Eduard Oskar Ulmer (1899-1970)

Eduard Oskar Ulmer kam am 30. November 1899 in Dornbirn zur Welt. Er war ein Vorarlberger Landespolitiker der ÖVP. Für diese war er Abgeordneter zum Vorarlberger Landtag, ab 1945 Landesrat in der Vorarlberger Landesregierung und von 1959 bis 1963 Landesstatthalter Vorarlbergs.

Seine politische Karriere startete Ulmer in seiner Heimatstadt Dornbirn, in der er als Leiter der Vorarlberger Verlagsanstalt tätig war. Von 1929 bis 1938 war er zunächst für die Christlichsoziale Partei und anschließend für die ÖVP Stadtrat in Dornbirn. Während der Zeit des Austrofaschismus leitete Ulmer die Vorarlberger Landesorganisation der Vaterländischen Front, einer Einheitsorganisation des Ständestaates.

Als nach der Wiedererlangung der Vorarlberger Souveränität durch die Befreiung Österreichs im Jahr 1945 eine provisorische Landesregierung in Form des Vorarlberger Landesausschußes eingesetzt wurde, wurde Eduard Oskar Ulmer von Ulrich Ilg als Mitglied mit dem Zuständigkeitsbereich Wirtschaft in den Landesausschuß berufen. Auch in den späteren Landesregierungen unter Ilg wurde Ulmer stets mit dem Ressort Wirtschaft betraut. Im Jahr 1959 wurde Ulmer in der Landesregierung Ilg IV sogar zum Landesstatthalter ernannt. In diesem Amt unterstanden ihm letztlich die Ressorts Wirtschaft und Straßenbau. Am 31. Dezember 1963 trat Ulmer aufgrund von gesundheitlichen Problemen von seinen Regierungsfunktionen zurück. Sein Nachfolger als Landesstatthalter wurde Gerold Ratz.

Im Jahr 1964 wurde Eduard Oskar Ulmer für seine Verdienste das Ehrenzeichen des Landes Vorarlberg in Gold verliehen. Er verstarb am 4. Mai 1970 im Alter von 70 Jahren in Dornbirn.

Quellen: Wikipedia, Dornbirner Familienbuch, Kirchenbücher
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Ortsfamilienbuch Dornbirn.