Leopold II. von Österreich (1747-1792)

Leopold II. von Österreich kam am 5. Mai 1747 in Wien zur Welt. Er war Erzherzog von Österreich aus dem Haus Habsburg-Lothringen, von 1765 bis 1790 (als Peter Leopold) Großherzog der Toskana sowie von 1790 bis 1792 Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und König von Böhmen, Kroatien und Ungarn.

Mit einer Politik der Aufklärung machte er das Großherzogtum Toskana zu einem Musterstaat. In der kurzen Zeit als Kaiser und Herrscher über die Habsburgermonarchie war er bestrebt, die Unruhen als Folgen der überstürzten Reformpolitik seines Vorgängers zu beenden. Auch außenpolitisch versuchte er ausgleichend zu wirken. Der Krieg mit den Osmanen wurde beendet und ein Ausgleich mit Preußen gefunden. Seine Haltung gegenüber der Französischen Revolution war zwiespältig. Einerseits begrüßte er die konstitutionelle Monarchie, andererseits unterschätzte er die Dynamik der Bewegung und trug ungewollt mit der Pillnitzer Deklaration zum Ausbruch des Ersten Koalitionskrieges bei.

Leopold II. heiratete am 5. August 1765 in Innsbruck die Infantin Maria Ludovica (1745–1792), Tochter König Karls III. von Spanien aus dem Hause Bourbon und seiner Gattin Prinzessin Maria Amalia von Sachsen. Das Ehepaar hatte 16 Kinder.

Leopold II. von Österreich starb völlig unerwartet am 1. März 1792. Sein überraschender Tod nährte Gerüchte über einen Giftmord. Als Urheber wurden Freimaurer, Jesuiten oder französische Agenten verdächtigt. Ein weiteres Gerücht war, dass der Kaiser an der Einnahme eines selbst hergestellten Aphrodisiakums gestorben sei. Diese Gerüchte haben wohl keinen realen Hintergrund, vielmehr starb der Kaiser wohl eines natürlichen Todes. Er wurde in der „Toskana-Gruft“ der Kapuzinergruft in Wien bestattet. Sein Herz befindet sich in der Herzgruft der Habsburger, während seine Eingeweide in der Herzogsgruft des Wiener Stephansdoms beigesetzt wurden. Er gehört damit zu jenen 41 Personen, die eine „Getrennte Bestattung“ mit Aufteilung des Körpers auf alle drei traditionellen Wiener Begräbnisstätten der Habsburger (Kaisergruft, Herzgruft, Herzogsgruft) erhielten. In der Georgskapelle der Augustinerkirche befindet sich ein von Franz Anton Zauner gearbeiteter Prunksarkophag für ihn, der allerdings nie benutzt wurde.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch "Adel".