Karl Ritter Heidler von Egeregg (1809-1887)

Karl Heidler wurde am 23. Dezember 1809 als Sohn des Kürschnermeisters Joseph Anton Heidler und der Anna geb. Starck (1788-1854) in Falkenau an der Eger geboren. Er war Professor für Medizin an der Josefs-Akademie in Wien und organisierte als Generalstabsarzt das österreichische Militär-Sanitätswesen.

Ab November 1840 erhielt er nach abgelegter Prüfung das Lehrfach der praktischen Medizin und am 2. März 1844 die Professur der praktischen Medizin und damit verbunden den Titel eines K.u.k. Hofrats und die Beförderung zum Stabsarzt. Nach Auflösung der Josefs-Akademie 1848/1849 wurde er Mitglied der neu gebildeten permanenten Feld-Sanitäts-Kommission und Inspekteur der Militär-Medikamenten-Riege. Im selben Jahr versah er das Lehramt der theoretischen Medizin an der Wiener Hochschule und führte zugleich die feldärztliche Direktion in Niederösterreich.

Nach der Leitung des Sanitätswesens während der Verwundetentransporte von den ungarischen Kriegsschauplätzen (Ungarische Revolution 1848/1849) wurde er von Kaiser Franz Joseph I. für "seine aufopfernde Dienstleistung belobigt". Am 2. Dezember 1851 wurde er zum Vizedirektor des neuen K.u.k. feldärztlichen Instituts in Wien berufen, und ab 1. Juni 1853 zum leitenden Direktor daselbst. Danach folgte am 1. Oktober 1854 seine Berufung zum Studiendirektor der wiedereröffneten Josefs-Militärakademie. 1. September 1855 Ernennung zum Oberstabsarzt 1. Klasse und am 1. Februar 1856 zum Präsidenten des neuen Militär-Sanitäts-Komitees.

Am 9. September 1856 erfolgte die Standeserhöhung als Ritter Heidler von Egeregg in den erblichen Ritterstand nach den Statuten des Eisernen Kronenordens mit dem Prädikat von Egeregg, sowie die Verleihung des Familienwappens.

1867 wurde er, unter Belassung als Studiendirektor der Josefs-Akademie zum Generalstabsarzt befördert und 1875 auf eigenes Ansuchen in den Ruhestand versetzt. Er verstarb am 5. April 1887 in Wien.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

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