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Jahrestage von Persönlichkeiten:

Franz de Paula von Liechtenstein (1802-1887)

Franz de Paula Prinz von und zu Liechtenstein kam am 25. Februar 1802 in Wien zur Welt. Er begründete eine Seitenlinie des Fürstenhauses, welche mit seinem Urenkel Franz Josef II. 1938 in Liechtenstein zur Regierung kam.

Franz de Paula trat 1821 als Leutnant in das österreichische Chevaulegers-Regiment Nr. 1 ein. Seit 1824 war er Oberleutnant im Ulanen-Regiment Nr. 3, 1825 Rittmeister im Ulanen-Regiment Nr. 2. Von 1828 bis 1830 diente er als Eskadronen-Kommandant wieder im Ulanen-Regiment Nr. 3. Ab 1832 versah er seinen Dienst in verschiedenen Husarenregimentern und rückte 1836 zum Oberst auf. Im Revolutionsjahr 1848 nahm er als Brigadier im Reservekorps Welden an den Einsätzen in Italien teil.

Im Oktober 1848 wechselte er in die Armee des Fürsten Alfred I. zu Windisch-Graetz und beteiligte sich als Divisionär an der Niederschlagung der Aufstände in Ungarn 1849. Er führte in der Schlacht bei Schwechat (30. Oktober 1848) die kaiserliche Kavallerie und wurde noch im Dezember zum Feldmarschallleutnant befördert. Im Winterfeldzug kommandierte er die Kavallerie-Division des Reserve-Korps und nahm an der Schlacht von Hatván (6. April 1849) und an der Ersten Schlacht von Komorn (26. April) teil. Im Sommerfeldzug 1849 befehligte er eine Division im Verband des I. Korps, das von Graf Schlik kommandiert wurde. Er kämpfte am 28. Juni an der Spitze der Brigade Bianchi bei der Belagerung von Raab, am 11. und 14. Juli in der zweiten und dritten Schlacht von Komorn. Nachdem FML von Wohlgemuth zum Militärgouverneur von Siebenbürgen war ernannt worden war, erhielt er das Kommando des IV. Armee-(Reserve)-Korps. Im Gefechte bei Uj-Szegedin (3. August) erzwangen seine Truppen den Theiß-Übergang, zwei Tage später nahm er unter FZM Haynau an der Schlacht bei Szöreg (5. August) teil.

Ab 16. Oktober 1849 führte er des III. Armeekorps als Besatzung in Ungarn. Ebenfalls 1849 wurde er zum Inhaber des Husaren-Regiments Nr. 9. Nach dem Frieden wurde er am 27. November 1859 zum Generalinspektor der Kavallerie-Inspektor (im Amt bis 1866) und zum General der Kavallerie ernannt.

Von 1860 bis 1861 führte er in Ungarn das Landesgeneralkommando. Seit 1861 besaß Prinz Franz ein Mandat im Herrenhaus des österreichischen Reichsrates, zunächst bis 1871 als lebenslang ernanntes Mitglied, seitdem als erbliches Mitglied.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Karl V. von Habsburg (1500-1558)

Karl V. von Habsburg kam am 24. Februar 1500 als Sohn des Philipp I. von Österreich aus dem Haus Habsburg und dessen Gemahlin Johanna I. von Kastilien am Prinzenhof Gent der Burgundischen Niederlande zur Welt. Er war der Begründer der spanischen Linie des "Hauses Österreich", der "Casa de Austria".

Nach dem frühen Tod seines Vaters Philipp I. war Karl ab 1515 Herzog der Burgundischen Niederlande und ab 1516 als Carlos I. der erste König von Spanien, genauer von Kastilien, León und Aragón in Personalunion.

Im Jahr 1519 erbte er das Erzherzogtum Österreich und wurde als Karl V. zum römisch-deutschen König gewählt, nach seiner Krönung 1520 trug er (wie sein ungekrönt gebliebener Großvater Maximilian I. und seine künftigen Nachfolger) zunächst den Titel "erwählter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches", Sacrum Romanum Imperium.

Er verfügte über ein Reich "in dem die Sonne nie unterging".

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Karl VII. König von Frankreich (1403-1461)

Karl VII. von Frankreich "der Siegreiche" kam am 22. Februar 1403 in Paris zur Welt. Er war von 1422 bis 1461 König von Frankreich. Er war der fünfte aus der Linie Valois der kapetingischen Dynastie und der erste der so genannten Loire-Könige. Ihm gelang mit der Hilfe Jeanne d'Arcs zunächst die Wende im Hundertjährigen Krieg, bevor er 1453 mit der Vertreibung der Engländer aus Frankreich den endgültigen Sieg errang. Frankreich wandelte sich unter seiner Herrschaft von einem großen Lehensverband zunehmend zum Nationalstaat.

