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Jahrestage von Persönlichkeiten:

Franz Ferdinand von Österreich-Este (1864-1914)

Franz Ferdinand von Österreich-Este wurde am 18. Dezember 1863 in Graz geboren. Er war österreichischer Erzherzog und seit 1896 Thronfolger von Österreich-Ungarn aus dem Haus Habsburg-Lothringen. Beim Attentat von Sarajevo wurden er und seine Frau Sophie Herzogin von Hohenberg von dem serbischen Nationalisten Gavrilo Princip ermordet.

Die Tat löste die Julikrise aus, die zum Ersten Weltkrieg führte. Im Rahmen von Manöverbesuchen hielten sich Franz Ferdinand und seine Frau im Juni 1914 in Bosnien-Herzegowina auf. Am 28. Juni 1914 statteten sie dessen Hauptstadt Sarajevo einen offiziellen Besuch ab. Die Untergrundorganisation "Mlada Bosna" plante mit Hilfe von Mitgliedern der serbischen Geheimorganisation "Schwarze Hand" zu diesem Anlass ein Attentat. Nach einem zunächst fehlschlagenden Attentat mit einer Handgranate tötete der 19-jährige Schüler Gavrilo Princip bald danach den Erzherzog und seine Frau mit zwei Pistolenschüssen, wobei der Thronfolger an der Halsvene und der Luftröhre getroffen wurde, kurz darauf das Bewusstsein verlor und verblutete.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Carl Josef Maria Traut (1874-1934)

Carl Josef Maria Traut wurde am 16. Dezember 1874 in Bozen, Südtirol geboren, wo er die ersten zwanzig Jahre seines Lebens verbrachte.

Von 1895 bis 1912 lebte Carl in Innsbruck, wo er nach Ableistung seines Wehrdienstes beim K. K. Landschützen-Regiment Innsbruck, als Exportkaufmann für Branntwein, Essig und Wein tätig war. Er hatte freundschaftliche Kontakte zum Maler Artur Nikodem (1870-1940), zu den Dichtern und Schriftstellern Toni Renk (1871-1906) und Bruder Willram (1870-1939). Durch seinen Bruder Anton Traut, der mit Georg Trakl verkehrte, hatte er Zugang zum "Brenner"-Tisch im Cafe Maximilian um Ludwig von Ficker (1880-1967), wo er u.a. Arthur von Wallpach (1866-1946), Carl Dallagio (1869-1949), Karl Röck (1883-1954) und Joseph Georg Oberkofler (1889-1962) kennenlernte. Zu seinen Freunden zählte u.a. die Maler Albin Egger-Lienz (1868-1926), Josef Telfner (1874-1948), Karl Hofer (1888-1979), Alexander Koester (1864-1932), Hans Piffrader (1888-1950), Tony Grubhofer (1865-1935) und Thomas Riss (1871-1959).

Carl Josef Maria Traut erwarb im Jahre 1912 die Ruine Schloss Branzoll in Klausen, Südtirol und begann im selben Jahr mit der Renovierung des Schlosses. Als er 1913 seinen ständigen Wohnsitz nach Klausen verlegte, wurde Schloss Branzoll bis 1929 und später dann der Ansitz Sunnegg am Kranewittberg bei Brixen zum Treffpunkt von Schriftstellern, Bildenden Künstlern und Musikern des deutschen Sprachraumes.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk

Joseph I. Adam von Schwarzenberg (1722-1782)

Joseph I. Adam von Schwarzenberg wurde am 15. Dezember 1722 als Sohn des Ferdinand Wilhelm Eusebius Fürst zu Schwarzenberg und dessen Gemahlin Maria Anna Gräfin von Sulz geboren. Bereits im Alter von zehn Jahren tritt er nominell die Nachfolge seines Vaters an und wird als 4. Fürst aus dem Haus Schwarzenberg der Ritterschaft des Ordens vom Goldenen Vlies teilhaftig.

Am 5. Dezember 1746 erhält er für Böhmen und am 8. Dezember 1746 für das Heilige Römische Reich deutscher Nation das Fürstendiplom dahingehend erweitert, dass alle ehelichen männlichen wie weiblichen Nachkommen den Titel "Fürst" bzw. "Fürstin" führen dürfen und wird damit in den Reichsfürstenstand und den Stand eines böhmischen Fürsten erhoben. 1767 kaufte Joseph I. Adam von Schwarzenberg die Herrschaft Neuschloß. Er verstarb am 17. Februar 1782 im Alter von 59 Jahren in Wien.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Maria Elisabeth von Österreich (1680-1741)

