina von Medici. Er folgte seinem Bruder Franz II. am 5. Dezember 1560 auf dem Thron, zunächst unter der Vormundschaft seiner Mutter.

Im August 1563 ließ Katharina vom Parlament von Rouen ihren Sohn für volljährig erklären. In den folgenden Jahren (April 1564 - Januar 1566) reiste sie mit dem jungen König durch Südfrankreich, doch verfehlte sie ihr Ziel, Frankreich hinter ihrem Sohn zu einen. Ein dynastisches Treffen mit ihrer nach Spanien mit Philipp II. verheirateten Tochter Elisabeth von Valois traumatisierte die Hugenotten unter ihrem Heerführer Admiral de Coligny erneut.

Im Jahr 1570 heiratete Karl IX. Erzherzogin Elisabeth von Österreich. Der Ehe entsprang eine Tochter (Marie-Elisabeth, 1572-1578). Von seiner Mätresse, Marie Touchet, hatte er einen Sohn, Charles (1573-1650), Herzog von Angoulême.

Karl IX. von Frankreich verstarb am 30. Mai 1574 im Schloss Vincennes.

Quelle: Wikipedia
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.
Markus Sittikus IV. von Hohenems (1574-1619)

Markus Sittikus Graf von Hohenems kam am 24. Juni 1574 als Sohn des Grafen Jakob Hannibal I. von Hohenems und dessen Gattin Hortenisa Borromeo Contessa di Arona auf Burg Altems in Hohenems zur Welt.

Der 38-jährige Markus Sittikus verdankte seine Wahl am 18. März 1612 zum Erzbischof dem massiven Eintreten der päpstlichen Kurie. Er musste das Erbe seines Vorgängers und Cousins, Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau, antreten und hielt diesen auch auf Hohensalzburg gefangen. Wolf Dietrich hatte einen enormen Umbruch in der Stadt Salzburg begonnen.

Um den Beschlüssen des Konzils von Trient zum Durchbruch zu verhelfen, ordnete Markus Sittikus 1613 eine umfassende Visitation seines Erzbistums an. Diese bis 1617 flächendeckend durchgeführte Visitation war die erste dieser Art überhaupt. Sie brachte nicht nur zahllose Missstände ans Tageslicht, in ihrem Gefolge vollzogen sich auch tief greifende liturgische Neuerungen. Markus Sittikus führte die Rekatholisierung in Salzburg mit großer Härte durch. Auch die Anlegung der Matrikenbücher (Personenstandsverzeichnisse) war eine Folge dieses Unternehmens.

Das wohl wichtigste Bauvorhaben seiner Amtszeit war der Neubau des Salzburger Doms in "abgespeckter" Form. Dazu berief er 1613 den aus Verno (bei Como in der Lombardei, Italien oder am Lugano See, Schweiz) stammenden Santino Solari, der zu jener Zeit in Seckau in der Steiermark tätig war, nach Salzburg. Santino Solari war dann auch bis zu seinem Tod im Jahr 1646 als Hofarchitekt in Salzburg beschäftigt.

Der zweite, rein italienische Bau, den Markus Sittikus erbauen ließ, ist das Lustschloss und -garten von Hellbrunn. Fürsterzbischof Markus Sittikus kannte diese Art von villa suburbana (Villen außerhalb oder am Stadtrand liegend), wohin sich die noble römische Gesellschaft in den heißen Sommermonaten zurückzog, aus seiner Zeit, der er am Hofe seines Onkels, des Kardinals Markus Sittikus von Hohenems, verbracht hatte.

Diese Villen hatten zumeist große Parkanlagen, die im manieristischem Stil asymmetrisch zum Schloss angelegt, mit künstlich angelegten Wasserspielen für diese Freizeitgesellschaft unterhaltsam gemacht wurden.

An Stelle der aufgelassenen alten Domschule errichtete er 1618 im Garten des ehemaligen Petersfrauenkloster ein Gymnasium, dessen Leitung er den Benediktinern übertrug - der Vorläufer der Universität Salzburg.

Der prunkliebende Fürst starb am 9. Oktober 1619 im Alter von 45 Jahren.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.
DDr. Klaus Karl Anton von Dohnanyi

Klaus Karl Anton von Dohnanyi kam am 23. Juni 1928 in Hamburg zur Welt. Er ist ein deutscher Jurist und Politiker (SPD). Er war von 1972 bis 1974 Bundesminister für Bildung und Wissenschaft, von 1969 bis 1981 Mitglied des Deutschen Bundestags und von 1981 bis 1988 Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg.

Sein Vater Hans von Dohnanyi wurde 1938 als Reichsgerichtsrat nach Leipzig versetzt. Von 1938 bis 1940 besuchte Klaus von Dohnanyi die Thomasschule zu Leipzig, von 1940 bis 1944 das Benediktinergymnasium Ettal und schließlich das Victoria-Gymnasium Potsdam. Ab Herbst 1944 wurde er als 16-Jähriger dem "Volkssturm" zugeteilt, dann aber im November 1944 noch als "kriegsverwendungsfähig" gemustert und im Januar 1945 des nächsten Jahres in ein Kampfbataillon des Reichsarbeitsdienstes nach Karstädt in der Prignitz einberufen. Im Mai 1945 geriet er für wenige Tage in kanadische Gefangenschaft. Im Herbst 1945 traf er in Frankfurt am Main wieder auf seine Familie, von der er während des Kriegsdienstes getrennt war.

Er absolvierte 1946 sein Abitur am Benediktinerkloster St. Ottilien. Danach begann er 1946 ein Studium der Rechtswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, das er 1949 mit dem ersten juristischen Staatsexamen abschloss. 1949 wurde er magna cum laude mit einer Dissertation über "Die Grundstücksteilung - Erscheinungsform und Rechtsfolgen nach geltendem Recht" zum Dr. jur. promoviert.

Er studierte von 1950 bis 1951 mit zwei Stipendien in den USA an der Columbia und Stanford University. 1953 erwarb er an der Yale University den zur damaligen Zeit noch nicht sehr verbreiteten Abschluss eines Bachelor of Laws (LL.B.).

