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Schon im 15. Jahrhundert lag der Transport von Waren und Reisenden zwischen Lindau und Mailand in den Händen der Botenanstalt Spehler & Vis (Weiss). Diese hatte ihren Sitz in Fußach und aus ihr ging 1823 die Spedition Gebrüder Weiss hervor.

Ursprünglich besorgten Reiter den Postverkehr, später wurden auch Waren und schließlich Fahrgäste befördert. An die Blütezeit des Transportwesens in Fußach erinnert noch die Zuschg, die Lagerhalle für den Warenumschlag, die 1795 anstelle der früheren Holzhalle erbaut wurde.

Der berühmteste Fahrgast war Johann Wolfgang von Goethe. Er trat den Rückweg von seiner ersten Italienreise mit dem Mailänder Boten an und nächtigte am Montag, dem 12. Juni 1788, im Gasthaus Krone in Fußach, neben der Kirche.

Josef Weiss (1782-1845) war Mailänder Bote und Alleinbesitzer einer Faktorei. 1823 gründete er zusammen mit seinen Halbbrüdern Josef "Leonhard" und Johannes "Alois" Karl Borromäus Weiss die Spedition Gebrüder Weiss in Fußach.

Die Genealogie der Familie Weiss befindet sich im Stammbaum-Netzwerk.

Vom Botendienst über die Alpen bis zum globalen Transport- und Logistikunternehmen.

Quelle: DIE GESCHICHTE der Firma Gebrüder Weiss

Gebrüder Weiss ist das älteste Transport- und Logistikunternehmen Österreichs und bis heute in Familienbesitz (Familien Weiss und Jerie). Über mehr als 500 Jahren hinweg hat sich das Unternehmen stetig weiterentwickelt und ist zu einem globalen Player auf dem Transport- und Logistikmarkt gereift.

In seiner Geschichte spiegelt sich auch die politische und wirtschaftliche Entwicklung in der Region, in Österreich und in Europa wieder. Begonnen hat alles in Fussach am Bodensee. Hier war einst ein wichtiger Transithafen für den Nord-/Südhandel der süddeutschen Handelsstädte mit der Lombardei und darüber hinaus.

Die Anfänge

  • 1474: Der Mailänder Bote, den die Familien Spehler und Vis (Weiss) im Auftrag der Stadt Lindau in Fussach betreiben, wird durch den Ausbau des alten Weges durch die Via Mala-Schlucht zur regelmäßigen Einrichtung. Seine Route führte von Lindau über Fussach und Chur und den 2100 Meter hoch gelegenen Splügenpass zum Comersee und weiter nach Mailand.
  • 1592: Nach einem 31 Jahre dauernden Prozess gegen die Reichspost der adeligen Familie Thurn & Taxis fällt der Mailänder Senat am 10. Juni ein positives Urteil: Der Bote darf weitergeführt werden.
  • 1781: Der Mailänder Bote Johann Kasimir Weiss wird Kompagnon in der Faktorei in Fussach, die für Zwischenlagerungen und die Kontrolle der Botendienste zuständig war. Sie ist aber auch zunehmend für Transportbelange der damals entstehenden Vorarlberger Textilindustrie im Einsatz.
  • 1788: Der Dichter Johann Wolfgang von Goethe wird am 2. Juni vom Mailänder Boten auf der Rückfahrt von seiner ersten Italienreise sicher nach Fussach gebracht. Die Abrechnung – er bezahlte für sich und seinen Begleiter Kayser 122 Gulden – ist in Goethes Reisetagebuch aufbewahrt.
  • 1823: Die Faktorei ist im Alleinbesitz von Josef Weiss, der gemeinsam mit seinen Halbbrüdern Leonhard und Johann Alois Karl Weiss die Geschäfte unter neuem Namen weiterführt: Spedition Gebrüder Weiss. Drei Jahre später wird die Botenlinie nach Mailand schließlich verstaatlicht.
  • 1872: Am 1. Juli – gleichzeitig mit der Eröffnung der Bahnlinie von Bregenz nach Bludenz – wird der Firmensitz von Fussach nach Bregenz verlegt. Ab 1884 – mit Fertigstellung des Arlbergtunnels – besteht eine direkte Bahnverbindung in die Reichshaupt- und Residenzstadt Wien und über den Brenner in die adriatische Hafenstadt Venedig.
  • 1914: Gebrüder Weiss gründet Filialen in der Donaumonarchie – in Wien, in Triest und Görz – aber auch in Venedig und Genua, sowie im deutschen Lindau und in der Schweiz in Buchs, St. Margrethen und Romanshorn.

