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Heiliger Gebhard (949-995)

Gebhard II. von Bregenz, auch Gebhard von Konstanz genannt, wurde am 7. August 949 als Sohn des Grafen Ulrich VI. von Bregenz und dessen Gemahlin Dietburga von Sulmetingen in der Bregenzer Oberstadt geboren. Er kam durch einen Kaiserschnitt zur Welt - seine Mutter starb unmittelbar vor seiner Geburt.

Gebhard wurde in der Domschule von Konstanz erzogen, von seinem Onkel Konrad zum Priester geweiht und 979 von Kaiser Otto II., zu dem er enge Beziehungen pflegte und dem er als geistliche Berater diente, zum Bischof von Konstanz, der damals größten deutschen Diözese, ernannt und im Mainzer Dom geweiht. 980 besuchte Otto II. ihn in Kostanz, 988 und 994 auch Otto III., dessen Patenonkel Gebhard war.

Als zweiter Nachfolger von Konrad von Konstanz setzte Gebhard dessen Reformarbeit fort, die Mönche mussten ein strengeres Leben führen. Er reiste unermüdlich, besuchte Klöster, weihte Kirchen und gründete 983 das Benediktinerkloster Petershausen als erstes bischöfliches Eigenkloster; für sein Kloster brachte er eine Kopf-Reliquie von Gregor dem Großen nach Konstanz. Er soll einen auf allen Vieren kriechenden Lahmen geheilt haben, indem er ihn an seinem Stab aufrichtete. Schon bald nach seinem Tod (995) verehrte man ihn als Heiligen. Bischof Ulrich II. von Konstanz sanktionierte diese Verehrung 1134 mit der "feierlichen Erhobung seiner Gebeine" , was einer Heiligsprechung gleichkam. Das Bistum Konstanz hatte damit nach Konrad (1123 heiliggesprochen) und dem Katakombenheiligen Pelagius seinen dritten "Hausheiligen".

Gebhard wurde in dem von ihm gegründeten Kloster Petershausen beigesetzt. Seine Reliquien wurden jedoch 1530 von Bilderstürmern in den Rhein geworfen.

Ab 1670 sind Wallfahrten auf den Gebhardsberg bei Bregenz dokumentiert. 1723 wurde die dortige Kapelle St. Gebhard geweiht. 1821 wurde dort eine Armreliquie aus dem aufgehobenen Kloster Petershausen untergebracht.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie wird im Stammbaum-Netzwerk und bei Adelsgeschlechter dargestellt.