Von 1951 bis 1952 war er am Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Privatrecht in Tübingen und von 1952 bis 1953 als Assessor in einem amerikanischen Anwaltsbüro in New York City und bei den Ford-Werken in Detroit tätig. Ab 1954 arbeitete er als Volontär bei Ford in Köln, von 1956 an als Leiter der Planungsabteilung. 1957 legte er das zweite juristische Staatsexamen ab. Von 1960 bis 1968 war er geschäftsführender Gesellschafter und Leiter der Abteilung "Planung und Prognosen" des Marktforschungsinstituts Infratest.

Von 1990 bis 1994 war von Dohnanyi unter anderem als Beauftragter der Treuhandanstalt für die Privatisierung ostdeutscher Kombinate, insbesondere beim Fördermaschinen- und Kranbauer TAKRAF in Leipzig, tätig. Von 2003 bis 2004 war er Sprecher des Gesprächskreises Ost.

Er ist Gründungskommissar der Bucerius Law School in Hamburg.

Heute gehört von Dohnanyi als stellvertretender Vorsitzender dem Konvent für Deutschland unter dem Vorsitz von Rupert Scholz an, einem überparteilichen Gremium, das unter anderem für eine Föderalismusreform in Deutschland eintritt, die mit klaren Zuständigkeiten für Bundestag und Bundesrat wieder schnellere Entscheidungen in der bundesdeutschen Politik ermöglichen soll. Zudem war er Kurator der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft, Beiratsvorsitzender des Berliner Wirtschaftsverlages Wegweiser GmbH, Mitglied des Aufsichtsrates der Audi AG und der PrimaCom AG und Aufsichtsratsvorsitzender der Design Bau AG und der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Seit 2009 leitet er den Mindestlohn-Ausschuss der Bundesregierung, im Jahr 2010 war er der federführende Schlichter im Tarifkonflikt bei der Lufthansa.

Von Dohnanyi ist Mitglied der Atlantik-Brücke und der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. Er war 1986 Gründer der Hamburger Stiftung für politisch Verfolgte.

Seit März 2011 ist von Dohnanyi Mitglied der Ethikkommission für sichere Energieversorgung.

Auszeichnungen

  • 1973: Bürgermedaille der Stadt Passau
  • 1988: Theodor-Heuss-Medaille der Theodor-Heuss-Stiftung (Laudatio: Hildegard Hamm-Brücher
  • 1990: Goldmedaille "Distinguished Leadership and Service for Humanity" der B'nai B'rith
  • 1996: Mitglied im Club of Rome
  • 2003: Bürgermeister-Stolten-Medaille der Freien und Hansestadt Hamburg
  • 2004: Kasseler Bürgerpreis "Das Glas der Vernunft"
  • 2007: Hanns Martin Schleyer-Preis der Hanns Martin Schleyer-Stiftung für 2006
  • 2014: Heinz Herbert Karry-Preis 
Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

 

Karl Emanuel II. von Savoyen (1634-1675)

Karl Emanuel II. von Savoyen (italienisch Carlo Emanuele II di Savoia) wurde am 20. Juni 1634 in Turin geboren. Er war Herzog von Savoyen, Fürst von Piemont, Markgraf von Saluzzo, Graf von Aosta, Moriana, Asti und Nizza und Titularkönig von Zypern und Jerusalem (1638-1675).

Leben

Karl Emanuel II. wurde als dritter Sohn von Viktor Amadeus I. von Savoyen und dessen Gemahlin Christina von Frankreich geboren. Seine mütterlichen Großeltern waren Heinrich IV. und dessen zweite Frau Maria de' Medici. 1638 folgte er seinem älteren Bruder Francesco Hyacinth, der im Alter von sechs Jahren gestorben war, mit vier Jahren als Herzog von Savoyen nach. Zugleich war er Herzog von Nemours und Gent.

In erster Ehe vermählte er sich 1663 mit Françoise d'Orléans. In zweiter Ehe heiratete er 1665 Maria Baptista von Savoyen-Nemours, mit der er den Sohn Viktor Amadeus II., den späteren König von Sardinien, hatte. Er bestellte unter anderem den Schriftsteller Emanuele Tesauro als Erzieher seiner Kinder an den Hof. Karl Emanuel II. war zudem Vater von 5 unehelichen Kindern.

Seine machtbewusste Mutter regelte bis 1648 als Regentin, danach in seinem Namen die Staatsangelegenheiten ihres Sohnes, der weit ab vom Regieren ein Leben des Vergnügens führte. Erst nach dem Tod seiner Mutter im Jahr 1663 übernahm er die Amtsgeschäfte. Karl Emanuel bemühte sich, sein Land gegen den Einfluss des mächtigen Nachbarn Frankreich zu behaupten. 1672/73 trug er gegen Genua einen Krieg aus, um an der ligurischen Küste einen Meereszugang zu erlangen. Dieses Unterfangen missriet jedoch. Er förderte den Handel, baute den Hafen von Nizza aus und trug zum Reichtum im Herzogtum bei. Die Armee, bis dahin aus Söldner bestehend, ersetze er durch ein stehendes Heer. Zudem errichtete er von Oberitalien einen Alpenübergang in Richtung Frankreich, den sogenannten Chemin des Grottes des Échelles.

Karl Emanuel II. von Savoyen verstarb am 12. Juni 1675 im Alter von 40 Jahren in Turin.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.
Natalia Beer (1903-1987)

Natalia Emilia Beer (Natalie Beer) kam am 17. Juni 1903 in Au, Rehmen (Bregenzerwald) zur Welt.

Zahlreiche Werke in hochdeutscher Sprache und auch in Mundart - Lyrik wie Prosa - machten Beer als Dichterin und Schriftstellerin im gesamten deutschen Sprachraum bekannt. Sie schrieb auch unter den Pseudonymen Ursula Berngath oder Fred Lugenau.

Für ihr literarisches Schaffen erhielt sie mehrere Auszeichnungen:

1973 Boga-Tinti-Preis des Presseclubs Concordia
1975 Silbernes Ehrenzeichen Vorarlbergs
1978 Ehrenring der Marktgemeinde Rankweil
1978 Ehrenring der Gemeinde Au
1985 Franz-Michael-Felder-Medaille

Natalie Beer lebte über mehrere Jahrzehnte bis zu ihrem Tod in Rankweil. Sie verstarb am 31. Oktober 1987 im Alter von 84 Jahren.

