Friedrich II. von der Pfalz (1482-1556)

Friedrich II. von der Pfalz, mit Beinamen "der Weise", wurde am 9. Dezember 1482 als Sohn des Kurfürsten Philipp von der Pfalz und der Margarete von Bayern auf Burg Winzingen geboren.

Er wuchs in Heidelberg auf und wurde 1501 nach dem Tod seiner Mutter zur Kavaliersausbildung an den habsburgisch-burgundischen Hof in den Niederlanden zu Philipp dem Schönen geschickt. Mit diesem bereiste er Frankreich und Spanien, bis ihn der Vater 1504 wegen des Landshuter Erbfolgekriegs zurückrief. Nach dem Friedensschluss stellte er sich in den Dienst des Habsburger Kaiserhauses.

Nach dem Tod seines Vaters war er Regent der Oberpfalz. In dieser Funktion verlegte er den Regierungssitz von Amberg nach Neumarkt. Dort ließ er das 1520 abgebrannte Schloss im Renaissance-Stil neu errichten. 1543 zog die Regierung wieder zurück nach Amberg, wo Friedrich II. in den folgenden Jahren die kurfürstliche Regierungskanzlei errichten ließ.

Nach einer Zeit als Feldherr von Ferdinand I. von Habsburg und verschiedener diplomatischer Aufgaben in Rom, Madrid und Paris wurde er am 16. März 1544 Pfalzgraf bei Rhein sowie Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation. Er führte, nachdem sich seine Untertanen im Dezember 1545 zum neuen Glauben bekannt hatten, die Reformation erst 1546 unter Vorbereitung durch Paulus Fagius offiziell in der Kurpfalz ein und wurde deshalb 1546 vom Kaiser geächtet. Daraufhin unterwarf er sich dem Kaiser völlig und rettete damit seinem Haus Besitzungen und Kurwürde. Mit Billigung von Papst Julius III. hob er nach 1551 mehrere Klöster in seinem Land auf und nutzte das Klostergut zur Förderung der Universität Heidelberg.

Friedrich II. von der Pfalz verstarb am 26. Februar 1556 im Alter von 73 Jahren.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

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