Karl II. Franz von Österreich (1540-1590)

Karl II. Franz von Österreich kam am 3. Juni 1540 in Wien zur Welt. Er war stammt aus dem Haus Habsburg und ist der dritte Sohn des römisch-deutschen Königs und späteren Kaisers Ferdinand I.

Im Jahr 1564 ließ er sich kurz vor seines Vaters Tod in den ihm zugefallenen Ländern (Herzogtümer Steiermark, Kärnten, Krain und die Grafschaft Görz) huldigen und trat die Regentschaft in Innerösterreich an.

Karl ehelichte am 26. August 1571 in einer prunkvollen Zeremonie seine bayrische Nichte Prinzessin Maria Anna, Tochter von Albrecht V., Herzog von Bayern. Aus der Ehe gingen 15 Kinder hervor.

Anders als sein Bruder Maximilian (II.) war er gläubiger Katholik und trieb die Gegenreformation voran, etwa indem er die Jesuiten ins Land holte. Zuvor hatte er den innerösterreichischen Ständen 1572 in den Grazer Religionspazifikationen und 1578 im Brucker Libell erhebliche Zugeständnisse machen müssen, die in der Praxis auf eine Duldung des Protestantismus hinausliefen. Diese Zugeständnisse gegenüber den Protestanten versuchte er in der Folge rückgängig zu machen. Auf einer Konferenz in München im Jahr 1579 verabredete er mit dem päpstlichen Nuntius sowie Vertretern des Herzogtums Bayern, des Erzstifts Salzburg und der Grafschaft Tirol eine Strategie zur Rekatholisierung. Die katholische Obrigkeit sollte die Druckereien kontrollieren, die Abmachungen mit den Ständen zu ihren Gunsten allmählich aufweichen, das Patronatsrecht im katholischen Sinn nutzen, protestantische Prediger verhaften und ausweisen sowie den Bau von evangelischen Kirchen verhindern. Protestantische Funktionsträger sollten Katholiken weichen. Diese Beschlüsse hat er in seinem Territorium konsequent umgesetzt.

Da die innerösterreichische Linie die Hauptlast der Türkenkriege zu tragen hatte, wurde unter anderem 1579 die Festung Karlstadt (Karlovac) in Kroatien gegründet.

Bedeutend ist Karl auch als Förderer von Kunst und Wissenschaft, besonders der Komponist Orlando di Lasso wurde von ihm gefördert. 1573 gründete er das Akademische Gymnasium in Graz, 1585 die Universität in Graz. Sein Mausoleum in der Basilika Seckau, in dem auch acht andere Mitglieder der Familie Habsburg begraben sind, ist eines der bedeutendsten Bauwerke des Frühbarock im Südostalpenraum.

Karl II. Franz von Österreich verstarb am 10. Juli 1590 in Graz. Er wurde am 31. Oktober 1590 in der Gruft seines Mausoleums in der Basilika Seckau beigesetzt.

Quelle: Wikipedia
 
Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.