Die Werke der Schriftstellerin Natalie Beer:

  • Bergfahrt, Gedichte, 1932
  • Frühlicht, Gedichte, 1936
  • Kleine Kindheit, 1941
  • Schicksal auf Vögin, Roman, 1942
  • Der Urahn, Roman, 1943
  • Eines Menschen Schuld, Schauspiel, 1947
  • Traum des Weibes, Gedichte, 1947
  • Die Hirtin von Tilisuna, Erzählungen, 1951
  • Die eherne Waage. Gedichte aus fünfzehn Jahren, 1951
  • Immer die weiße Wolke. Eine Hirtenlegende, 1954
  • Wanderer durch das eigene Herz, Roman, 1954 (Neuauflage 1959 unter dem Titel ... und führt ihn einen andern Weg, Neuauflage 1974 unter dem Titel Das unruhige Herz)
  • An die Großen der Welt, Gedichte, 1955
  • Prophet und Sibylle, Roman, 1956 (2. Aufl. unter dem Titel Wenn die Sterne dunkeln)
  • Weil ich Dich liebe. Eine Totengabe, Gedichte, 1958
  • Ich suche den Menschen, Roman, 1960
  • Im Vorübergehn, Gedichte, 1961
  • Jubel der Steine, Roman, 1964
  • Jubel der Steine, Spiel, 1965
  • Und fanden das Kind in der Krippe, 1968
  • Mathis der Maler. Ein Matthias Grünewald-Roman, 1970
  • Ins Antlitz der Zeit, Gedichte, 1971
  • Kleine Reise ohne Nepomuk. Eine Südlandsfahrt, 1971
  • Sand im Stundenglas, Roman, 1974
  • Das Lächeln der Madonna Hodigitria. Der Mann mit der Nelke, Erzählungen, 1975
  • Die singenden Hügel, Gedichte, 1976
  • Im Leben zu Gast sein, Gedichte, 1977
  • 's Lisabethle goht of d' Reis, Erzählung in Vorarlberger Mundart, 1977
  • Der kleine Esel Trabbelbei, 1977
  • Als noch die Sonne schien. Roman meiner Jugend, 1978
  • Das Dorf im Herbst, Gedichte, 1979
  • Im Garten blüht der Lavendel, Roman, 1980
  • In den Tag gesprochen, Gedichte, 1980
  • Gesang der Landschaft, Gedichte, 1982
  • Der brennende Rosenbusch. Lebenserinnerungen, 1983
  • Walthers Weihnachtslied, handgeschriebene Gestaltung mit Illustrationen von Konrad Honold, 1983
  • Funde am Lebensweg. Erzählungen, Skizzen, Gedichte, 1983
  • Des Lebens Wahn und Wagnis, Gedichte, 1985
Quellen: Wikipedia, Kirchenbücher
 
Ihre Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Ortsfamilienbuch Au.
Eduard Plantagenet (1330-1376)

Eduard Plantagenet (auch "Edward of Woodstock" und "The Black Prince" genannt) kam am 15. Juni 1330 als Sohn des Königs Eduard III. von England und dessen Gemahlin Philippa zur Welt.

Im Alter von drei Jahren zum Earl of Chester, 1337 zum Duke of Cornwall und 1343 zum zweiten Prince of Wales erhoben, war Eduards Leben eng mit der Frühphase des Hundertjährigen Krieges Englands gegen Frankreich verknüpft. Kampf und Kriegführung sollten in Eduards Leben stets die Hauptrolle spielen.

1345 begleitete er seinen Vater zur Unterstützung Jakobs van Artevelde. 1346 bei Saint-Vaast-la-Hougue zum Ritter geschlagen, zeichnete Edward sich bald in der Belagerungsschlacht von Caen aus. Seinen ersten militärischen Erfolg errang er in der Schlacht von Crécy, die dem Sechzehnjährigen lebenslang den Ruhm eines vorbildlichen Ritters und Truppenführers einbrachte. Die Engländer setzten gegen die damals üblichen Armbrustschützen und schwer bewaffneten Reiter Langbogenschützen ein, was entscheidend zum Sieg in der Schlacht beitrug, die vielen als das Symbol für den Niedergang des mittelalterlichen Rittertums und den Beginn neuzeitlicher Kriegführung gilt. Während der Schlacht kommandierte Eduard einen Flügel der Armee und konnte sich trotz verbissener französischer Angriffe behaupten. Nach der Schlacht soll der junge Prinz über das Schlachtfeld gestreift und auf die Leiche des blinden Königs Johann von Böhmen gestoßen sein, der sich trotz seiner Behinderung auf der Seite der Franzosen in das Schlachtgetümmel gestürzt hatte. Beeindruckt von der Tapferkeit seines Gegners soll Eduard mit den Worten "There lies the Prince of Chivalry, but he does not die" ("Hier liegt der Fürst der Ritterlichkeit, doch er stirbt nicht") das Helmkleinod Johanns, das unter anderem aus zwei Flügeln bestand, an sich genommen und zu dem seinen gemacht haben. Diese Episode ist historisch allerdings nicht gesichert. Das Helmkleinod in Form von drei Straußenfedern - die jedoch auch anderen Ursprungs sein könnten - sowie Johanns deutscher Wahlspruch "Ich Dien" finden sich jedenfalls seitdem im Wappenzeichen ("Badge") der Princes of Wales, der englischen Thronfolger.

Weitere Kriegserfolge Eduards folgten bereits 1347 mit der Einnahme von Calais, der Verteidigung dieser Stadt zwei Jahre darauf und der Seeschlacht von Winchelsea 1350. Aufgrund dieser Erfolge wurde Eduard zu einem der ersten Träger des Hosenbandordens, den sein Vater 1348 gestiftet hatte.

Als Statthalter der Guyenne und Eroberer von Bordeaux (1355) führte er einen Überraschungsfeldzug bis nach Narbonne. Beim spektakulären Sieg in der Schlacht bei Maupertuis 1356 gelang Prinz Eduard nicht nur der Sieg über eine weit überlegene gegnerische Streitmacht, sondern auch die Gefangennahme des französischen Königs Johann II. und dessen Sohnes.