Schwierige Zeiten

  • 1921: Ferdinand Weiss übernimmt in schwierigen Zeiten die Geschäftsführung. Trotz Weltwirtschaftskrise erfolgt ein stetiger Aufbau, auch mit Gründung von Niederlassungen in Hamburg (1932) und Wels (1941).
  • 1945: Die Anlagen an den Bahnhöfen sind von Bomben zerstört, die Lkw requiriert. Der Neubeginn gelingt mit Versorgungstransporten für die Bevölkerung (Liebesgaben) und die Industrie (Marshallplanhilfe).
  • 1950: Expansionsphase in Österreich. Durch neue Niederlassungen in Innsbruck, Graz und Linz entsteht ein Netzwerk in den Bundesländern. Erste Westeuropaverkehre.

Neue Wege

  • 1968: Heidegunde und Paul Senger-Weiss übernehmen die Führung des Unternehmens.
  • 1972: Die Gebrüder Weiss OHG wird in eine GmbH umgewandelt. Gleichzeitig werden Neubau und Modernisierung der Anlagen und die Internationalisierung des Geschäftes vorangetrieben.
  • 1974: Der Ölschock lässt die Energiekosten um 70 Prozent auf 12 Dollar pro Fass Öl hochschnellen, eine weltweite Wirtschaftskrise ist die Folge. Kurz darauf werden die Filialen in der Schweiz und in Lindau, die seit dem 2. Weltkrieg verpachtet waren, wieder selbstständige Tochterfirmen. Erster Einsatz der EDV in der Buchhaltung.
  • 1980: Der GW-Konzern mit Holdingstruktur wird geschaffen.
  • 1985: Nach 113 Jahren wird die Zentrale von Bregenz in das nahe gelegene Lauterach verlegt. Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger eröffnet die Anlage.
  • 1988: Der Paketdienst APS Austria Paket System wird gemeinsam mit zwei österreichischen Partnern, Lagermax und Schachinger, gegründet und in kurzer Zeit zum Marktführer im B2B-Bereich in Österreich etabliert. Im grenzüberschreitenden Paketdienst wird in enger Kooperation mit DPD (Direct Parcel Distribution) gearbeitet.
  • 1989: Nach dem Fall des „Eisernen Vorhanges” expandiert Gebrüder Weiss in die benachbarten Mittel- und Osteuropäischen Länder (MOEL), beginnend mit den Nachbarländern. Es entstehen Niederlassungen in Budapest, Prag, Brünn, Bratislava, Maribor und Ljubljana. Gleichzeitig wird in Shanghai die erste Niederlassung in Fernost gegründet, kurz darauf eine weitere in Quingdao.
  • 1995: Am 1.1. tritt Österreich der EU bei. Gebrüder Weiss verliert durch den Binnenmarkt einen Großteil des Verzollungsgeschäftes - bisher ein Drittel seiner Wertschöpfung. Durch massive Reorganisation aller Abläufe (BPR-Prozess) und intensivem Einsatz aller Beteiligten geht GW gestärkt aus dieser Krise hervor und nützt die neuen Chancen des erweiterten Marktes.
  • Die Geschäftsleitung wird durch Arnold Meier und Peter Kloiber auf vier Mitglieder erweitert. Als Arnold Meier zwei Jahre später in Pension geht, wird Wolfgang Niessner Mitglied der obersten Führung des Unternehmens.

