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Karl-Friedrich Bonhoeffer (1899-1957)

Karl-Friedrich Bonhoeffer kam am 13. Januar 1899 in Breslau zur Welt. Er studierte ab 1918 in Tübingen und Berlin. 1922 wurde er in Berlin bei Walther Nernst promoviert.

Von 1923 bis 1930 war er Assistent bei Fritz Haber am Kaiser-Wilhelm-Institut für Physikalische und Elektrochemie in Berlin-Dahlem. In dieser Zeit veröffentlichte er eine Reihe von Arbeiten zu spektroskopischen, photochemischen und kinetischen Themen. 1927 erfolgte die Habilitation ohne die Einreichung einer formalen Habilitationsschrift. Nach der Habilitation 1927 wurde er Extraordinarius an der Universität Berlin. 1929 entdeckte er zusammen mit Paul Harteck die Wasserstoffmodifikationen Ortho- und Parawasserstoff und kam mit der Publikation Arnold Eucken wenige Tage zuvor.

Im Jahr 1930 wurde Bonhoeffer ordentlicher Professor für physikalische Chemie an der Universität Frankfurt. 1934 wurde er als Professor für physikalische Chemie an die Universität Leipzig berufen. Im Jahr 1938 wurde er zum Mitglied der Gelehrtenakademie Leopoldina gewählt.

1947 wurde er Professor für physikalische Chemie an der Universität Berlin, zugleich auch Direktor des Instituts für physikalische Chemie und Elektrochemie der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften in Berlin-Dahlem (heute Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft). Im Jahre 1949 wurde er als Direktor des Instituts für Physikalische Chemie der Max-Planck-Gesellschaft nach Göttingen berufen.

Das 1971 aus letzterem hervorgegangene Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen trägt den Ehrennamen "Karl-Friedrich-Bonhoeffer-Institut".

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk.