Alois I. von Liechtenstein (1759-1805)

Alois von Liechtenstein wurde am 14. Mai 1759 als Sohn des Fürsten Franz Josef I. von und zu Liechtenstein und dessen Gemahlin Maria "Leopoldine" von Sternberg in Wien geboren. Er war der 9. regierende Fürst von Liechtenstein von 1781 bis 1805.

Alois befasste sich, von kurzfristigen Gastspielen im kaiserlichen Heer abgesehen, von Jugend an mit Verwaltung und Bewirtschaftung. Die Kenntnisse, die er auf seinen Reisen und durch das Studium der entsprechenden Literatur gewann, fanden ihren Niederschlag in einer Modernisierung und Rationalisierung des fürstlichen Gutsbetriebs. Alois führte neue Produktionsmethoden ein, experimentierte mit Züchtungsergebnissen und liess aus wirtschaftlichen Erwägungen wie auch aus rein botanischem Interesse zahlreiche Nutz- und Zierpflanzen aus Übersee importieren. Daneben charakterisierte ihn eine ausgeprägte Vorliebe für seine Bibliothek, die er durch den Ankauf kompletter Sammlungsbestände erweiterte. Nicht zuletzt war Alois auch auf ein fürstliches Ambiente bedacht. Unter diesem Gesichtspunkt liess er durch den Architekten Joseph Hardtmuth in der Herrengasse in Wien ein neues Majoratspalais errichten. Ferner gestaltete er die Eisgruber Parkanlage mit zahlreichen Zierbauten aus, verpflichtete saisonweise eine Theatertruppe und stellte eine Musikkapelle fest an.

Am 16. November 1783 heiratete er die Gräfin Karoline von Manderscheid-Blankenheim. Die Ehe blieb kinderlos.

Fürst Alois I. von und zu Liechtenstein verstarb am 24. März 1805 im Alter von 45 Jahren in Wien. Sein Grab befindet sich in der Gruft des Hauses Liechtenstein in Vranov (Mähren).

Quellen: Wikipedia, Fürstenhaus von Liechtenstein

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch "Adel".