Weltweite Expansion

  • 1997: Die Geschäftsleitung wird durch Arnold Meier und Peter Kloiber auf vier Mitglieder erweitert. Als Arnold Meier zwei Jahre später in Pension geht, wird Wolfgang Niessner Mitglied der obersten Führung des Unternehmens.
  • 1998: Mit der Entwicklung der Internet-Services Sendungssuche/iWIS bietet Gebrüder Weiss seinen Kunden und Partnern die Sendungsverfolgung und Lagerinformation per Mausklick. Die Unternehmens-IT im Verwaltungsbereich wird – rechtzeitig vor dem Jahr 2000 – auf SAP/R3 umgestellt. Ein Jahr später wird das Logistiksoftwareunternehmen inet-logistics gegründet.
  • 2000: Das Joint Venture Weiss-Röhlig mit der Firma Röhlig & Co. erweitert die Überseepräsenz um Singapur und Hong Kong. Das Filialnetz in China wird mit Nanjing, Beijing und Ningbo ausgebaut. In Kroatien (Zagreb, Osijek, Karlovac) wird eine Landesorganisation gegründet, in Tschechien wird diese mit Niederlassungen in Budweis, Pilsen und Ostrava ausgebaut. Für den Logistikconsultingbereich entsteht die Tochterfirma x|vise – innovative logistics.
  • 2001: An den Speditionen Cargolog Bulgarien und Cargolog Rumänien werden Mehrheitsbeteiligungen erworben. Dadurch wird Gebrüder Weiss auf die Alpen-Donau-Region von Basel bis Bukarest ausgedehnt. Der Express-Speditionsdienst „ORANGE on time” startet in Österreich. In China werden neue Standorte in Tianjin und Dalian eröffnet.
  • 2002: Die Holding von Gebrüder Weiss wird in eine AG umgewandelt, bleibt aber weiterhin zu 100 Prozent in Familienbesitz. Von der Tageszeitung „WirtschaftsBlatt” wird Gebrüder Weiss zum besten österreichischen Familienunternehmen 2002 gekürt. Für Logistiklösungen mit technisch anspruchsvollen Dienstleistungen wird die Business Unit tectraxx gegründet.
  • 2003: Heidi und Paul Senger-Weiss sind die WU-Manager des Jahres, eine Auszeichnung der Wirtschaftsuniversität Wien. Die Überseepräsenz von Weiss-Röhlig wird nach Nordamerika erweitert, erst mit fünf neuen Standorten in den USA, später auch in Kanada. In China gelingt es, die wichtige A-Lizenz für die Tätigkeit als Vollspedition und als Logistikunternehmen zu erreichen. Die Marke tectraxx eröffnet ihre Zentrale in Wiener Neudorf.
  • 2004: Gebrüder Weiss ist nun auch operativ in Serbien-Montenegro tätig. Weiss-Röhlig eröffnet eine Niederlassung in Dubai. Das chinesische Filialnetz wird mit Zhanjiang und Xiamen auf zehn Niederlassungen erweitert. Übernahme der E. T. Logistics durch tectraxx und Integration in Wiener Neudorf. Mit dieser Übernahme startet tectraxx das neue Produkt „Technische Dienstleistungen” wie Reparaturen von Mobiltelefonen.
  • 2005: Heidi und Paul Senger-Weiss wechseln nach 36 Jahren von der operativen Führung des Unternehmens in den Aufsichtsrat. Wolfgang Niessner als Vorstandsvorsitzender und Peter Kloiber stehen gemeinsam mit den neuen Vorstandsmitgliedern Wolfram und Heinz Senger-Weiss an der Spitze des Unternehmens. Gebrüder Weiss führt als erstes österreichisches Unternehmen e-zoll ein. Mit 15 Partnern wird das Stückgutnetzwerk System Alliance Europe gegründet. Das Filialnetz in der Slowakei wird ausgebaut (Banská Bystrica, Senec). Neue Anlagen werden in Österreich, Deutschland, Ungarn und Rumänien gebaut. Die GW-Tochter x|vise eröffnet einen Standort in Dubai.
  • 2006: GW Wien zieht mit 470 Mitarbeitern in das neu errichtete GW-Terminal in Maria Lanzendorf um. Der slowakische Speditions- und Expressdienst M&G wird Teil von Gebrüder Weiss. GW Wolfurt investiert 1,2 Mio. Euro in einen Stahl- und Umschlagsbereich. Der Standort Wörgl wird um 2.000 m² erweitert. Gebrüder Weiss wird als einer der beliebtesten Arbeitgeber Österreichs ausgezeichnet.
  • 2007: Die Nutzfläche des Standorts Memmingen wird um das dreifache vergrößert und eine Photovoltaikanlage installiert. Neue Standorte werden in Taipeh (Taiwan) und in Montreal (Kanada) eröffnet. GW startet ein Investitionsprogramm von über 100 Mio. Euro in Zentral- und Osteuropa. Am Standort Dunaharaszti in Ungarn erfolgt ein Ausbau um 4,8 Mio. Euro.
  • 2008: Mit der Gründung der neuen Landesorganisation in Bosnien-Herzegowina schließt GW eine Lücke in der Balkanregion. Für den Orange Combi Cargo (OCC), einen privaten Ganzzug zwischen Wien und Bludenz, wird Gebrüder Weiss mit dem Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Zusätzlich gewinnt GW in diesem Jahr u.a. den Trigos Award, den Klimaschutzpreis Vorarlberg und den Preis als bester Logistik- & Supply Chain-Anbieter in Rumänien. Es folgen die Eröffnungen der Logistikterminals Bergheim bei Salzburg sowie die Erweiterung des Standortes Pöchlarn. Mit dem Kauf der Schweizer Firmen AERSPED AG International und Freight Factory International AG baut GW die Air & Sea-Aktivitäten weiter aus. Der dritte GW-Standort in Ungarn wird in Hajduböszörmeny eröffnet. Gemeinsam mit seinem Überseepartner Röhlig gründet GW in Tokio WR Japan und eröffnet in Chongqing (China) einen weiteren Standort. GW setzt als erstes Transportunternehmen in Österreich auf Lkw, die die Euro-6-Norm erfüllen.
  • 2009: Mit Jahresanfang übernimmt Gebrüder Weiss die Land- und Logistikgeschäfte von Hellmann Worldwide in Tschechien. Die neuen Logistikterminals in Bukarest und Pratteln (Basel) werden in Betrieb genommen, am Standort Maria Saal (Klagenfurt) wird der 8,5 Mio. Euro teure Umbau abgeschlossen. Mit dem Markteintritt in Mazedonien und der Mehrheitsbeteiligung an der serbischen Eurocargo stärkt GW sein Netzwerk in der Balkanregion. Gemeinsam mit dem langjährigen Partner Röhlig steigt GW beim indischen Transportdienstleister Tricon ein und erhöht mit 16 Standorten die Präsenz auf diesem Wachstumsmarkt. Zusätzlich eröffnet Weiss-Röhlig ein neues Büro in Thailand.
  • 2010: Gebrüder Weiss übernimmt eine Minderheitsbeteiligung an der Spedition Diehl in Baden-Württemberg und erhöht nochmals seinen Mehrheitsanteil an der Spedition Eurocargo in Serbien. Zwei wichtige Bauprojekte werden abgeschlossen: Das Logistikterminal in Senec (Slowakei) und das neue Cross Docking-Terminal im rumänischen Sibiu eröffnen. Damit setzt GW seine Konzernstrategie fort, bestehende Netzwerke und Strukturen zu optimieren. Auch im Air & Sea-Bereich: Ein neuer operativer Standort in Atlanta (USA) sowie zwei neue Standorte in China erweitern das globale Netzwerk. Das Joint-Venture Weiss-Röhlig feiert 10-jähriges Jubiläum. Die renommierte Wirtschaftsauskunftei Dun & Bradstreet in Wien verleiht GW die Bonitätsbestnote und bestätigt dem Unternehmen damit finanzielle Stabilität und höchste Kreditwürdigkeit. Als erstes Logistikunternehmen Österreichs veröffentlicht GW einen Nachhaltigkeitsbericht nach internationalem anerkanntem GRI-Standard. Für seine außergewöhnlichen Leistungen in der Ausbildung von Lehrlingen erhält GW das Bundeswappen „Staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb”. Heidi und Paul Senger-Weiss präsentieren die lange und wechselvolle Firmengeschichte von GW im WeissBuch³.
