Ernst von Bayern (1554-1612)

Ernst von Bayern wurde am 17. Dezember 1554 als Sohn des Herzogs Albrecht V. von Bayern und dessen Frau Anna Erzherzogin von Österreich in München geboren. Obwohl es in seiner Jugend Skandale gab, galt er im katholischen Lager als geeignet, um sich dem Vordringen des Protestantismus entgegenzustellen, den katholischen Einfluss in den Gremien des Heiligen Römischen Reiches zu sichern und zu stärken. Daneben ging es dem Haus Wittelsbach auch darum, die eigene Macht auszubauen.

Er war Fürstbischof von Freising, Hildesheim, Lüttich, Münster, Fürstabt der Reichsabtei Stablo-Malmedy und von 1583 bis 1612 Kurfürst und Erzbischof von Köln. Ernst wurde unmittelbar nach der Wahl vom Papst bestätigt, obwohl das Konzil von Trient eine derartige Ämterhäufung strikt untersagt hatte.

Ernst von Bayern war Mathematik, Astronomie, Astrologie und Alchemie zugetan und hat die Malerei und die Musik gefördert. Seine eigene Lebensführung entsprach kaum dem strengen Ideal der Gegenreformation. Zeiten leidenschaftlichen Ungestüms wechselten mit schlaffer Trägheit ab. Er war unfähig, seine privaten Vorlieben zu zügeln. Zu einem ausschweifenden Lebenswandel gehörte die Neigung zu gutem Essen, zur Jagd und zu Liebesaffären. Ernst lebte mit Gertrud von Plettenberg zusammen, für die er in seiner Arnsberger (Neben-)Residenz das Palais Landsberger Hof errichten ließ. Im Jahr 1595 zog er ihretwegen ganz nach Arnsberg.

Ernst starb am 17. Februar 1612 in Arnsberg; beigesetzt wurde er vor der Dreikönigenkapelle im Inneren des Kölner Doms.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

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