Friedrich III. von Brandenburg-Bayreuth (1711-1763)

Friedrich III. von Brandenburg-Bayreuth kam am 10. Mai 1711 in Weferlingen zur Welt. Er stammte aus der Ehe des Markgrafen Georg Friedrich Karl von Brandenburg-Bayreuth und dessen Gemahlin Dorothea von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck und damit aus einer Nebenlinie der fränkischen Hohenzollern in Weferlingen.

Friedrich genoss eine umfassende Erziehung und Ausbildung und studierte acht Jahre an der calvinistisch geprägten Genfer Universität. Die Erziehung Friedrichs lag in den Händen des Hofmeisters Johann Georg Erckert, später war es Friedrich Carl Freiherr Voit von Salzburg. Früh schloss sich Friedrich den Freimaurern an.

Am 23. Mai 1731 reiste Friedrich über Hof und Leipzig weiter nach Potsdam, wo er am 28. Mai eintraf. Der preußische König Friedrich Wilhelm I. und Königin Sophie Dorothea trafen Vorbereitungen, ihre älteste Tochter Wilhelmine zu verheiraten. Politische Erwägungen spielten dabei eine große Rolle und neben Friedrich standen noch andere Kandidaten zur Auswahl. Für Friedrich als Heiratskandidat sprach vor allen Dingen, dass mit dieser Heirat sein Land näher an Brandenburg-Preußen angebunden werden konnte. Am 30. November 1731 fand die Hochzeit statt, der noch etliche Verhandlungen zwischen den beiden Staaten vorausgegangen waren. Aus dieser Ehe ging die Tochter Elisabeth Friederike Sophie von Brandenburg-Bayreuth als einziges Kind hervor.

Nach dem Tod Wilhelmines 1758 heiratete Friedrich Sophie Caroline Marie von Braunschweig-Wolfenbüttel (1737–1817), Tochter von Karl I. und Philippine Charlotte von Preußen und Nichte seiner ersten Frau. Diese Ehe blieb kinderlos und aufgrund des fehlenden männlichen Erben wurde sein Onkel Friedrich Christian sein Nachfolger.

Friedrich von Brandenburg-Bayreuth folgte seinem Vater Georg Friedrich Karl nach dessen Tod am 17. Mai 1735 nach. Er war jedoch hoffnungslos überfordert von seinen Aufgaben als Souverän, hatten sich doch der Vater und dessen Minister stets bemüht, ihn von allen Regierungsangelegenheiten fernzuhalten.

Der sehr gebildete Markgraf zeigte sein Verständnis für Kunst und Wissenschaft unter anderem durch die Gründung der markgräflichen Landesuniversität in Bayreuth im Jahr 1742, die ein Jahr später, 1743, nach Erlangen verlegt wurde. Er gründete 1756 die Bayreuther Kunstakademie und ließ von 1744 bis 1748 in Bayreuth das Markgräfliche Opernhaus als reich ausgestattetes Barocktheater errichten. Unter seiner Regentschaft entstanden zahlreiche weitere repräsentative Bauten und Anlagen: die Umgestaltung und Erweiterung der Eremitage mit dem Bau des neuen Eremitage-Schlosses mit Sonnentempel (1749–1753) und das neue Stadtschloss mit Hofgarten (1754 ff.), nachdem das Alte Schloss ausgebrannt war. Das Neue Schloss wurde nach dem Tod seiner ersten Frau um den sogenannten Italienischen Bau erweitert.

Markgraf Friedrich erfüllte auch militärische Aufgaben. Von seinem Schwiegervater erhielt er das pommersche Dragoner-Regiment Ansbach-Bayreuth übertragen. Später war er Generalfeldmarschall des Fränkischen Kreises und Chef des fränkischen Kreis-Kürassierregiments und darum bemüht, sein Land aus den kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Österreich und Preußen herauszuhalten, was ihm auch gelang, wenn auch während des Siebenjährigen Krieges nur mit großer Mühe. In seine Regierungszeit fielen auch umfangreiche Vermittlungsversuche, hauptsächlich durch Wilhelmine veranlasst, den Siebenjährigen Krieg zu beenden.

Er war ein aufgeklärter Fürst. Man nannte ihn zu Bayreuth auch den „Vielgeliebten“, da er auch beim einfachen Volk, mit den Maßstäben seiner Zeit gemessen, recht beliebt war. In seiner Residenz Bayreuth förderte er Wissenschaft und Kunst. Dem Markgrafen ist als Gründer der Erlanger Universität, der heutigen Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, der Namensbestandteil Friedrich gewidmet.

Friedrich III. Markgraf von Brandenburg-Bayreuth verstarb am 26. Februar 1763 iim Alter von 51 Jahren.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch "Adel".