1361 heiratete er heimlich seine Tante zweiten Grades (sein Urgroßvater und ihr Großvater war Eduard I.) Joan of Kent, Erbtochter des Earl of Kent, genannt "The Fair Maid of Kent", und führte mit ihr eine glückliche Ehe. Er war ihr dritter Ehemann.

1362 ernannte ihn sein Vater zum Herzog von Aquitanien, wo er sich 1363 mit seiner Frau in der Guyenne niederließ. Sie hielten in Bordeaux einen prächtigen Hof, der viele Künstler und Wissenschaftler anzog und hatten zwei Kinder, Edward (1365-1371) und den späteren König Richard II. (1367-1400).

Mit Peter I. von Kastilien und León verbündet, führte Eduard 1367 ein Heer nach Nájera, wo er dessen Halbbruder Heinrich von Trastámara, Thronprätendent von Kastilien und León, vernichtend besiegte. Als Belohnung erhielt er einen übergroßen afghanischen Rubin zum Geschenk, der noch heute an der britischen Staatskrone befestigt ist.

Seine letzte größere militärische Aktion war die Vergeltungsplünderung der abtrünnigen Stadt Limoges 1370, bei der über 3000 Einwohner niedergemetzelt wurden. Im Januar 1371 kehrte er krank aus Aquitanien nach England zurück. 1372 verzichtete er auf das Fürstentum Aquitanien und zog sich ganz aus dem politischen Leben zurück.

Eduard starb am 8. Juni 1376 zu Lebzeiten seines Vaters (vitae patre) an der Ruhr. Er wurde in der Kathedrale von Canterbury beigesetzt, wo sein monumentales Grabmal und seine Rüstung heute noch besichtigt werden können. Da der älteste Sohn Eduards schon als Kind gestorben war, wurde sein zweiter, ebenfalls noch minderjähriger Sohn Richard nach dem Tode König Eduard III. ein Jahr später als Richard II. König von England.

Beiname "Schwarzer Prinz"

Edward of Woodstock ist heute vor allem mit seinem Beinamen "Schwarzer Prinz" bekannt. Ob er diesen bereits zu Lebzeiten trug, ist nicht nachweisbar. In Schriftquellen wird der Name "Schwarzer Prinz" erst etwa 160 Jahre nach seinem Tode in Aufzeichnungen des Bibliothekars John Leland aus den 1530er bis frühen 1540er Jahren genannt. Ebenso unklar ist der Ursprung des Namens, worüber viele Theorien diskutiert werden. Wahrscheinlich geht der Name auf sein Wappenschild und seine Rüstung zurück, welche angeblich von schwarzer Farbe gewesen sein sollen und von der Teile heute noch in der Kathedrale von Canterbury zu besichtigen sind, jedoch ist ebenfalls nicht gesichert, dass Eduard zu Lebzeiten schwarzes Rüstzeug trug. Nach anderen Meinungen geht der Name auf Eduards Ruf als brutaler Heerführer vor allem in Teilen des französischen Aquitanien zurück.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.
Wolfgang II. von Hohenlohe-Waldenburg (1546-1610)

Wolfgang II. Graf von Hohenlohe und Herr zu Langenburg, auch Wolfgang von Hohenlohe-Weikersheim, kam am 14. Juni 1546 in Waldenburg, im Herzogtum Württemberg zur Welt. Er war ein Adliger aus dem Geschlecht Hohenlohe, der in Weikersheim residierte und dort für den Neubau des Schlosses Weikersheim nach den Idealen der Renaissance sorgte. Er war auch Anhänger der Alchemie.

Wolfgang II. war der Sohn Graf Ludwig Casimir von Hohenlohe-Waldenstein und dessen Gemahlin Gräfin Anna von Solms-Laubach. Er besuchte ab 1558 für zwei Jahre die Universität Tübingen, war zwei Jahre zu Studien in Paris und danach in kaiserlichen Diensten in Wien, wo er auch an einem Feldzug gegen die Türken teilnahm.

Wolfgang II. von Hohenlohe-Waldenburg heiratete 1567 Magdalena, Gräfin von Nassau-Dillenburg, mit der er 7 Kinder hatte.

Nach dem Tod seines Vaters 1568 herrschte er zunächst mit einem Bruder und der Mutter in Langenburg, ab 1574 allein. 1586 kam es zur Landesteilung zwischen ihm und seinen Brüdern (Hohenlohe-Neuenstein, Hohenlohe-Langenburg und Hohenlohe-Weikersheim). Wolfgang II. zog 1587 nach Weikersheim.

In Weikersheim ersetzte er das alte Wasserschloss, eine mittelalterliche Wasserburg, durch ein Renaissanceschloss, residierte von dort aus, ordnete die hohenlohische Verwaltung, revisionierte die evangelische Kirchenordnung Hohenlohes, förderte das Schulwesen und hob kurz vor seinem Tod die Leibeigenschaft für Weikersheim auf.

Er befasste sich mit Pferdezucht und -heilkunde, liebte Musik und betrieb Alchemie in einem eigenen, kurz nach dem Umzug nach Weikersheim zunächst provisorisch eingerichteten Labor im Schloss, dass dann ein mit Öfen ausgestatteter zweigeschossiger Bau auf dem Gelände des ehemaligen Burgzwingers wurde. Da die Bauzeichnungen und Rechnungen erhalten sind (auch für chemische Geräte) konnte man so die Ausstattung eines fürstlichen alchemistischen Labors der Renaissance rekonstruieren. Neben dem Labor gab es Destillationsgebäude für Branntwein im Schloss, wobei der Graf das Produkt verkaufte. Es gab auch eine Apotheke im Schloss, die von Wolfgangs Frau Magdalena geleitet wurde. In Weikersheim ließ er eine Salpeterfabrik bauen, die 1596 bis 1602 bestand und von einem Handwerker privat betrieben wurde. In seiner Bibliothek von 500 Bänden (davon einige Handschriften) waren 15 praktische Chemiebücher (z. B. von Georg Agricola und Lazarus Ercker zu Bergbau und das Destillierbuch von Hieronymus Brunschwig), 33 über Alchemie (u. a. Pseudo-Geber, Ramon Llull, Bernard von Trevisan, Heinrich Khunrath), 69 von Paracelsus und 12 zu Chemiatrie (wie Leonhard Thurneysser, Johann Isaac Hollandus, Alexander von Suchten). Dem Inhalt der Bibliothek nach zu urteilen war der Graf eher an praktischer Chemie interessiert und auch an Iatrochemie (sein Leibarzt Eucharius Seefridt (gestorben 1611) in Öhringen war einer ihrer Vertreter).

