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Ludwig XV. von Frankreich (1710-1774)

Ludwig XV. von Frankreich kam am 15. Februar 1710 in Versailles zur Welt. Er war von 1715 bis 1774 König von Frankreich und Navarra. 1710-1715 war er Herzog von Anjou.

Am 5. September 1725 heiratete der Fünfzehnjährige die acht Jahre ältere polnische Prinzessin Maria Leszczynska, deren Erbe er mit Österreich gegen Lothringen tauschte.

In den ersten Jahrzehnten seiner Regierung war die Kolonialpolitik in Nordamerika erfolgreich. Zur Sicherung der Kolonien und Handelswege wurden Forts und Befestigungsanlagen gebaut. So erhielt etwa Montreal eine steinerne Stadtmauer, im Osten Neufrankreichs entstand unter großem Aufwand die Festung Louisbourg, und auch Québec wurde befestigt. Doch durch seine erfolglose Teilnahme am Siebenjährigen Krieg verlor er den größten Teil der französischen Kolonien in Nordamerika und auch in Indien an die Briten. Frankreich verlor im Ersten Frieden von Paris 1763 ganz Kanada und das historische Louisiana.

Vom Volk wurde er "der Vielgeliebte" (frz. le Bien-Aimé) und später "der Ungeliebte" (frz. le Mal-Aimé) genannt. Unter seiner Regierung wurde der jahrhundertealte Gegensatz zwischen Frankreich und Österreich beigelegt und die neue Allianz durch die Heirat Marie-Antoinettes, der Tochter Maria Theresias von Österreich, mit seinem Enkel, dem späteren Ludwig XVI., besiegelt. Bekannt ist seine Beziehung zu seiner Mätresse Marquise de Pompadour.

Quelle: Wikipedia

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.