Moritz von Liechtenstein (1775-1819)

Moritz Joseph Johann Baptist von Liechtenstein wurde am 21. Juli 1775 als Sohn des Fürsten Karl von Liechtenstein (1730-1789) und seiner Frau Marie Eleonore von Oettingen-Spielberg (1745-1812) in Wien geboren.

Moritz schlug wie sein Vater eine militärische Laufbahn ein. Hier wurden ihm Tapferkeit, aber auch ein gewisser Grad von Unbesonnenheit und ein etwas wildes Temperament nachgesagt. Zu Beginn des Zweiten Koalitionskrieges wurde Moritz von Liechtenstein 1799 zum Oberst befördert und kommandierte von 1799 bis Anfang 1805 das Ulanen-Regiment Nr. 2 "Fürst von Schwarzenberg". Mit dieser Einheit nahm er erfolgreich an folgenden Kämpfen teil: der Schlacht bei Stockach (25. März 1799), der Ersten Schlacht bei Zürich (4. - 7. Juni 1799), der Erstürmung der Neckarauer Schanze von Mannheim (18. September 1799), dem Gefecht bei Heidelberg (16. Oktober 1799), der Schlacht bei Meßkirch (5. Mai 1800) sowie dem Rückzugsgefecht bei Lambach (19. Dezember 1800). Hier wurde er von dem Husar Loevenbruck des 5e régiment de hussards überwältigt und gefangen genommen.

Für seine talentierte Führung des Regiments in diesen Feldzügen wurde er am 18. August 1801 mit dem Ritterkreuz des Maria-Theresien-Ordens ausgezeichnet.

Bei Ausbruch des Dritten Koalitionskrieges von 1805 wurde er zum Generalmajor befördert und nahm an der Schlacht bei Austerlitz (2. Dezember 1805) teil, wo er die 2. gemischte Kavallerie-Brigade (8 Eskadronen österreichische sowie 10 Eskadronen russische Husaren) im russisch-österreichischen Korps des Generals Buxhoeveden kommandierte.

Im Jahr 1809 wurde er zum Feldmarschallleutnant befördert und zum Inhaber des Kürassier-Regiments Nr. 6 ernannt, der er bis zu seinem Tode blieb.

Während der Befreiungskriege von 1813 bis 1815 kommandierte Fürst Moritz von Liechtenstein eine Leichte Division (4 Bataillone und 16 Eskadronen mit 12 Geschützen, insgesamt 5.000 Mann), und nahm mit dieser an der Schlacht um Dresden (26. - 27. August 1813), der Völkerschlacht bei Leipzig (16. - 19. Oktober 1813) sowie dem Feldzug der Verbündeten in Frankreich 1814 teil. An das Gefecht dieser Einheit in der Völkerschlacht am 16. Oktober 1813, bei dem das Dorf Kleinzschocher erobert und der Fürst verwundet wurde, erinnert der Apelstein Nr. 26 in Leipzig-Plagwitz.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

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