Quelle: Wikipedia
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

 

Cosimo I. von Medici (1519-1574)

Cosimo I. de' Medici kam am 12. Juni 1519 in Florenz zur Welt. Er war ab 1537 Herzog der Toskana. Sein Vater war Giovanni dalle Bande Nere, seine Mutter Maria Salviati.

Machtübernahme

Cosimo kam an die Macht, als 1537 Alessandro de' Medici ermordet wurde. Alessandros einziger männlicher Nachkomme war der fünfjährige Giulio, ein unehelicher Sohn. Sein Onkel, der Kardinal Innocenzo Cibo, setzte sich dafür ein, dass er die Nachfolge des florentinischen Herrschers antreten sollte, in der Hoffnung, selbst die Macht auszuüben. Beim Rat der Stadt konnte er sich damit jedoch nicht durchsetzen, und Francesco Guicciardini, Francesco Vettori und andere führende Bürger favorisierten die Wahl Cosimos, eines Sohns von Giovanni dalle Bande Nere und damit eines Mitglieds der jüngeren Linie der Medici. Er war zwar erst siebzehn, aber ehrgeizig und durch den Reichtum der Medici einflussreich.

Cosimo war nach dem kaiserlichen Patent legitimer Nachfolger als Herzog und wurde sogleich von Karl V. anerkannt. Entgegen den Erwartungen seiner Unterstützer ließ er sich trotz seiner Jugend nicht von anderen lenken, sondern arbeitete daran, sich als absolutistischer Herrscher zu etablieren, der sich von republikanischen Formen wenig aufhalten ließ.

Schlacht von Montemurlo

Als die Verbannten vom Tod Alessandros und der Wahl Cosimos erfuhren, sahen sie die Gelegenheit gekommen, nun zügig die Medici-Herrschaft zu brechen. Sie hatten Geld und Hilfsversprechen aus Frankreich erhalten und wurden von Filippo Strozzi und Baccio Valori unterstützt. Strozzi brachte neben seinem Reichtum und Einfluss seinen Sohn Piero Strozzi ein, einen ausgezeichneten Militär. Die Exilanten sammelten ihre Truppen bei Mirandola, darunter viertausend Infanteristen und dreihundert Pferde und Mitglieder der wichtigsten Florentiner Familien unter der Führung Bernardo Salviatis und Piero Strozzis. Sie zogen gegen Ende Juli 1537 in die Toskana.

Als Cosimo durch seine Spione von dem Vormarsch erfuhr, ließ er von Alessandro Vitelli sofort die besten deutschen, spanischen und italienischen Infanterietruppen sammeln, die ihm zur Verfügung standen und ohne Verzögerung gegen den Feind marschieren. Mit 700 ausgesuchten Infanteristen und einer Truppe von 100 Reitern, denen sich andere spanische Fußsoldaten unterwegs anschlossen, marschierte Vitelli gegen Prato. Im frühen Morgengrauen startete er einen Überraschungsangriff auf die Vorhut der Exilanten nahe Montemurlo, einer alten Festung, die in eine Villa umgebaut worden war, die den Nerli gehörte.

Nachdem er sie in die Flucht geschlagen hatte, stürmte er Montemurlo, wohin sich Filippo Strozzi und einige seiner Kameraden geflüchtet hatten. Nach einigen Stunden verzweifelten Widerstands mussten sie vor der Überzahl kapitulieren. Der Hauptteil der Armee war wegen heftiger Regenfälle und schlechten Zustands der Wege in den Bergen aufgehalten worden, und als man dort von der Niederlage bei Montemurlo erfuhr, zog sich die Armee zurück. Alessandro Vitelli zog siegreich mit seinen Gefangenen in Florenz ein, und Cosimo konnte seinen ersten Triumph feiern.

Edmund Tudor (1431-1456)

Edmund Tudor, 1. Earl of Richmond, kam am 11. Juni 1431 im Much Hadham Palace in Hertfordshire als Sohn von Owen Tudor und Katharina von Valois (ehemals Frau von König Heinrich V. von England) zur Welt.

Da nicht genau nachgewiesen werden kann, ob seine Eltern vor seiner Geburt geheiratet haben, ist es umstritten, ob er ein legitimes Kind war. Seine Mutter zog sich 1436 in das Kloster von Bermondsey zurück und starb im folgenden Jahr.

Edmund und sein Bruder Jasper wurden Catherine de la Pole, der Äbtissin von Barking Abbey übergeben, in deren Obhut sie bis 1440 blieben. Anschließend wurden sie am Hof ihres Halbbruders König Heinrich VI. erzogen.

Edmund wurde am 15. Dezember 1449 zum Knight of the Bath geschlagen. Sein Halbbruder übergab ihm zahlreiche Güter, berief ihn ins Privy Council und erhob ihn am 23. November 1452 zum Earl of Richmond. Im Februar 1453 brachte Margaret Beauchamp, die Witwe von John Beaufort, 1. Duke of Somerset ihre zehnjährige Tochter Margaret Beaufort an den königlichen Hof. Der König machte Edmund und seinen Bruder Jasper zum Vormund von Margaret und befürwortete schließlich die Hochzeit von Edmund mit Margaret, die am 1. November 1455 stattfand. Die Braut war zu der Zeit zwölf Jahre alt und wurde im folgenden Jahr schwanger.