Maria Elisabetha Leopoldina Augusta Ferdinanda von Österreich wurde am 13. Dezember 1680 als Tochter des Kaiser Leopolds I. und dessen dritter Gemahlin Eleonore Magdalene von Pfalz-Neuburg in Linz geboren. Die 44-jährige unverheiratete Erzherzogin wurde von ihrem Bruder Kaiser Karl VI. als Statthalterin der Österreichischen Niederlande eingesetzt. Das Land stellte ihr großzügige Gelder zur Verfügung, was ihr eine reiche Hofhaltung und die Förderung des Musiklebens in Brüssel ermöglichte. Bei ihren Untertanen war die volksnahe Landesmutter wegen ihrer Frömmigkeit sowie Fürsorge für Notleidende und Kranke sehr beliebt. Sie besuchte religiöse Festlichkeiten und nahm an Wallfahrten teil. Jährlich wusch sie am Gründonnerstag zwölf armen, alten Frauen die Füße, bewirtete sie und stattete sie mit neuer Kleidung aus. Außerdem hob sie das Brüsseler Musikleben. Sie förderte u. a. Jean-Joseph Fiocco, der als Chormeister ihrer Hofkapelle in Brüssel fungierte und ihr zwischen 1726 und 1738 mehrere Oratorien widmete.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Nikolaus II. von Lothringen (1609-1670)

Nikolaus Franz von Vaudémont (Nikolaus II. von Lothringen) kam am 6. Dezember 1609 als Sohn von Herzog Franz II. und der Christine von Salm zur Welt. Als jüngerer Sohn für den Kirchendienst vorgesehen, wurde er 1624 Bischof und zwei Jahre später bereits Kardinal. Er wurde für kurze Zeit Herzog von Lothringen und Bar.

Nikolaus Franz erhielt von Karl die Erlaubnis, seine Kusine Claudia von Lothringen (die Schwester seiner Schwägerin) heiraten zu dürfen. So sollte das Land auf jeden Fall in der Familie bleiben und die Gefahr der Begründung französischer Ansprüche auf Lothringen durch die Verheiratung Claudias mit einem königlichen Prinzen gebannt werden. Als Bischof erteilte er sich selbst Dispens zur Heirat, informierte den Papst über die Gründe für seinen Rücktritt von den kirchlichen Ämtern und heiratete am 17. Februar 1634 - gegen den Willen des französischen Königs. Aus dieser Ehe stammen vier Kinder. Nikolaus Franz trat nach dem Tod seiner Gemahlin 1648 wieder in den geistlichen Stand ein.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

Maximilian Joseph in Bayern (1808-1888)

Herzog Maximilian Joseph in Bayern, Rufname "Max", wurde am 4. Dezember 1808 in Bamberg geboren. Er stammte aus der Linie der Herzöge in Bayern des Hauses Wittelsbach und war einer der bedeutendsten Förderer der bayerischen Volksmusik im 19. Jahrhundert. Nach dem Tod seines Großvaters war Max Joseph ein reicher Mann und konnte sich fast alles leisten. So ließ er sich von 1828 bis 1831 in München ein prunkvolles Palais nach einem Entwurf von Leo von Klenze erbauen, das Herzog-Max-Palais, in welchem es nicht nur ein Singcafé (Café-chantant, bayr. "Brettl") mit einem äußerst freizügig gestalteten 44 m langen Fries gab, sondern auch eine kleine Zirkusarena. Hier führte der begeisterte Reiter seinen Gästen Kunststücke vor oder verkleidete sich als Clown, um die Zuschauer zu verulken. Wie auch später seine Tochter Sissi (Kaiserin Elisabeth von Österreich), machte er ausgedehnte Reisen, wobei ihn besonders die Länder im Mittelmeerraum faszinierten. 1834 erwarb er Schloss Possenhofen und 1838 das Wasserschloss Unterwittelsbach. Ferner gehörte ihm das Kloster Banz, während seine Frau Ludovika von ihrem Vater das Kloster Tegernsee mit dem Wildbad Kreuth erbte.

Seine Genealogie wird im Stammbaum-Netzwerk und bei Adelsgeschlechter dargestellt.

Eduard Oskar Ulmer (1899-1970)

Eduard Oskar Ulmer kam am 30. November 1899 in Dornbirn zur Welt. Er war ein Vorarlberger Landespolitiker der ÖVP. Für diese war er Abgeordneter zum Vorarlberger Landtag, ab 1945 Landesrat in der Vorarlberger Landesregierung und von 1959 bis 1963 Landesstatthalter Vorarlbergs. Seine politische Karriere startete Ulmer in seiner Heimatstadt Dornbirn, in der er als Leiter der Vorarlberger Verlagsanstalt tätig war. Von 1929 bis 1938 war er zunächst für die Christlichsoziale Partei und anschließend für die ÖVP Stadtrat in Dornbirn. Während der Zeit des Austrofaschismus leitete Ulmer die Vorarlberger Landesorganisation der Vaterländischen Front, einer Einheitsorganisation des Ständestaates. Als nach der Wiedererlangung der Vorarlberger Souveränität durch die Befreiung Österreichs im Jahr 1945 eine provisorische Landesregierung in Form des Vorarlberger Landesausschußes eingesetzt wurde, wurde Eduard Oskar Ulmer von Ulrich Ilg als Mitglied mit dem Zuständigkeitsbereich Wirtschaft in den Landesausschuß berufen. Auch in den späteren Landesregierungen unter Ilg wurde Ulmer stets mit dem Ressort Wirtschaft betraut. Im Jahr 1959 wurde Ulmer in der Landesregierung Ilg IV sogar zum Landesstatthalter ernannt. In diesem Amt unterstanden ihm letztlich die Ressorts Wirtschaft und Straßenbau.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk.