Der Familienname Schneider

Schneider ist ein häufiger deutscher Familienname. Er entstand nicht nur aus der Berufsbezeichnung des Schneiders, denn das Schneiden ist auch eine Tätigkeit bei anderen Berufen, z. B. dem Röder (von roden) oder dem Brettschneider, dem norddeutschen Schröder oder Schrader. Letztgenannte gehen auf niederdeutsch schroden "hauen" oder "schneiden, abschneiden, zurechtschneiden" zurück; der norddeutsche Schröder ist somit ein süddeutscher Schneider.

Varianten: Schneiders, Schneyder, Schneiter, Schnider (schweizerisch), Schnyder (schweizerisch), Snider (niederdeutsch), Snyder (niederdeutsch, amerikanisierte Form), Sneijder (niederländisch), Snijders (niederländisch), Snyders (niederdeutsch, amerikanisierte Form)

Folgende bedeutungsmäßig identische Namen sind in Norddeutschland verbreitet: Schröder, Schroeder, Schrader

Von Schneider gibt es weniger Zusammensetzungen als von anderen häufigen Familiennamen. Beispiele:

  • Benschneider (z. B. Roland Benschneider, Fußballspieler)
  • Hofschneider (z. B. André Hofschneider, ehemaliger Fußballspieler)
  • Riemenschneider (z. B. Tilman Riemenschneider, Bildhauer)
  • Schatzschneider (z. B. Dieter Schatzschneider, ehemaliger Fußballspieler)
  • Wandschneider (z. B. Kai Wandschneider, ehemaliger Handballspieler, jetzt Handballtrainer)

Eine Liste bekannter Namensträger gibt es bei Wikipedia.

Erwähnungen

  • In einer Schenkungsurkunde vom 20. September 1443 wird u.a. ein verstorbener Uli Schneider von Hohenems erwähnt: "Greta Walserin, Uli Schneiders Witwe und Marti Walsers eheliche Tochter zu Ems in der Reute, schenkt durch ihren Vogt Leonhard Klen mit Gunst und Willen des Junkers Michael von Ems, dessen Leibeigene sie ist, dem Heinrich Schneider, Klaus Sturers von Dornbirn ehelichem Sohn, und ihrer Schwester Dorothea Walserin für die getreuen Dienste und die Freundschaft, welche die beiden ihr lange Zeit erwiesen haben, ihr eigenes Gut, Uli Schneiders Älpele, hinter der Lucheregg zwischen den Heumösern, Alpigel, dem Kläder- oder Meschacherwald, der Fluh und dem Kläderbach, welches mit Ausnahme von einem Viertel Schmalz und vier ehrbaren Käsen Jahreszins an die Herren von Ems lastenfrei ist."
  • Im Musterregister von 1603 wird Caspar Schneider von Hohenems, Reute erwähnt. Er wird "Knöbel" genannt.
  • In einem Gerichtsprotokol von 1618 scheint Caspar Schneider von Hohenems, Reute als Neurichter auf.
  • Im Untertanenbuch von 1626 wird Caspar Schneider von Hohenems, Reute erwähnt (Schätzung 500 fl).
  • Im Steuerbuch von 1630 wird Caspar Schneider von Hohenems, Reute erwähnt (Schätzung 700 fl).
  • Im Ebniter Urbar von 1650 wird Caspar Schneider von Hohenems, Reute, mit seinen Söhnen Dietus und Jakob erwähnt.
  • Ein Hans Jerg Schneider, geboren ungefähr im Jahre 1610, ist Ammann zu St. Johann, Höchst. Er heiratete Anna Hagen (* 1614), die aus erster Ehe stammende Tochter des Hofammann Hans Hagen (* 1595) aus Lustenau.
  • Ein Hans Schneider, geboren ungefähr im Jahre 1630, ist Ammann in Fußach. Er heiratete Anna Maria Hagen (* 1637), die aus zweiter Ehe stammende Tochter des Hofammann Hans Hagen (* 1595) aus Lustenau.
  • Johann Schneider war um 1654 Pfarrer in Ebnit. Seine Haushälterin Maria Müller hat den Jakob Halbeisen geheiratet.

Spitzenahnen

Spitzenahnen sind die jeweils ältesten Vorfahren in einer Ahnenreihe, zu denen die Daten der Eltern fehlen. Aus der Schneider-Sippe gibt es im Stammbaum-Netzwerk folgende Spitzenahnen:

  • Lutz Schneider könnte ungefähr im Jahre 1520 zur Welt gekommen sein. Aus der Ehe mit Greta Martin stammen die Kinder Georg, Johann und Christina. Die Familie wohnte vermutlich in Schröcken.
  • Kaspar Schneider, "Knöbel" genannt, könnte ungefähr im Jahre 1580 zur Welt gekommen sein. Er war zweimal verheiratet.
  • Hans Schneider könnte ungefähr im Jahre 1585 zur Welt gekommen sein. Sein Sohn Johann war von 1647 bis 1657 Pfarrer von Ebnit.
  • Dahrius Schneider könnte ungefähr im Jahre 1680 zur Welt gekommen sein. Mit seiner Gattin Anna Maria hatte er die drei Kinder Maria "Franziska", Johannes Valentin und Bernadus. Die Familie wohnte in Iffezheim, in der Markgrafschaft Baden.
Quellen: Wikipedia, Kirchenbücher
 
Schneider-Familien befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Ortsfamilienbuch Hohenems.