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Philipp II. von Spanien (1527-1598)

Philipp II. von Spanien kam am 21. Mai 1527 als Sohn Karls V. im Palacio de Pimentel, Valladolid zur Welt. Er war ein spanischer Monarch aus der Dynastie der Habsburger (Casa de Austria). Nach dem Tod seines Vaters regierte Philipp die Länder der spanischen Krone (Spanien, Niederlande, Königreich Neapel, Königreich Sardinien, Königreich Sizilien, Herzogtum Mailand sowie das spanische Kolonialreich) und ab 1580 als Philipp I. in Personalunion auch das Königreich Portugal. Als gläubiger Katholik sah er sich berufen den Katholizismus in den von ihm regierten Ländern durchzusetzen und den immer stärker werdenden Protestantismus gewaltsam zurückzudrängen (Spanische Inquisition). Dies führte zu anhaltenden, militärischen Konflikten mit den Niederlanden (Achtzigjähriger Krieg 1568-1648) und England (Englisch-Spanischer Krieg 1585-1604), gegen das er im Jahr 1588 vergeblich die Armada aussandte. Bedingt durch die enormen Gold- und Silberlieferungen aus den amerikanischen Besitzungen erlangte das Spanische Weltreich unter Philipp II. den Höhepunkt seiner globalen Vormachtstellung, was auch zu einer hohen Blüte von Kunst und Kultur führte. Aufgrund der zahlreichen militärischen Konflikte war die spanische Vormachtstellung aber gegen Ende der Regierungszeit Philipps bereits im Niedergang begriffen und er musste dreimal den Staatsbankrott erklären (1557, 1575 und 1596).

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.