amanns 980

Familienname

Bei "Zinner" handelt sich um einen sogenannten "Berufsnamen", bei dem eine ursprüngliche Berufsbezeichnung zu einem Familiennamen wurde. Am deutlichsten zeigt sich das bei Familiennamen wie Fischer, Müller oder Tischler. Weniger offensichtlich ist das bei Berufen, die es heute nicht mehr gibt, wie im Falle von Zinner. Vielleicht steht der Beruf des Zinngießers, der Haushaltsgefäße (Kannen, Becher, Krüge, Schüsseln) aus Zinn produzierte bzw. diese mit Zinn überzog, also verzinnte, im Zusammenhang mit dem Familiennamen Zinner. Im Erzgebirge wurde vor vielen Jahren Zinn-Bergbau betrieben. Daraus soll dann der Familiennamen Zinner entstanden sein - dies wird so von Zinner-Nachkommen berichtet.

Der Familienname Zinner wird mindestens 1173-mal in mindestens 19 Ländern (USA, Deutschland, Österreich, Russland, Kanada, Ungarn, Schweiz, ...) benutzt. In Deutschland kommt der Name hauptsächlich in Bayern vor. Der Familienname Zinner ist von der Häufigkeit her gesehen der 977. häufigste Nachname in Österreich. Die absolut meisten Vertreter dieses Namens findet man im Bezirk Wien (Stadt). Relativ gesehen ist es im Bezirk Wien (Stadt) am wahrscheinlichsten, einer Person mit diesem Namen zu begegnen.

Absolute Verbreitungskarte für den Familiennamen Zinner in Österreich
Absolute Verbreitungskarte für den Familiennamen Zinner in Österreich
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