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Ferdinand von Spanien (1609-1641)

Ferdinand von Spanien wurde am 16. Mai 1609 als Sohn des Königs Philipp III. von Spanien geboren. Er war ein Prinz aus der spanischen Linie des Hauses Habsburg (Casa de Austria) und diente als Gouverneur spanischer Besitzungen sowie als Feldherr im Dreißigjährigen Krieg. Am 11. März 1619 wurde dem Königssohn der Titel eines Kardinals verliehen. Nachdem am 1. März 1620 auch der Dispens erteilt wurde, konnte Fernando Erzbischof von Toledo werden. Im Dezember 1620 erfolgte die in Aussicht gestellte Standeserhebung der Borghese-Familie.

1633 sollte er dem Kaiser in Deutschland mit einem Heer zu Hilfe kommen, entsandte aber zunächst nur von Italien ein Teilheer unter dem Befehl des Herzogs von Feria, das sich Ende September mit einem bayerischen Liga-Heer bei Ravensburg vereinigte und nach einigen verlustreichen Kämpfen in Süddeutschland in München Winterquartier einnahm. Mit dem von ihm aufgestellten Heer zog er über die Alpen und Innsbruck nach München, wo er die Reste des Feria-Heeres in sein Heer eingliederte. Dieses Heer vereinigte er im September 1634 mit einem kaiserlich-bayerischen Heer unter dem Oberbefehl seines Cousins, des Sohnes von Kaiser Ferdinand II., dem damaligen König von Ungarn und späteren Kaiser Ferdinand III. Mit ihm gemeinsam befehligte er das gesamte Heer in der Schlacht bei Nördlingen. Danach wandte er sich im April 1635 nach den Niederlanden. 1637 suchte er vergeblich das von dem Prinzen von Oranien belagerte Breda zu entsetzen. Am 22. Juni 1638 erfocht er dagegen den glänzenden Sieg bei Calloo über den Grafen Wilhelm von Nassau-Siegen und erzwang die Aufhebung der Belagerung von Geldern. In den folgenden Feldzügen von 1639 und 1640 musste sich Ferdinand auf die Defensive beschränken. Den Feldzug von 1641 eröffnete er mit der Wegnahme von Lens, starb aber am Fieber am 9. November 1641 in Brüssel.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adelsgeschlechter.