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Jahrestage von Persönlichkeiten:

Kaspar von Hohenems (1573-1640)

Kaspar von Hohenems kam am 1. März 1573 auf Burg Alt-Ems zur Welt. Er war Reichsgraf und entstammte dem Geschlecht der Herren von Ems.

Seine Eltern waren Jakob Hannibal I. von Hohenems (1530-1587) und Hortensia Borromeo (1551-1578), die 1565 in Rom geheiratet hatten. Sein Vater starb, als Kaspar 14 Jahre alt war, woraufhin sich sein Onkel Kardinal Markus Sittikus von Hohenems seines Neffen annahm. Kaspars Bruder Markus Sittikus erlangte als Fürsterzbischof von Salzburg einige Berühmtheit, ebenso sein Sohn Jakob Hannibal II. (1595-1646).

1589 trat Kaspar als Kämmerer in die Dienste von Erzherzog Ferdinand von Tirol.

Am 15. Mai 1592 heiratete er Eleonore Philippine von Welsperg, mit der er 13 Kinder hatte. Am 4. Januar 1614 verstarb seine Gattin im Kindbett. Bereits im März 1614 heiratete Kaspar trotz der Bedenken seiner ältesten Tochter die um die Hälfte jüngere Gräfin Anna Amalia von Sulz, mit der er 2 Kinder hatte.

Zwischen 1607 und 1614 hatte Kaspar das Vogteiamt für Bludenz und Sonnenberg inne. 1613 erwarb er von Karl Ludwig zu Sulz die Herrschaften Vaduz und Schellenberg.

Am 10. September 1640 verstarb Kaspar in Hohenems. Nach seinem Tod begann der Abstieg seines Geschlechts.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

Franz II. von Lothringen (1572-1632)

Franz II. von Lothringen kam am 27. Februar 1572 als ein jüngerer Sohn des Herzogs Karl III. von Lothringen und dessen Frau Claudia von Valois in Nancy zur Welt. Er war Graf von Vaudémont sowie für fünf Tage Herzog von Lothringen und Bar.

Sein Vater ernannte ihn zu seinem Stellvertreter (Generalleutnant), während er selbst 1594 außer Landes war. Im gleichen Jahr wurde er Generalleutnant des französischen Königs in Toul und Verdun. Von September bis Oktober 1606 war er in diplomatischem Auftrag seines Vaters in England.

Franz II. überwarf sich 1621 mit seinem Bruder Heinrich II., der seit 1608 Herzog war. Grund für das Zerwürfnis war Heinrichs Absicht, Lothringen seiner Tochter Nicole zu hinterlassen, obwohl das Testament des Herzogs René II. eine rein männliche Erbfolge vorsah. Nach Verhandlungen wurde die Frage dann dadurch geklärt, dass Nicole mit Karl von Vaudémont verheiratet wurde, Franz ältestem Sohn.

Nachdem Heinrich II. am 31. Juli 1624 gestorben war, wurde die Lage kompliziert. Heinrichs letzte Bestimmungen legten fest, dass Karl von Vaudémont lediglich als Ehemann Nicoles Herzog werden sollte. Im November 1625 jedoch trat Franz von Vaudémont vor die lothringischen Generalstände und beanspruchte das Herzogtum, das ihm am 21. November 1625 zugesprochen wurde. Nachdem er fünf Tage später seine Schulden aus der Staatskasse beglichen hatte, trat er zugunsten des Sohnes zurück, der durch oben erwähnte Entscheidung der Generalstände als männlicher Nachfolger des Vaters, die Rechte der Gattin und Base beiseiteschiebend, Herzog aus eigenem Recht wurde. In seinem Testament führte Franz aus, dass er "niemals Ambitionen gehabt habe, in dieser Welt eine Krone zu tragen". Nach dem Rücktritt zog sich Franz II. auf die Verwaltung der Grafschaft Vaudémont und der Herrschaft Salins zurück. Nach weniger als einem Jahr starb er.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Marcantonio Colonna (1535-1584)

Marcantonio Colonna kam am 26. Februar 1535 in Civita Lavinia zur Welt. Mit 16 wurde er Leutnant und hatte bereits das Kommando über vier Kompanien Infanterie und 200 Reiter. Er kämpfte in den Kriegen in Siena, Lucignano und 1552 in den Albaner Bergen, um seinem Vater Ascanio zu helfen. Am 17. Dezember 1552 enterbte ihn sein Vater wegen Befehlsverweigerung. Marcantonio besetzte daraufhin Marino und die anderen Ländereien seines Vaters. Marcantonio Colonna wurde von Papst Paul IV. (Carafa) des Verbrechens des Hochverrats angeklagt und sein ganzes Vermögen eingezogen. Von Papst Pius IV. aus Rom verbannt trat er in spanische Dienste und leitete unter Albas Oberbefehl 1556 die Operationen gegen den Kirchenstaat. Am 4. Mai 1556 erfolgte seine große Exkommunikation, mit ewiger Verwirkung von Waren, Gütern und Ehren. Als Papst Paul IV. im Jahre 1559 verstarb, bemühte sich Marcantonio Collona, alle seine Güter zurückzugewinnen. Marcantonio Colonna war so erfolgreich, dass man ihn nach Rom zurückrief. Papst Pius V. vertraute ihm 1571 die gegen die Türken ausgerüstete Expedition an, welche sich mit der spanischen unter Juan de Austria vereinigte. Er half den Sieg bei der Seeschlacht von Lepanto zu erfechten und erhielt dafür nach seiner Rückkehr einen in altrömischer Weise gefeierten Triumph. Daraufhin verwaltete er Sizilien als spanischer Vizekönig. Während er in Sizilien regierte, verliebte er sich in die verheiratete Baronin Eufrosia Siracusa Valdaura, Ehefrau von Calcerano Corbera. Er ließ ihren Ehemann und ihren Schwiegervater ermorden.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Franz de Paula von Liechtenstein (1802-1887)