Auf allen Ebenen suchte Karl VII., der ein sehr effizientes Fiskalsystem besaß, die Präsenz seines Einflusses zu intensivieren, gründete dazu u. a. Parlamente in Toulouse, Bordeaux und Grenoble und erließ in seinen letzten zwei Regierungsjahrzehnten viele Gesetze, die nicht nur das Heer, sondern auch die Rechtsprechung und das Finanzsystem reformierten. Fähige Berater wie der Kanzler Guillaume Juvénal des Ursins trugen zu erfolgreichen Entscheidungen des Monarchen bei (Beiname le bien servi, der 'Wohlbediente' im Sinne von 'wohlberaten').

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Max von Thun

Max von Thun kam am 21. Februar 1977 in München zur Welt. Er ist ein österreichischer Schauspieler und Fernsehmoderator. Max ist der Sohn des österreichischen Schauspielers Friedrich von Thun und dessen erster Ehefrau Gabriele "Yella", geborene Bleyler. Seine Schwester Katharina ist die Filmproduzentin Gioia von Thun. Über seine Urgroßtante ist Max von Thun mit Rudolf von Österreich-Ungarn verwandt, den er 2006 in Kronprinz Rudolfs letzte Liebe gespielt hat. Max von Thun war Jurymitglied bei Deutschland sucht den Superstar bei RTL in der Saison 2008/2009. Bereits nach dem ersten Casting stieg er nach einer Meinungsverschiedenheit mit Dieter Bohlen aus und wurde durch den Musikmanager Volker Neumüller ersetzt. Außerdem moderierte von Thun die Musiksendungen Clubmax und Kitchen TV beim Sender MTV. Der Schauspieler ist auch Sänger und Gitarrist der Band "77". Der Bandname ist die Kurzform seines Geburtsjahres.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

Josef Anton Matthias von Perlath (1756-1827)

Josef Anton Matthias von Perlath kam am 20. Februar 1756 als Sohn des Arztes Joachim German Perlath und dessen Gattin Margarete Notburga geb. Kempter in Brixen zur Welt. Er war Jurist, Kommunalpolitiker und Landesverteidiger. Im Jahre 1783 kaufte er das Anwesen "Zum kalten Keller". Am 3. September 1783 wurde er von Fürstbischof Graf Josef Spaur in den Adelstand erhoben, der am 8. Juni 1805 von Kaiser Franz II. bestätigt, bzw. erneuert wurde. Hiezu wurde ihm das Beiwort "zu Kaltenburg", in Anspielung auf seinen Besitz "Kalter Keller", verliehen. Josef Anton Matthias von Perlath, Edler zu Kaltenburg, war von 1785 bis 1825 Magistratsrat. Am 31. Mai 1786 wurde er Bürgermeister von Klausen, ein Amt, das er bis 1. Jänner 1798 und dann wieder vom 1. Oktober 1807 bis 1812 bekleidete. Er zog anno 1800 als Hauptmann zweimal mit seiner Kompanie ins Feld an die nordwestlichen Landesgrenzen. Am 5. Dezember 1809 erstürmte General Philipp von Severoli die Stadt Klausen und drohte, sie wegen des Widerstandes der aufgeregten Landstürmer in Schutt und Asche zu legen. Da warf sich Perlath vor dem General auf die Knie und erbat Schonung der Stadt, die auch gewährt wurde. Diese Szene wurde in einem am 6. September 1908 enthüllten Denkmal an der Außenwand der Klausener Pfarrkirche verewigt.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

Karl III. von Lothringen (1543-1608)

Karl III. von Lothringen kam 18. Februar 1543 in Nancy zur Welt. Nach den Tod seines Vaters im Jahr 1545 wurde er Herzog von Lothringen und Mercoeur. Da er noch nicht volljährig war, übernahm seine Mutter die Regentschaft für ihn. Seine Mutter Christina verfolgte - bedingt durch ihre Verwandtschaft mit den Habsburgern - eine Spanien-freundliche Politik und konnte sich damit lange Zeit gegenüber dem französischen Königshaus behaupten. Die Regentschaft Karls III. gilt in der Geschichte Lothringens als besonders fortschrittlich und wirtschaftlich erfolgreich. Neben territorialen Zugewinnen wie Bitche, Phalsbourg und Marsal, die er verbuchen konnte, reformierte er während seiner Regierungszeit das Justiz- und Finanzwesen seines Herzogtums und unterstützte die Wissenschaften (Gründung der Universität Pont-à-Mousson) sowie die Kunst. Er führte damit die bereits von seiner Mutter begonnene Innenpolitik weiter fort.

