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Maria Elisabeth von Österreich (1680-1741)

Maria Elisabetha Leopoldina Augusta Ferdinanda von Österreich wurde am 13. Dezember 1680 in Linz geboren. Sie war eine Tochter Kaiser Leopolds I. und dessen dritter Gemahlin Eleonore Magdalene von Pfalz-Neuburg.

Die 44-jährige unverheiratete Erzherzogin wurde von ihrem Bruder Kaiser Karl VI. als Statthalterin der Österreichischen Niederlande eingesetzt. Das Land stellte ihr großzügige Gelder zur Verfügung, was ihr eine reiche Hofhaltung und die Förderung des Musiklebens in Brüssel ermöglichte.

Bei ihren Untertanen war die volksnahe Landesmutter wegen ihrer Frömmigkeit sowie Fürsorge für Notleidende und Kranke sehr beliebt. Sie besuchte religiöse Festlichkeiten und nahm an Wallfahrten teil. Jährlich wusch sie am Gründonnerstag zwölf armen, alten Frauen die Füße, bewirtete sie und stattete sie mit neuer Kleidung aus. Außerdem hob sie das Brüsseler Musikleben. Sie förderte u. a. Jean-Joseph Fiocco, der als Chormeister ihrer Hofkapelle in Brüssel fungierte und ihr zwischen 1726 und 1738 mehrere Oratorien widmete.

Als sie 60-jährig im Schloss Marienmont bei Morlanwelz in der Grafschaft Hennegau starb, wurde sie vorerst in Brüssel beigesetzt, 1749 jedoch nach Wien überführt. Sie liegt in der Kapuzinergruft neben ihrem Vater Kaiser Leopold I. (1640-1705) und ihrer Nichte Maria Anna begraben.

Quelle: Wikipedia

Ihre Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.