  • 2011: Im März erfolgt der Startschuss für GW pro.line, das Stück- und Sammelgutsystem von Gebrüder Weiss. Die Produktlinie gewährleistet eine zuverlässige und transparente Transportabwicklung nach genau definierten Qualitätsstandards – europaweit. Im Juni wird das Basisprodukt um zusätzliche Premium Services erweitert, die eine zeitlich definierte Zustellung der Sendungen im Sammel- und Stückgutverkehr garantieren. Die erfolgreiche Kampagne „Orange Tiger” in Indien endet im März und verzeichnet eine 51-prozentige Steigerung des Air & Sea-Sendungsaufkommens zwischen Indien und dem „WeissLand”. In Südamerika wird das Air & Sea-Netzwerk um die Länder Argentinien, Bolivien, Paraguay und Uruguay erweitert. Auch in diesem Jahr werden mit dem Erwerb eines Windparks in Norddeutschland, der ersten klimaneutralen Logistikhalle Österreichs und dem ersten Gas-Lkw mit Dual Fuel-Antrieb zahlreiche Nachhaltigkeitsprojekte verwirklicht. Im Geschäftsjahr 2011 erwirtschaftet das Unternehmen zum ersten Mal in seiner Geschichte über 1 Milliarde Euro.
  • 2012: GW setzt weitere Meilensteine bei der Umsetzung seiner internationalen Wachstumsstrategie: Mit der Gründung eines Joint Ventures mit Tegeta Motors Ltd. in Tiflis (Georgien) schafft sich Gebrüder Weiss ein wichtiges Standbein entlang der so genannten Seidenstraße im Kaukasus. Mit dem Kauf der baden-württembergischen Speditionen Diehl und Sprenger baut GW seine Präsenz in Süddeutschland weiter aus. Am Standort Montenegro wird das operative Geschäft aufgenommen und so eine Lücke in der Balkanregion geschlossen. Und in Jeneč wird eine neue wichtige Niederlassung in Tschechien in Betrieb genommen. Auch in Asien verstärkt sich GW signifikant durch die Übernahme des japanischen Logistikdienstleisters JHB Express.
  • 2013: Gebrüder Weiss dehnt mit einem neuen Logistikzentrum in Tiflis und der Übernahme des Transportunternehmens Far Freight den Wirkungskreis weiter Richtung Zentralasien aus. Der globale Expansionstrend setzt sich zudem durch Eröffnung zweier neuer Logistikhallen in der Slowakei und weiteren Standorten in Ungarn und Tschechien fort; daneben werden zwei Geschäftsstellen von Weiss-Röhlig in Vietnam eingerichtet. Rund 6.000 Mitarbeiter tragen nun zum Erfolg von Gebrüder Weiss bei.
  • 2014: Gebrüder Weiss investiert weiter in den Ausbau seines weltweiten Netzwerks und eröffnet eine Niederlassung in Istanbul/Türkei, bezieht am Firmenhauptsitz im vorarlbergischen Lauterach seine neue Konzernzentrale und expandiert an den Standorten Brünn/Tschechien, Sofia/Bulgarien sowie Wels/Österreich. In China gründet das Unternehmen mit der Jilin International Transport Corporation (JIT) ein Joint Venture mit Schwerpunkt Automobillogistik. Unter dem Produktnamen GW pro.line home baut Gebrüder Weiss seine Services im Bereich Home Delivery in Österreich sowie in weiteren zentral- und osteuropäischen Ländern weiter aus. Im deutschsprachigen Raum erinnern vier Sonderbriefmarken an den historischen Kurierdienst „Mailänder Boten“ und damit an die Frühgeschichte von Gebrüder Weiss (1474 bis 1826).
  • 2015: Gebrüder Weiss eröffnet eine eigene Niederlassung in Moskau und erweitert seine Logistikservices auf dem asiatischen Kontinent mit neuen Terminals in Dubai und Singapur. In Europa vergrößert das Unternehmen seine Standorte in Hall / Österreich, Esslingen / Deutschland und Sofia / Bulgarien. Im Bereich der Endkundenbelieferung (B2C) in Österreich baut GW mit dem 2-Mann-Handling und der Möbelmontage seine Services weiter aus. Heidi Senger-Weiss wird in die Logistics Hall of Fame aufgenommen und der GW-Aufsichtsrat für seine besonderen Leistungen mit dem AREX (Aufsichtsrats-Exzellenz-Preis) ausgezeichnet. Zusätzlich erhält GW den ‚Brand Leader Award‘ für sein nachhaltiges Engagement in Osteuropa, das österreichische Siegel als ‚Great Place to Work‘ und ‚Bester Arbeitgeber für Lehrlinge‘ sowie für die Spiele-App ‚Logistics Expert‘ den ‚Deutschen Preis für Onlinekommunikation‘.