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Ludwig XV. von Frankreich (1710-1774)

Ludwig XV. von Frankreich kam am 15. Februar 1710 in Versailles zur Welt. Er war von 1710-1715 Herzog von Anjou und von 1715 bis 1774 König von Frankreich und Navarra. In den ersten Jahrzehnten seiner Regierung war die Kolonialpolitik in Nordamerika erfolgreich. Durch seine erfolglose Teilnahme am Siebenjährigen Krieg verlor er den größten Teil der französischen Kolonien in Nordamerika und auch in Indien an die Briten. Frankreich verlor im Ersten Frieden von Paris 1763 ganz Kanada und das historische Louisiana. Vom Volk wurde er "der Vielgeliebte" (frz. le Bien-Aimé) und später "der Ungeliebte" (frz. le Mal-Aimé) genannt. Unter seiner Regierung wurde der jahrhundertealte Gegensatz zwischen Frankreich und Österreich beigelegt und die neue Allianz durch die Heirat Marie-Antoinettes, der Tochter Maria Theresias von Österreich, mit seinem Enkel, dem späteren Ludwig XVI., besiegelt. Bekannt ist seine Beziehung zu seiner Mätresse Marquise de Pompadour.

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Wappen des Rudolf IV. von Sulz (1559-1620)

Rudolf IV. von Sulz, genannt "der Schuldenmacher", wurde am 13. Februar 1559 in Nagold geboren. Er war von 1583 bis 1602 Landgraf im Klettgau, Herr von Vaduz und Blumenegg sowie Reichshofrichter zu Rottweil. Rudolf übernahm bereits von seinem Vater eine bedeutende Schuldsumme, die er durch seine eigene Verschwendungssucht noch mehrte. Die infolge der Türkenkriege deutlich gestiegenen Reichs- und Kreissteuern brachten Rudolf in enorme Schwierigkeiten. Zudem leiteten Gläubiger ein Verfahren vor dem Reichskammergericht ein. Rudolf versuchte in dieser Situation 1595 die Schulden seinen Untertanen aufzubürden. Die Untertanen wehrten sich gegen den Versuch ihnen die Schulden anzulasten.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

Karl Eugen von Württemberg (1728-1793)

Karl Eugen von Württemberg kam am 11. Februar 1728 in Brüssel zur Welt. Im Jahr 1744 wurde Karl Eugen im Alter von 16 Jahren für mündig erklärt und trat die Regierung des Herzogtums Württemberg an. Gleich nach seinem Regierungsantritt ließ der Herzog den Leichnam von Joseph Süß Oppenheimer abhängen und verscharren, der nach seiner Hinrichtung 1738 zur Abschreckung sechs Jahre lang in einem eisernen Käfig verblieben war. Mit seiner Mutter geriet er 1750 in einen Streit und ließ sie im Göppinger Schloss internieren. Karl Eugens Regierungszeit fiel mit dem Höhepunkt des Absolutismus zusammen, und der junge Landesherr tat alles, um seinen Hof zu einem der glänzendsten in Europa zu machen. Mit ungeheurem finanziellem Aufwand, der Württemberg an den Rand des Ruins führte.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Wilhelm Franz von Habsburg-Lothringen (1895-1948)

Erzherzog Wilhelm Franz Joseph Karl von Habsburg-Lothringen kam am 10. Februar 1895 in Pula zur Welt. Er war Offizier der k.u.k. Armee, "ukrainischer" Oberst und während des Ersten Weltkrieges informeller habsburgischer Thronkandidat für einen ukrainischen Satellitenstaat. Sein Leben war bestimmt vom Kampf um die Unabhängigkeit der Ukraine von der Sowjetunion. Er fiel deshalb dem Stalinismus zum Opfer. Am 6. Juni 1919 wurde er verhaftet und nach Bukarest gebracht und verhört, aber nach drei Monaten wieder freigelassen. Er schloss sich daraufhin der Armee der Ukrainischen Volksrepublik an. Dabei war er im Verteidigungsministerium in Kiew für Außenbeziehungen, für alle Militärattachés in den ukrainischen Botschaften im Ausland zuständig.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.