Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha (1844-1900)

Alfred von Sachsen-Coburg und Gotha - vollständig HRH Prince Alfred Ernest Albert, Duke of Edinburgh, Earl of Ulster, Earl of Kent, im Familienkreis auch "Affie" genannt - wurde am 6. August 1844 auf Windsor Castle geboren. Er war der zweite Sohn der britischen Königin Victoria und ihres Gemahls Albert von Sachsen-Coburg und Gotha. Damit war er ein Bruder des britischen Königs Eduard VII. sowie der deutschen Kaiserin Victoria und in der Folge mütterlicherseits auch ein Onkel Wilhelms II.

Nach seiner Karriere in der Royal Navy war er ab 1893 regierender Herzog des deutschen Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha. Am 24. Mai 1866 wurde Alfred von seiner Mutter zum Duke of Edinburgh ernannt und erhielt vom Parlament eine jährliche Apanage von 15.000 Pfund Sterling. Weiterhin erhielt er einen Sitz im Oberhaus (House of Lords).

Am 23. Januar 1874 heiratete Alfred die russische Großfürstin Maria Alexandrowna (1853-1920). Diese Verbindung stand von Anfang an unter keinem guten Stern und es sollte sechs Jahre dauern, bis sie überhaupt zustande kam. Maria war die einzige überlebende Tochter des russischen Zaren Alexander II. und der Zarin Marie. Keine Seite war von dieser Verbindung begeistert. Dem Zarenpaar fiel es schwer, seine einzige Tochter wegzugeben, und die Queen hegte - vor allem seit dem Krimkrieg - eine tiefe Abneigung gegen die Romanows. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder hervor.

Herzog Alfred starb am 30. Juli 1900 auf seiner Sommerresidenz Schloss Rosenau bei Coburg.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

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