Josef "Ludwig" Vallaster (1908-1981)

Josef "Ludwig" Vallaster wurde am 2. Jänner 1908 als Sohn des Josef und der Katharina Aloisia Vallaster in St. Gallenkirch, Galgenuel geboren.

Der Bergbauernbub aus dem Montafon war ein Phänomen. Er war Alpmeister und Bergführer und während der Wintermonate Skilehrer. Ab 1939 war er Postmeister in Gargellen. Nach den heil überstandenen kriegsbedingten Konfusionen wieder in Amt und Würden im geliebten Gargellen, startete er seine heimatkundliche schriftstellerische Tätigkeit.

Josef "Ludwig" Vallaster zählt zu den bedeutendsten Heimatforschern, die das Montafon im 20. Jahrhundert erleben durfte. Der hochbegabte Postmeister aus Gargellen, der nach dem Zweiten Weltkrieg wieder im "Posthüsli" regierte, hielt zahllose heimatkundliche Vorträge, veröffentlichte ebenso ungezählte Artikel vor allem im Rahmen des Montafoner Arbeitskreis - den der Schrunser Richard Beitl, Dichter und Professor für Volkskunde in Berlin, 1953 gegründet hatte - und später im Montafoner Heimatbuch. Eine Besonderheit sind zweifellos seine Montafoner Familienbücher, welche etwa 15.000 Familien mit rund 60.000 Personen aus 241 Geschlechtern verzeichnet.

Ludwig Vallaster wurde mit der österreichischen Verdienstmedallle in Silber ausgezeichnet; und mit einer olympischen Medaille: Die erhielt er für seine Dolmetscherdienste während der olympischen Winterspiele 1964 in Innsbruck, wo er im "Olympia-Postamt" seines Amtes gewaltet hatte.

Josef "Ludwig" Vallaster verstarb am 7. Dezember 1981 im Alter von 73 Jahren.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk.

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