Georg von Sachsen (1893-1943)

Friedrich August "Georg" Ferdinand Albert Carl Anton Paul Marcellus von Sachsen (Georg von Sachsen SJ) wurde am 15. Januar 1893 als erstes Kind des Prinzen Friedrich August von Sachsen, des späteren Königs Friedrich August III., und dessen Ehefrau Luise von Sachsen, geborene Erzherzogin von Österreich-Toskana, im Taschenbergpalais des Residenzschlosses Dresden geboren.

Mit der Thronbesteigung seines Vaters im Jahr 1904 wurde Georg im Alter von elf Jahren Kronprinz. Parallel zum Unterricht erhielt er eine vormilitärische Erziehung durch den späteren Generalmajor Georg O’Byrn, der ihn umfassend auf seine spätere Militärkarriere vorbereitete. Er diente später als Offizier in der Sächsischen Armee, zuletzt im Range eines Oberstleutnants.

Nach dem Zusammenbruch der Monarchie in Deutschland 1918 und den Abdankungen des Kaisers und der Bundesfürsten wurde Georg römisch-katholischer Priester. 1925 trat er in die Gesellschaft Jesu ein.

Er setzte sich bis zu seinem Tode für die Ökumene ein und hielt zahlreiche Predigten. Während der Zeit des Nationalsozialismus widmete er sich als missliebiger Angehöriger eines ehemaligen Königshauses verstärkt der Beratertätigkeit. Darüber hinaus war er im Berliner Una-Sancta-Kreis, einem ökumenischen Gesprächs- und Widerstandskreis, tätig und mit Persönlichkeiten des Kreisauer Kreises sowie des Attentats vom 20. Juli 1944 bekannt.

Im Mai 1943 erlitt Pater Georg während des Schwimmens im Groß Glienicker See bei Berlin einen Herzanfall, an dessen Folgen er im Alter von 50 Jahren starb.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

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