Zu Beginn der Rosenkriege ging Edmund nach Südwales, um dort die Position des Hauses Lancaster zu festigen. Mit dem bisherigen königlichen Stellvertreter in Südwales, Gruffudd ap Nicolas, geriet er über seine Kompetenzen in Streit. Im August 1456 wurde er Constable von Carmarthen Castle, der wichtigsten königlichen Burg in Südwestwales. Daraufhin marschierten William Herbert und Walter Devereux, zwei führende Anhänger des Hauses York, mit einer 2000 Mann starken Armee von Herefordshire nach Carmarthen, eroberten die Burg und nahmen Edmund gefangen. Edmund starb am 1. November 1456, ein Jahr nach seiner Hochzeit, als Gefangener in Carmarthen an der Pest. Seine Frau war zu ihrem Schwager Jasper nach Pembroke geflüchtet, wo am 28. Januar 1457 ihr Sohn Heinrich Tudor, der spätere König Heinrich VII. geboren wurde.

Edmund wurde in der Franziskanerkirche von Carmarthen begraben. Nach der Zerstörung der Kirche während der Reformation 1536 wurde sein Leichnam in die Kathedrale von St Davids überführt.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.
Leopold I. von Österreich (1640-1705)

Leopold Ignaz Joseph Balthasar Franz Felician aus dem Hause Habsburg kam am 9. Juni 1640 in Wien zur Welt. Er war der Sohn von Kaiser Ferdinand III. (1608–1657) und dessen Gemahlin, der spanischen Infantin Maria Anna.

Er war von 1658 bis 1705 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches sowie König in Germanien (ab 1654), Ungarn (ab 1655), Böhmen (ab 1656), Kroatien und Slawonien (ab 1657). 

Machtpolitisch stand seine Regierungszeit im Westen ganz im Zeichen der Abwehr der französischen Expansion unter Ludwig XIV. Im Südosten wurden die habsburgischen Territorien zunächst noch durch die osmanische Expansion, mit dem Höhepunkt der Zweiten Belagerung der Stadt Wien, bedroht. Die kaiserlichen Feldherren waren letztlich militärisch erfolgreich und es kam zu einer Gegenoffensive, die zum Gewinn ganz Ungarns führte. Dadurch wuchs der Habsburger Machtbereich noch stärker als zuvor über das Heilige Römische Reich hinaus. Leopolds Regierungszeit gilt daher auch als Beginn der Großmachtstellung der Habsburgermonarchie. Innenpolitisch setzte Leopold in den Habsburger Ländern auf einen absolutistischen Herrschaftsstil. In seine Zeit fällt auch ein letzter Höhepunkt der Gegenreformation. Im Reich dagegen trat er als Bewahrer des Ausgleichs der Konfessionen auf. Durch eine geschickte Politik gelang es ihm, das Kaisertum zum letzten Mal zu einer starken Bedeutung zu führen. Der Tod des letzten spanischen Königs aus dem Haus Habsburg Karl II. führte zum Spanischen Erbfolgekrieg, in dem Leopold die Erbfolge seiner Familie vertrat.

Ehen und Nachkommen

  • in erster Ehe anno 1666 seine Nichte und Cousine Margarita Teresa von Spanien (1651–1673), die Tochter von Philipp IV. von Spanien und dessen Gattin Maria Anna von Österreich. Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor:
  • In zweiter Ehe heiratete er anno 1673 in Graz seine Cousine 2. Grades Claudia Felizitas von Österreich-Tirol (1653–1676). Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor, die jung starben:
  • In dritter Ehe heiratete er anno 1676 in Passau seine Cousine 2. Grades Eleonore Magdalene von Pfalz-Neuburg (1655–1720), Tochter des Kurfürsten Philipp Wilhelm und dessen Gattin Elisabeth von Hessen-Darmstadt. Aus der Ehe gingen zehn Kinder hervor:

Tod und Bestattung

Leopold I. starb am 5. Mai 1705 in Wien. Seine Beisetzung ist ein typisches Beispiel für das Bestattungsritual, wie es in der Barockzeit bei hochgestellten Persönlichkeiten praktiziert wurde. Nach seinem Tod wurde Leopold I. drei Tage lang öffentlich aufgebahrt: Bekleidet mit einem schwarzseidenen Mantel, Handschuhen, Hut, Perücke und Degen wurde sein Körper zur Schau gestellt, neben dem Katafalk standen Leuchter mit brennenden Kerzen. Auch die Insignien der weltlichen Macht, wie Kronen und Ordenszeichen, waren repräsentiert.

Nach der öffentlichen Zurschaustellung wurde die Leiche in einen mit kostbaren Stoffen ausgekleideten Holzsarg gelegt, dieser dann nach den öffentlichen Feiern in die Wiener Kapuzinergruft überführt und dort in den schon zu Lebzeiten des Kaisers aufwendig gestalteten Metallsarkophag gehoben.

Die Konservierung des Leichnams war unmittelbar vor der öffentlichen Aufbahrung vorgenommen worden: Die schnell verwesenden inneren Organe hatte man entfernt, die Hohlräume mit Wachs gefüllt und die Leiche auch an der Oberfläche mit desinfizierenden Tinkturen behandelt. Die aus der Leiche entfernten Körperteile wurden in Seidentücher gehüllt, in Spiritus eingelegt, die Behältnisse dann zugelötet. Das Herz und die Zunge des Kaisers legte man in einen vergoldeten Silberbecher, der in die Herzgruft der Habsburger kam. Seine Eingeweide, seine Augen und sein Gehirn wurden in einem vergoldeten Kupferkessel in der Herzogsgruft des Wiener Stephansdoms bestattet.

Leopold I. (HRR) gehört zu jenen 41 Personen, die eine „Getrennte Bestattung“ mit Aufteilung des Körpers auf alle drei traditionellen Wiener Begräbnisstätten der Habsburger (Kaisergruft, Herzgruft, Herzogsgruft) erhielten.

Quelle: Wikipedia
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.
Ludwig Georg Simpert von Baden-Baden (1702-1761)

Ludwig Georg Simpert von Baden-Baden kam am 7. Juni 1702 als Sohn des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden und dessen Gemahlin Franziska Sibylla Augusta von Sachsen-Lauenburg in Ettlingen zur Welt. Ludwig Georg Simpert, der wegen seiner Leidenschaft für die Jagd "Jägerlouis" genannt wurde, war von 1707 bis zu seinem Tod Markgraf von Baden-Baden.

