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Josef Anton Matthias von Perlath (1756-1827)

Josef Anton Matthias von Perlath kam am 20. Februar 1756 als Sohn des Arztes Joachim German Perlath und dessen Gattin Margarete Notburga geb. Kempter in Brixen zur Welt. Er war Jurist, Kommunalpolitiker und Landesverteidiger. Im Jahre 1783 kaufte er das Anwesen "Zum kalten Keller". Am 3. September 1783 wurde er von Fürstbischof Graf Josef Spaur in den Adelstand erhoben, der am 8. Juni 1805 von Kaiser Franz II. bestätigt, bzw. erneuert wurde. Hiezu wurde ihm das Beiwort "zu Kaltenburg", in Anspielung auf seinen Besitz "Kalter Keller", verliehen. Josef Anton Matthias von Perlath, Edler zu Kaltenburg, war von 1785 bis 1825 Magistratsrat. Am 31. Mai 1786 wurde er Bürgermeister von Klausen, ein Amt, das er bis 1. Jänner 1798 und dann wieder vom 1. Oktober 1807 bis 1812 bekleidete. Er zog anno 1800 als Hauptmann zweimal mit seiner Kompanie ins Feld an die nordwestlichen Landesgrenzen. Am 5. Dezember 1809 erstürmte General Philipp von Severoli die Stadt Klausen und drohte, sie wegen des Widerstandes der aufgeregten Landstürmer in Schutt und Asche zu legen. Da warf sich Perlath vor dem General auf die Knie und erbat Schonung der Stadt, die auch gewährt wurde. Diese Szene wurde in einem am 6. September 1908 enthüllten Denkmal an der Außenwand der Klausener Pfarrkirche verewigt.

Seine Genealogie befindet sich im Stammbaum-Netzwerk und im Familienbuch Adel.