Peter Michael Vigil von Thun und Hohenstein (1724-1800)

Peter Michael Vigil von Thun und Hohenstein (* 13. Dezember 1724 in Trient; + 17. Januar 1800 auf Castel Thun) war von 1776 bis 1800 Fürstbischof von Trient.

1739 wurde er Domherr in Trient. 1743, nach dem Tod seines Onkels Johann Michael Wenzel von Spaur, des Weihbischofs von Trient, folgte er diesem als Archidiakon. In Salzburg wurde er 1743 Domkapitular, 1775 Domdekan und war zeitweise Konsistorialpräsident. Die Priesterweihe erhielt er am 24. Mai 1755. Thun und Hohenstein unterlag 1763 trotz kaiserlicher Unterstützung, Cristoforo Sizzo de Noris bei der Wahl zum Trienter Bischof. Nach dessen Tod wurde er am 28. Mai 1776 einstimmig zum Nachfolger gewählt. Die päpstliche Bestätigung erfolgte am 16. September und die Bischofsweihe durch Andrea Minucci, Bischof von Feltre, am 30. November 1776.

Thun von Hohenstein hielt sich häufig in Salzburg auf und zeigte, im Gegensatz zu seinem Vorgänger, wenig Interesse an der Seelsorge. Auch Visitationen seiner Diözese wurden nur selten durchgeführt. Als in den Koalitionskriegen 1796 österreichisch Truppen durch das Hochstift zogen, floh Thun heimlich zu seinem Bruder Thomas Johann nach Passau. Während der französischen Besatzung wurde das Hochstift vom Domdekan und zwei Domkapitularen geleitet. Nach dem französischen Rückzug verwaltete ein österreichischer Kriegsrat, später ein Zivilrat das Hochstift. Thun erhielt zum Ausgleich eine Jahresrente von 18.000 Gulden. Nach seiner Rückkehr aus Passau residierte er nicht mehr in Trient, sondern auf dem Familienschloss im Val di Non, wo er am 17. Januar 1800 starb. Er wurde im Dom von Trient bestattet.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

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