Am 8. Juni 1702 wurde Ludwig Georg Simpert unter freiem Himmel vor der von den Franzosen niedergebrannten Martinskirche in Ettlingen getauft. Der junge Ludwig Georg bereitete seiner Mutter während seiner Kindheit viele Sorgen, er schien zurückgeblieben zu sein und begann erst mit sechs Jahren, bei einer Wallfahrt nach Maria Einsiedeln, zu sprechen. Aus Dankbarkeit ließ die Markgräfin in Schlackenwerth eine Kapelle nach dem Vorbild von Maria Einsiedeln erstellen. Sie nannte ihn daher auch das Einsiedlerkind.

Im Alter von 16 Jahren verliebte sich der junge Prinz in Maria Leszczynska, die Tochter des ehemaligen Königs von Polen, doch seine Mutter wusste eine tiefere Verbindung durch eine Wallfahrt nach Rom zu verhindern.

Ludwig Georg übernahm am 22. Oktober 1727 im Alter von 25 Jahren die Regentschaft von seiner Mutter, die nach dem Tode von Ludwig Wilhelm die Markgrafschaft Baden-Baden verwaltet hatte, bis Ludwig Georg alt genug war, die Regentschaft zu übernehmen. Franziska Sibylla Augusta zeigte sich in Geldgeschäften als sehr geschickt und schaffte es nicht nur, die Schulden der Markgrafschaft zu tilgen, sondern übergab Ludwig Georg bei dessen Amtsantritt noch ein beachtliches Vermögen. Franziska Sibylla Augusta zog sich nach der Übergabe der Macht auf ihr Wittum Schloss Ettlingen zurück und widmete sich der Ausgestaltung von Schloss und Kapelle.

Eine große militärische Laufbahn, wie sie sein Vater hatte, erreichte Markgraf Ludwig Georg nicht, er frönte viel lieber seiner Jagdleidenschaft. Er war von 1707 bis 1731 Inhaber des 4. Kreis-Infanterie-Regiment (mixt.) des Schwäbischen Reichskreises (1717 Generalwachtmeister zu Fuß, 1728 Generalfeldmarschallieutenant), doch während des polnischen Thronfolgekrieges jagte er lieber auf seinen Besitzungen in Böhmen. Er kehrte erst nach dem 1735 in Wien geschlossenen Präliminarfrieden zum Wiener Vertrag zurück.

Der streng katholische Regent stiftete 1736 eine Klosterschule der Piaristen in Rastatt. Die Klosterschule Patres scholarum piarum (lat. Väter der frommen Schulen) war ein 1597 von José Calasanz gestifteter Orden, der 1721 vom Papst bestätigt wurde. Der Orden gab sich die Aufgabe des unentgeltlichen Unterrichts.

Nach seinem Tod 1761 folgte ihm sein Bruder August Georg Simpert als Regent der Markgrafschaft Baden-Baden.

Ludwig Georg wurde in der Stiftskirche zu Baden-Baden, der Grablege der markgräflichen Familie, bestattet.

Ehen und Nachkommen

Im Sommer 1720 reiste Ludwig Georg Simpert mit seiner Mutter nach Prag, wo er seine spätere Frau auf Schloss Frauenberg kennenlernte. Die Mutter war mit dieser Wahl einverstanden und reiste nach Wien, um das Einverständnis des Kaisers einzuholen. Ludwig Georg Simpert heiratete daraufhin am 18. März 1721 auf Schloss Krumau Maria Anna von Schwarzenberg, Tochter des Fürsten Adam Franz. Aus der ersten Ehe gingen vier Kinder hervor.

Nach dem Tode von Maria Anna von Schwarzenberg im Jahre 1755 heiratete er am 20. Juli 1755 Maria Anna Josepha von Bayern, die am 7. August 1734 geboren wurde und am 7. Mai 1776 verstarb. Sie war die Tochter des Kurfürsten Karl Albrecht von Bayern, des späteren Kaisers Karl VII. Die Ehe blieb kinderlos, so dass der Markgraf am 22. Oktober 1761 in Rastatt ohne männlichen Nachfahren verstarb.

Quelle: Wikipedia
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

 

Joseph I. von Portugal (1714-1777)

Joseph I. von Portugal kam am 6. Juni 1714 als Sohn des Königs Johanns V. von Portugal und dessen Gemahlin Erzherzogin Maria Anna von Österreich in Lissabon zur Welt. Der aus Hause Braganza stammende Joseph I. war von 1750 bis 1777 König von Portugal.

Während der Regierungszeit seines Vaters kritisierte er dessen Verschwendungssucht und Unterstützung der Inquisition. Als Joseph nach dem Tode seines Vaters 1750 den Thron bestieg, berief er deshalb Adlige in seinen Beraterkreis, die in Opposition zu seinem Vater gestanden hatten, darunter Sebastião José de Carvalho e Melo, ab 1769 Marquis von Pombal.

Joseph war als Herrscher mehr an seinen Bauten, der Kirche und der Oper als an den Regierungsgeschäften interessiert. Nach seiner Thronbesteigung vergrößerte der spätere Marquis von Pombal deshalb schnell seinen politischen Einfluss und stieg zu einer Art Regierungschef auf; kurz darauf wurde er zum Außenminister ernannt.

Am 1. November 1755 zerstörte das verheerende Erdbeben von Lissabon die Hauptstadt fast vollständig. Außenminister José de Carvalho e Melo organisierte den Wiederaufbau und wurde 1756 zum Ersten Minister ernannt. In den nachfolgenden Jahren schuf er den Grundstein für das Eintreten Portugals in die Moderne. Anstelle des klerikalen Königreiches setzte der Marquis einen aufgeklärten Absolutismus. Dies brachte ihm schnell den Widerstand der Kirche ein. Die Jesuiten predigten, dass das Erdbeben Gottes Strafe für die Reformen des Marquis sei.

