Josef I. Johann Adam von Liechtenstein (1690-1732)

Josef I. Johann Adam wurde 27. Mai 1690 als Sohn des Fürsten Anton Florian von Liechtenstein und dessen Gattin Eleonora Barbara Catharina, Gräfin von Thun und Hohenstein, in Wien geboren.

Er diente schon in jungen Jahren im kaiserlichen Heer und kämpfte so im Spanischen Erbfolgekrieg mit.

Im Jahre 1712 wurde er im Zuge der Krönungsfeierlichkeiten Karls VI. zu dessen Kämmerer ernannt. Ein Jahr später wurde er schon zum Prinzipalkommissar am Mährischen Landtag erhoben.Aufgrund der Herkunft und der militärischen und politischen Funktion, wurde Josef Johann Adam von Liechtenstein 1721 bei seinem Regierungsantritt in den Orden vom Goldenen Vlies aufgenommen. Ab 1723 fungierte er als Geheimer Rat und eröffnete so 1729/30 als kaiserlicher Prinzipalkommissar den Fürstentag in Schlesien.

Da Fürst Josef aber auf wirtschaftliche Erfolge aus war, hielt dieser sich im Allgemeinen vom Hof und vom Hofdienst fern, da dort das Leben und Repräsentieren ziemlich kostspielig war. Er war nämlich ein guter und erfolgreicher Verwalter seiner Güter. Er berief hierzu den sehr fähigen Karl Joseph von Gillern als dirigierenden Hofrat. Als ruhiger Herrscher gelang es ihm sogar, seine zerstrittene Familie, die um das Erbe des Fürsten Johann Adam von Liechtenstein stritt, zu beruhigen und zu besänftigen. Das war auch dringend nötig, denn schließlich war seine Herrschaft in ernster Gefahr, falls er das Erbe abgeben müsste. Sein Rechtsanspruch auf den Liechtensteiner Thron wäre damit nichtig geworden.

Josef I. Johann Adam von Liechtenstein war von 1721 bis 1732 der 6. Fürst von Liechtenstein. Er verstarb am 17. Dezember 1732 in Feldsberg. Sein Grab befindet sich in der Gruft des Hauses Liechtenstein in Vranov u Brna (Mähren).

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.

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