  • 2016: Gebrüder Weiss baut seine Services Richtung Zentralasien aus: Neben Luft- und Seefrachttransporten führt das Unternehmen intermodale Lösungen nach China sowie Sammelgutverbindungen in den Kaukasus und Iran ein. Gegründet werden neue Standorte in Russland, Kasachstan und der Türkei. In den süddeutschen Niederlassungen Esslingen, Memmingen und Aldingen errichtet der Logistiker neue Terminals. Weitere Schwerpunkte setzt das Unternehmen mit der Weiterentwicklung seines Leistungsspektrums für die Branchen High-Tech und Automotive sowie der Etablierung von Logistiklösungen für Hersteller von Konsum- und Markenartikeln. Im Bereich Home Delivery festigt Gebrüder Weiss mit dem Zwei-Mann-Handling und Montagetätigkeiten seine Stellung als Marktführer für Endkundenzustellung (B2C) in Österreich und baut seine Services in mehreren Ländern Osteuropas weiter aus.
  • 2017: In den USA gründet der Logistiker eine eigene Landesorganisation mit Zentrale in Chicago und Standorten in New York, Atlanta, Boston, Dallas und Los Angeles. Neue Standorte in Hongkong, Shenzhen, Zhanjiang und Guangzhou stärken das ostasiatische Netzwerk. Eine Lücke auf der Route der ehemaligen Seidenstraße schließt das Unternehmen mit einem Repräsentationsbüro in Jerewan, Armenien. Ein weiterer Standort wird im Emirat Abu Dhabi eröffnet. In Deutschland startet Gebrüder Weiss mit neuen Air & Sea-Büros in Hamburg, Düsseldorf, Frankfurt und München und übernimmt die Deutsche Transport Compagnie Erich Bogdan GmbH & Co. KG (DTC) in Nürnberg. In Tirol wird der Event- und Umzugslogistiker Kapeller in das Gebrüder Weiss-Netzwerk integriert. Zudem vergrößert das Unternehmen mehrere Logistikanlagen in Österreich, Tschechien und Rumänien und eröffnet weitere Standorte in Rijeka und Split (Kroatien) sowie in Prag (Tschechien). Für die Branchen High-Tech und Automotive gründet Gebrüder Weiss Competence Cluster, welche die speziellen Anforderungen dieser Industriezweige analysieren und hierfür Lösungen entwickeln. Im Bereich Home Delivery bleibt Gebrüder Weiss österreichischer Marktführer und rollt seine Services in Tschechien, Serbien, Kroatien, Ungarn und der Slowakei weiter aus.
  • 2018: Wolfgang Niessner wechselt nach rund 15 Jahren als Vorstandsvorsitzender in den Ruhestand. Neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung ist Wolfram Senger-Weiss, der gemeinsam mit Peter Kloiber, Heinz Senger-Weiss und Jürgen Bauer an der Spitze des Unternehmens steht. In den USA und Asien bietet Gebrüder Weiss neben den klassischen Luft- und Seefracht-Services seinen Kunden vermehrt auch Logistiklösungen an. Das weltweite Partnernetzwerk wird weiter stabilisiert und ausgebaut. Erweitert wurden Standorte in Österreich, Deutschland, Kroatien, Rumänien und Georgien. Begünstigt durch den zunehmenden Onlinehandel befindet sich der Bereich Home Delivery (B2C) mit rund 900.000 Sendungen weiterhin im Wachstum. Eine europaweite Befragung ergibt: rund 90 Prozent aller Angestellten sind stolz darauf, bei Gebrüder Weiss zu arbeiten und empfehlen das Unternehmen als Arbeitgeber weiter.