Am 3. September 1758 kam es zu einem Attentat auf Joseph. Der König war auf dem Heimweg nach Ajuda, wo er in einer Zeltstadt residierte, da sein Schloss bei dem Erdbeben von 1755 zerstört wurde. Er kam von einem Schäferstündchen mit seiner Mätresse und war daher ohne Eskorte. Auf dem Weg nach Ajuda wurde er überfallen und angeschossen. Die Täter wurden gefasst und gestanden unter der Folter, von den Tavoras beauftragt worden zu sein. Die Familie Tavora waren Mitglieder des Hochadels und standen in scharfer Opposition zum Marquis von Pombal. Pombal nutzte die Gelegenheit um die gesamte Familie des Hochverrats anzuklagen. Sogar der Lehrer von Leonora de Tavora, der Jesuitenmönch Gabriel Malagrida, wurde verhaftet und später auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Am 13. Januar 1759 wurde fast die gesamte Familie, außerdem ihr angeblicher Mitverschwörer, der Herzog von Aveiro, exekutiert, ihr Besitz konfisziert und ihr Name aus dem Adelsverzeichnis gestrichen. Nur der Königin war es zu verdanken, dass nicht alle Tavoras getötet wurden. Bis heute ist die Tavora-Affäre ungeklärt.

Joseph war mit der spanischen Bourbonenprinzessin Maria Anna Viktoria von Spanien (1718-1781) verheiratet. Trotzdem war er nicht bereit, England, den traditionellen Verbündeten Portugals, im Stich zu lassen, und dem spanisch-französischen anti-britischen Bündnis beizutreten. Spanische Truppen fielen daraufhin 1762 in Portugal ein, Spanien musste aber bereits 1763 Frieden schließen und Portugal wieder verlassen. Die letzten drei Jahre seiner Herrschaft führte die Königin die Regentschaft für den erkrankten König.

Joseph hinterließ keinen männlichen Erben. Der König stand deshalb vor der Wahl, entweder die weibliche Thronfolge zu ermöglichen, dann wäre seine Tochter Maria ihm auf den Thron gefolgt, oder an der männlichen Thronfolge festzuhalten, dann wäre sein jüngerer Bruder, Peter, als nächster in der Thronfolge berufen. Das Dilemma wurde dadurch gelöst, dass Joseph seinen Bruder mit seiner Tochter verheiratete. Gemeinsam bestiegen sie als Maria I. und Peter III. den Thron.

Joseph I. von Portugal verstarb am 24. Februar 1777 im Alter von 62 Jahren.

Quelle: Wikipedia
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.
Johann I. von Dänemark (1455-1513)

Johann I. von Dänemark kam am 5. Juni 1455 als Sohn des Königs Christian I. von Dänemark und dessen Gemahlin Dorothea von Brandenburg in Aalborg zur Welt. Johann I. war König von Dänemark (1481-1513), König von Norwegen (1483-1513) und als Johann II., König von Schweden (1497-1501), sowie Herzog von Schleswig und Holstein.

Christian I. hatte sich 1473 auf eine Pilgerreise nach Rom begeben und traf in Rothenburg ob der Tauber mit Kaiser Friedrich III. zusammen. Auf Bitten Christians erhob der Kaiser die Grafschaften Holstein und Stormarn zu einem Herzogtum und erklärte Dithmarschen zu einem Teil Holsteins. Die Dithmarscher Bauernrepublik erkannte diese Regelung nicht an, argumentierte mit der Zugehörigkeit zum Erzbistum Bremen und erwirkte eine päpstliche Bulle, die diese Zugehörigkeit auch bestätigte. Christian I. erlangte die Herrschaft über Dithmarschen bis zu seinem Tode nicht.

Nach dem Tod Christians I. am 22. Mai 1481 folgte Johann ihm als dänischer König nach. Die Regierungsübernahme verlief reibungslos, da die dänischen Landthingen Johann bereits 1467 gehuldigt hatten und seine Mutter, die Königinwitwe Dorothea, ihn als Thronfolger unterstützte.

Ende 1482 kam es zur Einigung, dass Johann I. und sein Bruder Friedrich zu Herzögen gewählt wurden. Johann I. übernahm bis zur Volljährigkeit seines Bruders 1489 die Regentschaft für ihn.

Die Dithmarscher sicherten sich 1493 durch die Verlängerung des Schutzbündnisses mit Lübeck, dem auch die Hansestädte Lüneburg und Hamburg beitraten, politische und militärische Rückendeckung. 1500 versuchten beide Herzöge, unter Berufung auf den kaiserlichen Lehnsbrief, die Bauernrepublik Dithmarschen ihrem Herzogtum einzuverleiben.

König Johann I. und sein Bruder Friedrich rüsteten zur Eroberung der Bauernrepublik ein Heer aus, dem etwa 150 Ritter aus den Adelsgeschlechtern Schleswigs und Holsteins sowie eine größere Anzahl Söldner angehörten. Auch zwei Vettern König Johanns, die Grafen Adolf und Otto von Oldenburg, schlossen sich dem Heereszug an. Am 17. Februar 1500 erlitt dieses Aufgebot in der Schlacht bei Hemmingstedt eine vernichtende Niederlage. Ein Großteil der Ritter sowie die beiden Oldenburger Grafen fielen in der Schlacht. Der König und sein Bruder entkamen nur mit knapper Not nach Meldorf und flohen dann weiter in ihre Herzogtümer.

Johann I. von Dänemark verstarb am 20. Februar 1513 im Alter von 57 Jahren.

Quelle: Wikipedia
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

 

Anton II. von Lothringen (1489-1544)

Anton II. von Lothringen, genannt "der Gute", wurde am 4. Juni 1489 als Sohn des Herzogs Renatus II. von Lothringen (René II de Lorraine) und dessen Gemahlin Philippa von Geldern in Bar-le-Duc geboren.

Nach dem Tod seines Vaters anno 1509 übernahm er den lothringischen Thron.

Anton war ein Gegner der lutherischen Bewegung. Im Bauernkrieg schlug er 1525 die aufständischen elsässischen Bauern bei Zabern. Anfänglich unter französischem Einfluss, näherte er sich nach 1530 der Reichspolitik Karls V. an. Dieser räumte ihm 1542 im Vertrag von Nürnberg große Selbständigkeit ein, welche die Loslösung Lothringens vom Reich einleitete.

Anton II. heiratete Renée de Bourbon-Montpensier (1494-1539), Tochter von Gilbert de Bourbon-Montpensier. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor: Franz (* 1517; + 1545), Anne (* 1522; + 1568), Nicolas (* 1524; + 1577)

Herzog Anton II. von Lothringen verstarb am 14. Juni 1544 im Alter von 55 Jahren.

Quelle: Wikipedia
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.