Franz de Paula Prinz von und zu Liechtenstein kam am 25. Februar 1802 in Wien zur Welt. Er begründete eine Seitenlinie des Fürstenhauses, welche mit seinem Urenkel Franz Josef II. 1938 in Liechtenstein zur Regierung kam.

Franz de Paula trat 1821 als Leutnant in das österreichische Chevaulegers-Regiment Nr. 1 ein. Seit 1824 war er Oberleutnant im Ulanen-Regiment Nr. 3, 1825 Rittmeister im Ulanen-Regiment Nr. 2. Von 1828 bis 1830 diente er als Eskadronen-Kommandant wieder im Ulanen-Regiment Nr. 3. Ab 1832 versah er seinen Dienst in verschiedenen Husarenregimentern und rückte 1836 zum Oberst auf. Im Revolutionsjahr 1848 nahm er als Brigadier im Reservekorps Welden an den Einsätzen in Italien teil.

Im Oktober 1848 wechselte er in die Armee des Fürsten Alfred I. zu Windisch-Graetz und beteiligte sich als Divisionär an der Niederschlagung der Aufstände in Ungarn 1849. Er führte in der Schlacht bei Schwechat (30. Oktober 1848) die kaiserliche Kavallerie und wurde noch im Dezember zum Feldmarschallleutnant befördert. Im Winterfeldzug kommandierte er die Kavallerie-Division des Reserve-Korps und nahm an der Schlacht von Hatván (6. April 1849) und an der Ersten Schlacht von Komorn (26. April) teil. Im Sommerfeldzug 1849 befehligte er eine Division im Verband des I. Korps, das von Graf Schlik kommandiert wurde. Er kämpfte am 28. Juni an der Spitze der Brigade Bianchi bei der Belagerung von Raab, am 11. und 14. Juli in der zweiten und dritten Schlacht von Komorn. Nachdem FML von Wohlgemuth zum Militärgouverneur von Siebenbürgen war ernannt worden war, erhielt er das Kommando des IV. Armee-(Reserve)-Korps. Im Gefechte bei Uj-Szegedin (3. August) erzwangen seine Truppen den Theiß-Übergang, zwei Tage später nahm er unter FZM Haynau an der Schlacht bei Szöreg (5. August) teil.

Ab 16. Oktober 1849 führte er des III. Armeekorps als Besatzung in Ungarn. Ebenfalls 1849 wurde er zum Inhaber des Husaren-Regiments Nr. 9. Nach dem Frieden wurde er am 27. November 1859 zum Generalinspektor der Kavallerie-Inspektor (im Amt bis 1866) und zum General der Kavallerie ernannt.

Von 1860 bis 1861 führte er in Ungarn das Landesgeneralkommando. Seit 1861 besaß Prinz Franz ein Mandat im Herrenhaus des österreichischen Reichsrates, zunächst bis 1871 als lebenslang ernanntes Mitglied, seitdem als erbliches Mitglied.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Karl V. von Habsburg (1500-1558)

Karl V. von Habsburg kam am 24. Februar 1500 als Sohn des Philipp I. von Österreich aus dem Haus Habsburg und dessen Gemahlin Johanna I. von Kastilien am Prinzenhof Gent der Burgundischen Niederlande zur Welt. Er war der Begründer der spanischen Linie des "Hauses Österreich", der "Casa de Austria".

Nach dem frühen Tod seines Vaters Philipp I. war Karl ab 1515 Herzog der Burgundischen Niederlande und ab 1516 als Carlos I. der erste König von Spanien, genauer von Kastilien, León und Aragón in Personalunion.

Im Jahr 1519 erbte er das Erzherzogtum Österreich und wurde als Karl V. zum römisch-deutschen König gewählt, nach seiner Krönung 1520 trug er (wie sein ungekrönt gebliebener Großvater Maximilian I. und seine künftigen Nachfolger) zunächst den Titel "erwählter Kaiser des Heiligen Römischen Reiches", Sacrum Romanum Imperium.

Er verfügte über ein Reich "in dem die Sonne nie unterging".

