Franz Wilhelm Rudolf von Hohenems (1686-1756)

Franz Wilhelm Rudolf von Hohenems wurde am 10. Dezember 1686 als Sohn des Jakob Hannibal III. von Hohenems und dessen Gemahlin Anna Amalia geb. Schauenstein in Vaduz geboren.

Im Alter von 21 Jahren trat er 1707 als Rittmeister beim Kürassier-Regiment des Grafen Falkenstein ins kaiserliche Heer ein. 1708 kam sein Regiment in der Schlacht bei Oudenaarde zum Einsatz und nahm an der Belagerung von Lille teil. Im folgenden Jahr kämpfte er vor Tournai und in der Schlacht von Malplaquet mit. Im Jänner 1710 wurde er Generaladjutant des Prinzen Eugen von Savoyen. Im Januar 1715 wurde der Graf zum Oberstleutnant des Kürassierregiments Falkenstein befördert. Als 1716 ein weiterer Krieg gegen die Türken ausbrach, fungierte Graf Franz Rudolf wieder im Generalstab des Prinzen Eugen. Anlässlich der im September 1723 in Prag vollzogenen Krönung Karl VI. zum König von Böhmen wurde Graf Franz Rudolph zum k. k. Kämmerer bestimmt und erhielt am 1. Oktober 1723 seine Rangerhöhung zum Oberst.

Graf Franz Wilhelm Rudolf von Hohenems ließ während seines Leben hauptsächlich in Bistrau eine Reihe von Bauten errichten. So ließ er dort 1722-1726 die monumentale Kirche des Hl. Johannes des Täufers bauen und die Patronatskirche des Hl. Georg in Pomezí anschließend erweitern und verschönern. Auch das alte Schloss der Kolowrat in Bistrau, das den Ansprüchen des Reichsgrafen nicht mehr entsprach, ließ er in den dreißiger Jahren umbauen und erweitern. Das dritte größere Bauvorhaben waren die Gebäude des Kurbades "Goldbrünnel" (in der Nähe von Bistrau), das von Mineralquellen gespeist wurde.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

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