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Alois II. von Liechtenstein (1796-1858)

Alois II. von und zu Liechtenstein kam am 26. Mai 1796 in Wien zur Welt. Er war von 1836 bis zu seinem Tode 11. Fürst von Liechtenstein. Beeinflusst von seinen Erfahrungen mit dem politischen System Englands tendierte er zu einer liberalen Aristokratie in konservativer Gesellschaft. Nach Erbe des großen Majorats am 20. April 1836 ließ er das Stadtpalais Liechtenstein in Wien und Schloss Eisgrub umgestalten. Er restaurierte auch die Liechtenstein-Kapelle im Stephansdom in Wien und erweiterte die fürstlichen Gemäldesammlungen. 1842 besuchte er als erster regierender Fürst sein Land (Liechtenstein). Am 1. August 1842 erließ er auf Schloss Vaduz ein neues Hausgesetz, in dem die Primogenitur im Sinne der pragmatischen Sanktion von 1713 neu geregelt wurde. 1847 folgte ein weiterer Besuch in Liechtenstein. In Zusammenarbeit mit dem Kanton St. Gallen wurde die Rheinregulierung begonnen. 1852 unterzeichnete Alois II. einen Zollvertrag mit Österreich. 1849 erließ der Fürst eine provisorische Verfassung für das Fürstentum Liechtenstein, die den Forderungen der Einwohner etwas entgegenkam.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.