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Karl VII. König von Frankreich (1403-1461)

Karl VII. von Frankreich "der Siegreiche" kam am 22. Februar 1403 in Paris zur Welt. Er war von 1422 bis 1461 König von Frankreich. Er war der fünfte aus der Linie Valois der kapetingischen Dynastie und der erste der so genannten Loire-Könige. Ihm gelang mit der Hilfe Jeanne d'Arcs zunächst die Wende im Hundertjährigen Krieg, bevor er 1453 mit der Vertreibung der Engländer aus Frankreich den endgültigen Sieg errang. Frankreich wandelte sich unter seiner Herrschaft von einem großen Lehensverband zunehmend zum Nationalstaat.

Auf allen Ebenen suchte Karl VII., der ein sehr effizientes Fiskalsystem besaß, die Präsenz seines Einflusses zu intensivieren, gründete dazu u. a. Parlamente in Toulouse, Bordeaux und Grenoble und erließ in seinen letzten zwei Regierungsjahrzehnten viele Gesetze, die nicht nur das Heer, sondern auch die Rechtsprechung und das Finanzsystem reformierten. Fähige Berater wie der Kanzler Guillaume Juvénal des Ursins trugen zu erfolgreichen Entscheidungen des Monarchen bei (Beiname le bien servi, der 'Wohlbediente' im Sinne von 'wohlberaten').

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Max von Thun

Max von Thun kam am 21. Februar 1977 in München zur Welt. Er ist ein österreichischer Schauspieler und Fernsehmoderator. Max ist der Sohn des österreichischen Schauspielers Friedrich von Thun und dessen erster Ehefrau Gabriele "Yella", geborene Bleyler. Seine Schwester Katharina ist die Filmproduzentin Gioia von Thun. Über seine Urgroßtante ist Max von Thun mit Rudolf von Österreich-Ungarn verwandt, den er 2006 in Kronprinz Rudolfs letzte Liebe gespielt hat. Max von Thun war Jurymitglied bei Deutschland sucht den Superstar bei RTL in der Saison 2008/2009. Bereits nach dem ersten Casting stieg er nach einer Meinungsverschiedenheit mit Dieter Bohlen aus und wurde durch den Musikmanager Volker Neumüller ersetzt. Außerdem moderierte von Thun die Musiksendungen Clubmax und Kitchen TV beim Sender MTV. Der Schauspieler ist auch Sänger und Gitarrist der Band "77". Der Bandname ist die Kurzform seines Geburtsjahres.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

Josef Anton Matthias von Perlath (1756-1827)

Josef Anton Matthias von Perlath kam am 20. Februar 1756 als Sohn des Arztes Joachim German Perlath und dessen Gattin Margarete Notburga geb. Kempter in Brixen zur Welt. Er war Jurist, Kommunalpolitiker und Landesverteidiger. Im Jahre 1783 kaufte er das Anwesen "Zum kalten Keller". Am 3. September 1783 wurde er von Fürstbischof Graf Josef Spaur in den Adelstand erhoben, der am 8. Juni 1805 von Kaiser Franz II. bestätigt, bzw. erneuert wurde. Hiezu wurde ihm das Beiwort "zu Kaltenburg", in Anspielung auf seinen Besitz "Kalter Keller", verliehen. Josef Anton Matthias von Perlath, Edler zu Kaltenburg, war von 1785 bis 1825 Magistratsrat. Am 31. Mai 1786 wurde er Bürgermeister von Klausen, ein Amt, das er bis 1. Jänner 1798 und dann wieder vom 1. Oktober 1807 bis 1812 bekleidete. Er zog anno 1800 als Hauptmann zweimal mit seiner Kompanie ins Feld an die nordwestlichen Landesgrenzen. Am 5. Dezember 1809 erstürmte General Philipp von Severoli die Stadt Klausen und drohte, sie wegen des Widerstandes der aufgeregten Landstürmer in Schutt und Asche zu legen. Da warf sich Perlath vor dem General auf die Knie und erbat Schonung der Stadt, die auch gewährt wurde. Diese Szene wurde in einem am 6. September 1908 enthüllten Denkmal an der Außenwand der Klausener Pfarrkirche verewigt.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.

Karl III. von Lothringen (1543-1608)

Karl III. von Lothringen kam 18. Februar 1543 in Nancy zur Welt. Nach den Tod seines Vaters im Jahr 1545 wurde er Herzog von Lothringen und Mercoeur. Da er noch nicht volljährig war, übernahm seine Mutter die Regentschaft für ihn. Seine Mutter Christina verfolgte - bedingt durch ihre Verwandtschaft mit den Habsburgern - eine Spanien-freundliche Politik und konnte sich damit lange Zeit gegenüber dem französischen Königshaus behaupten. Die Regentschaft Karls III. gilt in der Geschichte Lothringens als besonders fortschrittlich und wirtschaftlich erfolgreich. Neben territorialen Zugewinnen wie Bitche, Phalsbourg und Marsal, die er verbuchen konnte, reformierte er während seiner Regierungszeit das Justiz- und Finanzwesen seines Herzogtums und unterstützte die Wissenschaften (Gründung der Universität Pont-à-Mousson) sowie die Kunst. Er führte damit die bereits von seiner Mutter begonnene Innenpolitik weiter fort.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.