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Philipp I. von Frankreich (1052-1108)

Philipp I. von Frankreich kam am 23. Mai 1052 als Sohn des Königs Heinrich I. und dessen zweiter Ehefrau Anna von Kiew zur Welt. Er stammt aus der Dynastie der Kapetinger und war von 1059 bis zu seinem Tod König von Frankreich. Philipp war noch unmündig als sein Vater starb. Die Regentschaft übernahm daher seine Mutter und Graf Balduin V. von Flandern, ein angeheirateter Onkel.. Auf einem Hoftag in Paris übernahm Philipp 1067 die Herrschaft. Die recht erfolgreiche erste Hälfte seiner Herrschaftszeit verkehrte Philipp selbst durch eine eigenwillige Handlung in das Gegenteil, als er im Jahr 1092 seine Ehefrau Bertha von Holland verstieß, weil diese angeblich zu dick geworden war. Ersetzen sollte sie Bertrada von Montfort, welche die Frau des Grafen von Anjou war, in die sich der König verliebt hatte und die er entführen ließ, um sie am Tag darauf, dem Pfingstsonntag (15. Mai 1092), zu heiraten. Der Bischof von Senlis nahm bereitwillig die Trauung vor, doch da sowohl Bertrada als auch Philipp zu diesem Zeitpunkt noch rechtmäßig verheiratet waren, schaltete sich der heilige Stuhl in diese Angelegenheit ein. Nachdem die Ermahnungen Papst Urbans II. nichts ausgerichtet hatten, wurde Philipp am 16. Oktober 1094 exkommuniziert.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.